Presse Aktuell



Dewezet vom 03.02.2011

In der Schuldebatte sind die Wogen wieder geglättet

Politik will an bestehendem Konzept festhalten / Stenger nennt Machbarkeitsstudie gute Idee: „Sie kommt aber zu spät“

Salzhemmendorf (hen). In der Debatte um die Schulschließungen scheinen sich die Wogen in der Politik nach den Gesprächen am Dienstagabend wieder geglättet zu haben. „Die SPD-Fraktion hat sich darauf geeinigt, dass an dem vorliegenden Konzept festgehalten wird“, sagte Walter Kramer gestern auf Anfrage. Der Fraktionsvorsitzende hatte selbst an dem Treffen nicht teilgenommen, weil er krank ist.

Karl-Heinz Grießner, der den Stein ins Rollen gebracht hatte (wir berichteten), habe sich noch einmal erklärt – aber er, Kramer, gehe davon aus, dass „jetzt alle wissen, wo es langgehen soll und keine weiteren Irritationen auftreten werden“. Die Sozialdemokraten wollen das Konzept zur Zukunft der Schulstandorte „so durchziehen, wie es geplant war“. Das wollen auch die Grünen: „An dem Konzept soll, so wie es vorliegt, festgehalten werden“, sagte Fraktionsvorsitzender Helmut Schmiedekind. Der befürchtete Streit sei abgewendet worden. „Im Konzept steht ohnehin, wenn sich neue Gesichtspunkte ergeben, dann können wir nachjustieren“, sagt der Grünen-Chef.

Auch Grießner ist zur Mitarbeit bereit, „wenn sich die Mehrheitsgruppe darauf besinnt, was wir beschlossen haben“. Der Sozialdemokrat habe in der Fraktion seinen Standpunkt dargelegt in Sorge um die Gleichbehandlung aller Orte – „und das war nicht nur meine Meinung“.

Auch Eckhard Füllberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion, die gemeinsam mit den Gruppenpartnern Grüne und Eckhard Renziehausen-Philipps (FWS) getagt hat, erklärt: „Wir halten an dem Konzept fest.“ Wenn Grießner etwas anderes in etwaige Äußerungen hineininterpretiert habe, sei das eben Grießners Sache. Es sei nicht darum gegangen, von dem Konzept, das die Grundschule Salzhemmendorf langfristig als alleinige Grundschule im Flecken vorsehe, abzuweichen. „Aber man wird ja wohl in der Diskussion noch mal Gedanken austauschen dürfen“, sagt Füllberg. Er wiederholte die Aussage, die er schon beim Neujahrsempfang des CDU-Gemeindeverbandes gemacht hatte, es gehe um das Wohl aller Kinder der Gemeinde. Die Mehrheitsgruppe werde sich mit der SPD an einen Tisch setzen und die weitere Vorgehensweise besprechen, um dann auch eine gemeinsame Erklärung abzugeben.

Unterdessen meldet sich Udo Stenger (BWG) zum Antrag der SPD-Fraktion zu Wort, Geld für eine Machbarkeitsstudie zum Standort der Grundschule Salzhemmendorf im neuen Haushalt einzuplanen: „Der erste geistige Lichtblitz seit Langem.“ Nur, „dass denen nicht vorher aufgefallen ist“, dass ein solches Gutachten notwendig sei, „ist mir ein Rätsel“. Es hätte sehr viel früher erstellt werden müssen, meint Stenger, jetzt wird es sicherlich nicht vor der Sommerpause fertig“. Der Rat tage aber bereits im März abschließend zum Schulkonzept. Stenger: „Ich frage mich, wie ich im März entscheiden will, wenn ich parallel so ein Gutachten beantrage, das in die Haushaltsberatungen einfließt.“ Die Studie selbst hält der Ratsherr allerdings für richtig und gut: „Das ist die Grundlage, um überhaupt Entscheidungen zu treffen.“

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Dewezet vom 02.02.2011

Wird die Schule Oldendorf zum Zankapfel?

Grießner schießt quer: „Alle Regionen gleich behandeln“ / Mehrheitsgruppe arbeite nicht verlässlich

Schulgebäude GS Oldendorf

Salzhemmendorf (hen/gök). Ist es jetzt vorbei mit der Einigkeit der Politiker in der Diskussion um die Schließung von Grundschulstandorten in Salzhemmendorf? Karl-Heinz Grießner jedenfalls, Ortsbürgermeister von Wallensen und SPD-Ratsmitglied, schoss bei der Sitzung des Ortsrates Wallensen am Montagabend quer: Er wirft der Mehrheitsgruppe aus CDU, Grünen und FWS vor, den gemeinsam gefundenen Weg verlassen zu wollen und – anders als im Konzept dargelegt – statt der Grundschule Salzhemmendorf als alleiniger Schule auch die in Oldendorf aufrechterhalten zu wollen. „Dann wäre Wallensen der einzige Verlierer“, sagte Grießner, und kündigte an, diesem Plan seine Zustimmung zu verweigern. Der Ortsrat Wallensen hätte bislang nicht über das Konzept – für das der Gemeinderat in großer Einmütigkeit und auch mit Grießners Stimme votiert hatte (die Red.) – abgestimmt. „Jetzt würden wir das Konzept ablehnen“, glaubt Grießner, der auch Vorsitzender des Ausschusses für Schulen, Jugend, Senioren, Sport und Soziales ist. Dass von dem ursprünglichen Konzept abgewichen werden und die Oldendorfer Schule doch bestehen bleiben soll, habe er Äußerungen einzelner Politiker entnommen. „Die Mehrheitsgruppe ist für mich nicht verlässlich“, kritisiert Grießner.

Es habe immer den Konflikt zwischen zwei Lagern gegeben; die einen halten mindestens eine Zweizügigkeit für notwendig, die anderen halten auch eine Einzügigkeit oder gar Kombiklassen für möglich. „Ich war immer für die Einzügigkeit, aber ich habe dem Konzept zugestimmt, weil alle Schulen gleich behandelt worden wären.“ Und das scheine jetzt nicht mehr der Fall zu sein. Mit dem Verlassen des gemeinsamen Ziels einer einzigen Grundschule für den gesamten Flecken habe man den grundsätzlichen Eckpfeiler des Konzepts zerstört – „sonst hätte ich persönlich auch weiter mitgemacht. Aber so sind wir wieder nur die Geber und nicht die Nehmer“, so Grießner, der aber auch sagt: „Ich will das Buch nicht zuklappen. Wenn die Verlässlichkeit wieder gegeben ist, bin ich bereit, an einer Lösung zu arbeiten.“

Die SPD-Fraktion, versichert Fraktionschef Walter Kramer, halte auch weiterhin an dem ursprünglichen Konzept fest. Er bedaure, dass Grießner seine Kritik „in dieser Phase öffentlich kundgetan“ hat. „Wenn es jetzt in eine andere Richtung läuft, besteht die Gefahr, dass alles zerfällt“, fürchtet Kramer. Der Wallenser Grießner reagiere auf Aussagen, die von anderen getroffen worden seien.

Die SPD-Fraktion hat unterdessen einen Antrag zum Haushaltsplan für das Jahr 2011 gestellt, 25000 Euro für eine Machbarkeitsstudie in Bezug auf den Grundschulentwicklungsplan bereitzustellen. Die Studie soll prüfen, inwieweit die im Schulentwicklungsplan angedachten Standorte für eine Grundschule im zentralen Ort umgesetzt werden können. „Der wesentliche Punkt im vorgesehenen Grundschulentwicklungskonzept ist die Konzentration aller bisherigen Grundschulen auf einen zentralen Standort im Ortsteil Salzhemmendorf“, heißt es in der Begründung. Dabei sei bewusst offengelassen worden, ob unter Beachtung der im Grundschulkonzept genannten Qualitätskriterien wie beispielsweise Ganztagsbetrieb, Facharbeitsräume, Mensa, Sporthalle, Busanbindung, Behindertenzugang oder Parkplatz die Umsetzung am bisherigen Standort der Grundschule Salzhemmendorf, am Standort der KGS Salzhemmendorf oder an einem völlig neuen Standort erfolgen kann. „Die Klärung dieser Frage muss hinsichtlich der pädagogischen und finanziellen Auswirkungen sorgsam, aber auch schnell erfolgen“, heißt es im Antrag der SPD-Fraktion.

Eckhard Füllberg, stellvertretender CDU-Fraktionschef, mochte sich gestern noch nicht zu den Vorwürfen Grießners äußern, bevor nicht die Gruppe am Abend getagt habe. Dietmar Müller (Grüne) erklärt: „Wir befinden uns gerade in der Abwägung der Stellungnahmen.“ Es spreche für das Verfahren, wenn darüber diskutiert würde. Für ihn gebe es bislang aber ebenfalls keinen Grund, vom bisherigen Konzept abzuweichen.

Auch die SPD-Fraktion wollte das Thema gestern Abend diskutieren. Der Arbeitskreis zur Schulentwicklung, in dem Dietmar Müller, Eckhard Füllberg, Walter Kramer und Karl-Heinz Grießner sitzen, trifft sich nächste Woche.

Wenn die Grundschule Oldendorf jetzt doch neben der in Salzhemmendorf erhalten bliebe, wäre das den anderen Schulen gegenüber ungerecht, meint Karl-Heinz Grießner (SPD). Foto: Archiv

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Dewezet vom 18.01.2011

Eltern wehren sich gegen Abwerbungsvorwurf

Schulgebäude GS Lauenstein und Wallensen

Die Schulen Lauenstein und Wallensen – die Diskussion hat einen Konkurrenzkampf in Gang gesetzt. Montage: Dana

Salzhemmendorf (hen). Bis zum 15. Januar hatte der Salzhemmendorfer Gemeinderat den Eltern Gelegenheit gegeben, eine Stellungnahme zum Grundschulentwicklungskonzept abzugeben. „Die Mehrheitsgruppe wird die Einwände jetzt prüfen“, sagt Helmut Schmiedekind (Grüne) auf Anfrage zur weiteren Vorgehensweise. Der Schulausschuss wird sich in seiner Sitzung am 23. Februar des Themas annehmen, bevor der Gemeinderat am 3. März endgültig über die Zukunft der Schulstandorte beschließen wird. Grundsätzlich werde die Zielvorstellung der einen Grundschule für den Flecken beibehalten.

Ausgangspunkt für die Schulschließungen – bekanntlich sollen drei der vier Grundschulen schrittweise bis 2018 geschlossen werden – sind die dramatisch zurückgehenden Schülerzahlen, und da seien die tatsächlichen Zahlen schon jetzt schlechter als die Prognosen. Im vergangenen Jahr hat es nur 52 Geburten gegeben; „wir können nur hoffen, dass wir nicht unter 50 absacken“, so Schmiedkind. Es laufe daher auf die eine dreizügige Grundschule im Kernort hinaus; es könne sogar sein, dass es nur eine zweizügige Schule werde. Oder auch eine zweizügige Grundschule an zwei Standorten, nämlich neben Salzhemmendorf in Oldendorf. „Es geht doch eigentlich um die Frage, wie lange wir Oldendorf halten können“, sagt der Grünen-Chef. Niemand wisse, was die Zukunft bringt: „Wenn Hameln die IGS und die Oberschule bekommt, wird das auch die KGS verändern.“

Für die SPD bekräftigt Walter Kramer, mit der Gruppe an einem Strang ziehen zu wollen: „Wir haben das gemeinsam angeschoben, wir werden das auch gemeinsam zu Ende bringen.“ Am heutigen Dienstag ist Fraktionssitzung, dann will man sich mit den Stellungnahmen auseinandersetzen. Am „Hauen und Stechen“ hinter den Kulissen möchte sich der SPD-Fraktionschef nicht beteiligen; er hofft, „dass wir den sachlichen Stil, den wir gefunden hatten, beibehalten können“. Grundsätzlich stehe Kramer zu dem, „was in dem Papier steht“. Auch die CDU will nun als nächstes die Stellungnahmen bewerten. Eckard Füllberg, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, hofft, „dass wir Ratsvertreter dann auch den Mut haben, eine Entscheidung zu treffen“. Füllberg sagt, dass „in der ganzen Diskussion sehr viele Emotionen stecken“.

Unterdessen haben sich die betroffenen Eltern zu Wort gemeldet, deren Kinder statt in Lauenstein zur Schule nach Wallensen gehen. Der Leiter der Salzhemmendorfer Grundschule, Udo Zelck, hatte das kritisiert und von einer Abwerbung gesprochen. „Wir wehren uns gegen diesen Begriff, weil er den Eindruck erweckt, man sei auf uns zugegangen und habe uns – womöglich unter Versprechungen einer Gegenleistung – überredet, unsere Kinder aus der Schule in Lauenstein zu nehmen beziehungsweise dort gar nicht erst einzuschulen“, heißt es in einer Stellungnahme, die zehn Mütter und Väter unterzeichnet haben. Die Eltern bekräftigen, dass sie aus teils unterschiedlichen Motivationen selbst aktiv geworden sind. „Wir haben uns, nachdem wir uns über die Alternativen im Flecken informiert hatten, für Wallensen entschieden.“ Zugleich bedauern die Betroffenen, dass durch diese Entscheidung „Staub aufgewirbelt“ worden sei; „das hatten wir nie vor“. Die „hitzige Debatte, die leider auch einen Keil zwischen die Grundschulen des Fleckens treibt“, hätten sie nicht voraussehen können, da bereits einige Eltern zuvor ihre Kinder statt in Lauenstein in umliegenden Grundschulen angemeldet hätten, „ohne dass ihnen andere Gründe unterstellt wurden“. Sie alle hätten sich nur etwas anderes für ihre Kinder gewünscht als Lauenstein biete. Insgesamt hätten acht Kinder die Schule gewechselt; bei dieser Zahl müsse man sich „doch fragen, ob vielleicht etwas zu verbessern wäre“. Nach dem Weggang habe das Lauensteiner Kollegium einen offenen Brief an die Wallenser Schule geschickt; dieser Brief sei auch an den Rat gegangen. „Wir nehmen an, dass das Gerücht über die ,Abwerbung’ hier seinen Ursprung hat. Wir als Eltern haben damals nicht reagiert, um nicht Öl ins Feuer zu gießen“, schreiben die Eltern. Nun fürchten sie, sich erneut rechtfertigen zu müssen – „nicht zuletzt gegen den Vorwurf, durch den Schülerabzug eine vorzeitige Schließung der Lauensteiner Schule herbeigeführt zu haben“.

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Dewezet vom 13.01.2011

Diskussion um Schulpläne sorgt für Wirbel

Nach außen ruhen die politischen Debatten – aber hinter den Kulissen „Hauen und Stechen“

Schulgebäude GS Salzhemmendorf

Salzhemmendorf (hen/ll). Turbulent geht es hinter den Kulissen in der Schuldiskussion zu: Während nach außen die politischen Debatten zu ruhen scheinen, haben Stellungnahmen im Ratsinformationssystem Unruhe ausgelöst. Ratsmitglied Udo Stenger (BWG) jedenfalls empört sich darüber, dass die Verwaltung einen Brief von Udo Zelck, Leiter der Grundschule Salzhemmendorf, ins Intranet gestellt hat, in dem er eine Mutter namentlich nennt und – nach Stengers Meinung – kritisiert. „Ich hatte es nur gut gemeint“, hält Zelck dagegen, der sein Schreiben inzwischen abgeändert hat.

Der Schulleiter hatte eine schriftliche Anmerkung zur neu gegründeten Elterninitiative zum Grundschulentwicklungskonzept gemacht und darum gebeten, dieses Schreiben an die Ratsmitglieder weiterzuleiten. Er kritisiert darin, dass die Elternvertreter der Grundschule Salzhemmendorf keine Einladung beziehungsweise Hinweise zur Gründung der Elterninitiative bekommen hatten. „Gern hätten wir mitgearbeitet, weil zum ersten Mal die realistischen Rahmenbedingungen berücksichtigt wurden und nicht die Kritik an den einzelnen Grundschulen im Vordergrund stand“, schreibt der Schulleiter. Dann weist er darauf hin, dass eine Mutter Mitglied der Elterninitiative ist, aber ihre Kinder an der Grundschule Eldagsen eingeschult hat, „weil dort eine Hochbegabtenförderung angeboten wird“. Die gewählten Elternvertreter beziehungsweise Eltern der Grundschule Salzhemmendorf allerdings hatten keine Einflussmöglichkeiten auf die Stellungnahme gehabt – „es handelt sich also nicht um eine gemeinsame Stellungnahme“, unterstreicht Zelck, der den Wallenser Eltern mangelnde Kooperationsbereitschaft unterstellt.

In einem Anschreiben der Initiative an die Schule Salzhemmendorf habe es lediglich geheißen, „…wir gehen davon aus, dass wir Ihre Auffassung genau getroffen haben, wenn wir bis zum 10. Januar 2011 keine schriftliche Nachricht erhalten…“. Dazu Zelck: „Das erinnert eher an die Methoden eines Staubsaugervertreters, der seine Kunden unter Druck setzt. Eine gute Zusammenarbeit kann so nicht zustande kommen.“

Stenger kritisiert, dass Zelck die Mutter nach seiner Meinung direkt angegriffen hat: „Da beteiligt sich jemand, und dann wird er diffamiert. Damit tritt genau das ein, was befürchtet worden war.“ Außerdem gehöre es sich nicht, derartige Schreiben ins Intranet zu stellen. Dazu sagt Clemens Pommerening, Sprecher der Gemeindeverwaltung: „Es handelt sich hier um eine offene Meinungsbildung.“ Eingestellt würden alle Stellungnahmen zur Schuldiskussion – „wir stellen die ins System und prüfen die nicht“. Zu sehen seien die Schreiben ohnehin nur von den Ratsvertretern. Das Schreiben von Zelck enthält auch nach Pommerenings Meinung „nichts Beleidigendes“; er habe vielmehr den Unmut der Salzhemmendorfer Eltern zum Ausdruck bringen wollen, von der Initiative nicht gehört worden zu sein. Und zugleich sei der Eindruck erweckt worden, es handele sich um eine Stellungnahme aller Eltern.

Zelck geht noch weiter: „Wir können hier schon seit einem Jahr nicht mehr in Ruhe arbeiten.“ Die Eltern würden massiv beeinflusst. Hinter den Kulissen herrsche „ein Hauen und Stechen“; Kinder aus Lauenstein würden abgeworben von Wallensen mit dem Hinweis auf das dortige Ganztagsangebot. „Wir haben hier auch eine Betreuung bis 17 Uhr, aber wir laufen nicht durch die Gegend und machen Reklame“, so der Schulleiter, der einst auch in Wallensen die Schule führte. In seiner Zeit habe er versucht, dort einen jahrgangsübergreifenden Unterricht anzuschieben – „das haben die aber nicht weiterverfolgt. So hätte es eine stabile Schule werden können“, glaubt Zelck, der seine Anmerkung über die Mutter so erklärt: „Ich wollte ihr nur etwas Gutes tun, denn auch hier sollten wir eine Hochbegabtenförderung haben. Das geht aber nicht an einer Schule allein, sondern nur im Verbund.“ Entsprechende Gespräche würden bereits geführt.

Die Schulstandorte zu reduzieren, hält der Schulleiter, der im Sommer in den Ruhestand geht, für notwendig: „Es gibt einfach viel zu wenig Schüler.“ Das Konzept des Rates sei nicht erst jetzt geboren worden, sondern basiere auf einer seit Jahren geführten Diskussion. Die Landesschulbehörde hat im Übrigen mitgeteilt, gegen das Grundschulentwicklungskonzept des Fleckens bestünden keine Einwände.

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Dewezet vom 13.01.2011

Führungswechsel beim Elternverein der Humboldt-Grundschule

Heike Liberti und Ulrike Köhne geben Vorsitz an Katja Winsmann und Lothar Legat ab

Vorstand Elternverein

Der neue Vorstand Katja Winsmann und Lothar Legat mit Ulrike Köhne (Foto: gök )

Wallensen (gök). Mit dem Beginn ihrer Kinder Tobias und Celine in der Humboldt-Grundschule Wallensen 2006 begann auch die Amtszeit von Heike Liberti und Ulrike Köhne als Spitze des Elternvereins. Dabei kam es in der Schule zu einigen wesentlichen Veränderungen. So wechselte die Schulleitung, nahm die Diskussion um Schulschließungen Fahrt auf und die offene Ganztagsschule nahm ihren Betrieb auf. Mit dem Benefizkonzert „School of Rock“ waren teilweise wochenlange Vorbereitungen einhergegangen. Sehr viel Energie stecke auch in Projekten wie das gemeinsame Frühstück oder der Bau der Schulküche. Heike Liberti ist sich sicher, dass die neue Führungsspitze des Vereins genauso gute Arbeit verrichten wird.Bei der Jahreshauptversammlung fanden sich mit Katja Winsmann und Lothar Legat nun gleich zwei Freiwillige für die mit viel Arbeit verbundenen Posten. Lothar Legat ist bereits im Schulvorstand vertreten. Sein Sohn Finn besucht derzeit die zweite Klasse. Mit Katja Winsmann wird die Brücke zum Kindergarten in Thüste geschlagen. Ihre Tochter wird im kommenden Sommer in Wallensen eingeschult. Winsmann sammelte bereits im Kindergarten Erfahrungen in der Arbeit eines Förder- beziehungsweise Trägervereins.

Neben den Wahlen war es für den Elternverein auch ein ereignisreiches Jahr. Neben den normalen Veranstaltungen wie dem Frühstück oder Elterncafé wurde viel Geld für die Schule gesammelt. Der Löwenanteil war dabei die Anschaffungen für den Medienraum. Aber auch die Einrichtung zur offenen Ganztagsschule forderte den Elternverein. Zusammen mit örtlichen Handwerkern richteten die Eltern im Keller die Schulküche ein und organisierten für ein halbes Jahr die Nachmittagsbetreuung. Heike Liberti bedankte sich für die Unterstützung im Ort. So spendeten die örtlichen Vereine beispielsweise ihre Einnahmen aus dem Weihnachtszauber 2009 dem Elternverein, damit die Kinder des Ortes nun auch nachmittags betreut werden können. Dazu kamen dann noch Veranstaltungen wie Kinderbasar, Schulfest, Weihnachtsmärchen, Stadtfest oder Laternenumzug, zu denen fleißige Hände gefragt waren und der Elternverein mithalf. Heike Liberti und Ulrike Köhne sind sich sicher, dass der neue Vorstand die Schule weiterhin gewohnt gut unterstützen wird und so hilft, die Schule im Ort zu halten.

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Dewezet vom 12.01.2011

Schule ohne Computer? Undenkbar!

Wichtiger Bestandteil des Unterrichts: Wallensen wireless, interaktive Tafel in Salzhemmendorf

Vorführung Computer-Mehrzweckraum

Valentin und seine Klassenkameraden arbeiten in der Computer-AG der Schule Wallensen mit der Lernwerkstatt.Foto: gök

Wallensen (gök). Die Gesellschaft wird zunehmend von IT-Technik und Computern bestimmt. Dem tragen auch die Grundschulen in der Gemeinde Salzhemmendorf Rechnung. Insgesamt 6500 Euro investierte zuletzt alleine der Elternverein der Humboldtschule Wallensen in die Anschaffung von 16 neuen Laptops für den Medienraum.

Mittlerweile ist das ganze Gebäude mit Wireless Lan (WLAN) ausgerüstet – der Fortschritt hat in der Schule Einzug gehalten. In jedem Klassenraum können die Schüler mittlerweile mit den bereits vorher angeschafften Netbooks online gehen und unter Aufsicht der Lehrkraft ein Lernprogramm abarbeiten. Für einen Teil der Kosten kamen nun die beiden Geldinstitute aus dem Ort auf. Auch in den anderen drei Grundschulen ist die Computer-Technik nicht mehr wegzudenken. In der Ernst-Rudorff-Schule gab es nach Aussage von Schulleiter Günter Wendlandt den ersten Computerraum der Gemeinde. „Dieser besteht nun mindestens schon zehn Jahre und wurde mithilfe des Aktionsprogramms n-21 aufgebaut und immer wieder erweitert“, sagt Wendlandt. Von der Firma Wesertal und der Oberfinanzdirektion erhielt man in den letzten Jahren Computer-Spenden, so dass immer noch mit aktueller Hardware gearbeitet werden kann. Der Raum selber wird von der Computer-AG genutzt. „Dazu nutzen aber alle vier Klassen regelmäßig den Raum, um beispielsweise im Internet nach der blauen Zunge einer Giraffe zu recherchieren.“

In der Grundschule Saaletal in Oldendorf begrüßt Schulleiter Hans-Werner Ahrens, das wohl bereits im Frühjahr noch Verbesserungen im Computerraum geplant sind. „Durch die intensive Nutzung des Raumes muss einige Hardware nun schon ausgetauscht werden.“ Im Computerraum stehen zehn Schüler-PC, die für Projekte wie Förderunterricht, Sachunterricht oder aber die Schülerzeitung sehr intensiv genutzt werden. „Dabei ist die Hard- und Software auf einem relativ guten Stand, allerdings muss ja gerade im Computerbereich immer wieder aktualisiert werden, damit man zeitgemäß arbeiten kann.“ Denn teilweise nutzt die Schule hier auch immer wieder Software von Verlagen, die die neueste Technik voraussetzt. In den Räumen der dritten und vierten Klassen ist zudem extra noch ein Computer aufgestellt, damit auch mal schnell im Internet recherchiert werden kann.

Bei der Grundschule Salzhemmendorf sieht Schulleiter Udo Zelck noch Steigerungspotenzial. „Der Etat der Gemeinde für Computer-Anschaffungen reicht hier mit etwa 1000 Euro pro Grundschule hinten und vorne nicht aus. Wir sind in diesem Bereich immer wieder auf Spenden wie vom Innenministerium in Hannover oder auf den Elternverein angewiesen. Selbst aus Nürnberg habe ich schon mal Technik geholt, damit wir besser ausgestattet sind.“ Der Computerraum mit seinen 20 PC sei fast rund um die Uhr belegt und werde im Schnitt drei Schulstunden pro Tag genutzt. Dazu seien im ganzen Gebäude noch 17 weitere PC aufgestellt. Zelck: „Unter anderem hat bis auf die ersten Klassen jede Klasse einen eigenen PC, wovon mittlerweile auch die Hälfte vernetzt ist; die anderen folgen in Kürze.“ Aufgrund der guten Unterrichtsversorgung gibt es bereits ab der ersten Klasse PC-Unterricht, damit jedes Kind sich mit dem Medium bereits frühzeitig vertraut macht. „Dabei haben wir gemerkt, dass es nicht vorteilhaft ist, wenn zwei Schüler zusammen einen PC nutzen. Daher haben wir im Computerraum auch 20 PC aufgestellt. Die Anschaffung von Laptops ist nicht vorgesehen. Lediglich für Präsentationen verfügt die Salzhemmendorfer Schule über drei Laptops und zwei Beamer.“

Stolz ist die Schule auf eine interaktive Tafel. Mittels Touchscreen-Technik können die Schüler hier mit der neuesten Technik arbeiten. Als besondere Innovation empfindet Zelck den Lehrcomputerarbeitsraum. „Da der Computerraum sehr ausgelastet ist, bieten wir den Lehrkräften hier die Möglichkeit, Unterrichte noch vorzubereiten, wenn sich Freiräume ergeben.“

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Dewezet vom 15.10.2010

Wenn’s im Ratskeller swingt …

Starlight Swing Orchestra aus Alfeld gibt Benefizkonzert im November

Starlith Swing Orchestra

Starlight Swing Orchestra aus Alfeld. Foto: gök

Wallensen / Alfeld (gök). Die Bigband „Starlight Swing Orchestra“ ist den großen Auftritt gewöhnt. Sei es im wahrscheinlich bald als Weltkulturerbe ausgezeichneten Fagus-Werk in Alfeld oder vor Politikern wie Roland Koch. Viele große Konzerte hat die überaus erfolgreiche Band aus Alfeld bereits gegeben und sich dabei viele Fans gemacht. Erst vor kurzem sorgten die Musiker in Delligsen für einen ausverkauften Festsaal mit 400 Besuchern. Ursprünglich war das Konzert zur Einweihung der Sporthalle Thüste geplant. Aus terminlichen Gründen wurde das Konzert jetzt von den Organisatoren der Humboldt-Grundschule in den Ratskeller Wallensen verlegt. Der Erlös des Konzertes wird an den Elternverein gehen, der Projekte an der Schule fördern will.

Karten für das Konzert am Sonntag, 7. November, um 18 Uhr gibt es in den Zweigstellen der Volksbank am Ith in Wallensen, Oldendorf, Lauenstein, Salzhemmendorf und Duingen. Außerdem gibt es Tickets bei der Sparkasse in Wallensen und im Ratskeller.

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Dewezet vom 12.10.2010

Klassenzimmer der Zukunft für ein besseres Lernumfeld

Multifunktionsraum in der Grundschule Wallensen löst alte Computer ab / Moderne Möbel für schnellen Wechsel

Lehrerin Astrid Oppermann-Grote erklärt die Möglichkeiten des Multifunktionsraums.

Lehrerin Astrid Oppermann-Grote erklärt die Möglichkeiten des Multifunktionsraums. Foto: gök

Wallensen (gök). Nach zwei Stunden Elternabend tat den Eltern in der Vergangenheit doch sehr oft der Rücken weh, mussten sie doch auf den Kinderstühlen sitzen. Der Schulvorstand zwängte sich in das kleine Lehrerzimmer, da sonst kein Raum zur Verfügung stand. An den alten Computern liefen neuere Programme nicht mehr. Das alles führte in der Humboldt-Grundschule Wallensen zu der Überlegung, dass der Computerraum neu gestaltet werden sollte.

Bereits in der Vergangenheit führte Schulleiterin Silke Stenger einen intensiven Kontakt mit dem Verein n-21, der den Einsatz von Multimedia und Internet an Schulen fördert. Der Verein hat bisher zusätzlich zu den Investitionen des Landes mit über 27 Millionen Euro Sponsormitteln dazu beigetragen, den Einsatz von Multimedia und Internet an Schulen zu fördern.

Geschäftsführer Harald Einecke zeigte sich von dem Engagement an der Schule so beeindruckt, dass er den Kontakt zu der Firma kvartet Schulmöbel GmbH herstellte. Diese Firma produziert unter anderem Schuleinrichtungen. Neben einem flexiblen Wandtafelsystem spendete die Firma die komplette Einrichtung für den neuen Multifunktionsraum der Humboldt-Grundschule. Neben den höhenverstellbaren Stühlen gehören vor allem die move_90-Tische dazu. Diese dreieckigen Tische ermöglichen den Lehrern einen schnellen Wechsel zwischen Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit. Selbst kleine Schüler können den Tisch leicht durch eine Rolle schnell und geräuscharm bewegen. Mit diesem Raum verfügt die Schule nach der Meinung von Harald Einecke nun über das Klassenzimmer der Zukunft. „Bücher sind zwar noch genauso wichtig, doch durch die Computertechnik werden die Kinder auf die Zukunft vorbereitet.“

Durch die vielen Möglichkeiten können auch Erwachsene bei Schulsitzungen den Raum nun nutzen. Für die technische Ausstattung des Raums sorgte der Elternverein der Schule. Mehrere tausend Euro wurden in die Anschaffung von 16 Notebooks gesteckt, womit nun ein moderner Computerunterricht möglich ist. Die ersten Erfahrungen sammelten die Schüler der jetzigen zweiten Klasse auf Netbooks, welche nun der neuen ersten Klasse übergeben werden. Damit werden die Schüler an die größeren Geräte langsam herangeführt. Die Klassenlehrerin der zweiten Klasse, Astrid Oppermann-Grote, zeigte sich auch von dem Engagement der Schüler und Eltern beeindruckt. So wurden unter anderem aus der Klassenkasse Kopfhörer angeschafft, damit die Schüler sich mit dem Netbook nicht gegenseitig beim Lernen stören. Damit die PC auch überall im Gebäude genutzt werden können, wurde für das ganze Schulgebäude ein WLAN-Netz aufgebaut.

„Auch wenn die Zukunft der Schule ungewiss ist, wird der Elternverein keine Investition scheuen, um das Lernumfeld der Kinder noch weiter zu verbessern“, so Bettina Wallbaum vom Elternverein.

 

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Dewezet vom 23.9.2010

Am Ende bleibt nur noch eine Grundschule übrig

Politik verständigt sich auf Schließungen in den Ortsteilen / Zeitfenster von 2013 bis 2018 vorgesehen

Salzhemmendorf (hen). Es sei wahrlich kein Jubelpapier, doch in dem fraktionsübergreifend erarbeiteten Konzept erkennt Dietmar Müller (Grüne) auch Chancen für eine deutliche Verbesserung der Schulsituation im Flecken. Dass Standorte geschlossen werden müssen, „wird ausdrücklich bedauert“. Allerdings: Ausgehend von dem dramatischen Rückgang der Schülerzahlen bei gleichzeitig hohen Investitionen, die an allen vier Schulen abzusehen sind, sah sich die Politik zum Handeln gezwungen.

Nach einigen, auch in der Ratssitzung teils emotional geführten Debatten, haben die Gruppe CDU/Grüne/Renziehausen-Philipps und die SPD-Fraktion einen gemeinsamen Entwurf erarbeitet, der die bereits ins Gespräch gebrachte Schließung der Schulen in den Ortsteilen beinhaltet. Danach soll es nur noch eine gemeinsame Grundschule im Kernort geben.

„Entsprechend der Entwicklung der Grundschülerzahlen in der Gemeinde werden drei Grundschulstandorte geschlossen in der Reihenfolge Lauenstein, Wallensen und Oldendorf“, heißt es in dem Papier, mit dem die Verwaltung – nach entsprechendem Beschluss in einer Ratssitzung Ende Oktober/Anfang November – beauftragt werden soll, die Details auszuarbeiten und das Ziel umzusetzen. Und dieses Ziel lautet: „Die künftige Grundschule Salzhemmendorf ist dreizügig, verfügt über beste räumliche Voraussetzungen für eine optimale auch ganztätige Unterrichtsversorgung und Betreuung und ist aus allen Ortsteilen gut zu erreichen. Wenn die Dreizügigkeit gemeindeweit erreicht ist, soll diese Schule zur Verfügung stehen. Nach gegenwärtigen Prognosen wird die Dreizügigkeit spätestens 2018 erreicht.“ Die Politik hält zwei Szenarien für möglich, wo die eine gemeinsame Grundschule im Kernort stehen wird. Für die Umsetzung am derzeitigen Standort der Salzhemmendorfer Grundschule werde zu prüfen sein, „ob und wie die erforderlichen Rahmenbedingungen für den beschriebenen dreizügigen Schulbetrieb realisiert werden können oder ob ein Alternativstandort im Zentralort sinnvoller und wirtschaftlicher sein kann“. Angestrebt wird eine Zusammenarbeit mit der Kooperativen Gesamtschule, die sich auch aus des in Folge des demografischen Wandels zu erwartenden Rückgangs der Schülerzahlen an der KGS und die dort mit Sport- und Schwimmhalle sowie Busanbindung vorhandene Infrastruktur ergeben würde. „Trotz angestrebter Zusammenarbeit mit der KGS muss der zentrale Grundschulstandort den Charakter einer eigenständigen überschaubaren Schule haben“, heißt es in dem Konzept.

Ausdrücklich betont Müller, er hoffe, „dass sich die engagierten Leute vor Ort nicht vor den Kopf gestoßen fühlen“, und meint damit die Eltern, die sich an ihren jeweiligen Schulen mit hohem freiwilligen Einsatz für Schulhofgestaltung, pädagogische Konzepte oder die Realisierung von Ganztagseinrichtungen starkgemacht haben. Der Gemeinderat habe eine Gesamtverantwortung für Kinder und Eltern in allen Ortsteilen und über die aktuellen Gegebenheiten hinaus, heißt es in der Begründung für die Pläne.

Karl-Heinz Grießner (SPD), der neben Dietmar Müller, Walter Kramer und Friedrich-Wilhelm Knust (CDU) zu denen gehörte, die die Pläne gestern der Dewezet vorstellten, weiß als Ortsbürgermeister von Wallensen nur zu gut, dass der Weg kein leichter sein wird, er aber unumgänglich sei. Umso wichtiger, dass er gemeinsam gegangen werde – und damit meinen die Politiker nicht nur über die Fraktionsgrenzen hinaus, sondern auch unter Einbeziehung der Eltern und Lehrer. Es sei ein Zeitplan entwickelt worden, der ausreichend Spielraum lasse für die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen der Eltern und Kollegien in den betroffenen Ortsteilen: „Die Schließung einer Grundschule könne auch zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen, wenn die Betroffenen dies übereinstimmend wünschen und die Räumlichkeiten der aufnehmenden Schule dies zulassen oder wenn bereits vor dem genannten Zeitpunkt die Einzügigkeit nicht mehr gegeben ist.“ Der Zeitplan sieht wie folgt aus: Die Grundschule Lauenstein stellt ihren Unterrichtsbetrieb mit Beginn der Sommerferien 2013 ein; die Grundschule Wallensen mit Beginn der Sommerferien 2015. Die Grundschule Oldendorf soll geschlossen werden, wenn die Zweizügigkeit dauerhaft nicht mehr gewährleistet ist; die Einstellung des Unterrichtsbetriebes mit Beginn der Sommerferien 2018 ist beabsichtigt.

Niemand müsse befürchten, dass notwendige Reparaturarbeiten in den Schulen nun nicht mehr erfolgen – „es handelt sich schließlich nicht um einen Grundschul-Beerdigungskatalog“. Die Gebäude würden ja später auch genutzt. Wie – auch das wird noch zu klären sein. Bei der Planung des konkreten Ablaufs der Schließungen sollen die Betroffenen einbezogen werden. Dazu wird es auch Informationsveranstaltungen geben.

Großbaustelle Schullandschaft: Im Flecken Salzhemmendorf sind umfangreiche Veränderungen geplant. Nach den Schließungen der Grundschulen in Lauenstein, Wallensen und Oldendorf soll es 2018 nur noch eine Grundschule im Kernort geben. Wo, ist noch offen.

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Dewezet vom 15.07.2010

Mini-WM in Wallensen

Vier Wochen Fußball-AG liegen hinter ihnen

Mini-WM in der Humboldt-Grundschule Wallensen

Die deutsche Mannschaft bei der Mini-WM. Foto: gök

Wallensen (gök). „So sehen Sieger aus“, skandierten die Schüler auf der Sportanlage in Thüste. Die vier Klassen in der Humboldt-Humboldt Grundschule Wallensen sind fußballverrückt. Jeweils mittwochs in der fünften und sechsten Stunde nach Unterrichtsschluss trainierten die Grundschüler mit der Praktikantin Ann-Katharin Zucher (erprobte Damenfußballerin aus der Nachbargemeinde Duingen) die Regeln und die Technik des Fußballspiels. Auf dem Platz des WTW stellten die Kids beim Mini World Cup ihr Können unter Beweis.

Jede Klasse durfte sich eine Mannschaft der Fußballweltmeisterschaft aussuchen. Die erste Klasse startete in den Farben der Niederlande. Technische Klasse verkörperte die zweite Klasse in den Farben der Spanier. Da sich die dritte Klasse in den letzten Wochen eingehend mit Frankreich beschäftigt hatte, war auch hier die Entscheidung leicht. Und bei einer Weltmeisterschaft im eigenen Land darf natürlich auch der Gastgeber nicht fehlen, der durch die vierte Klasse präsentiert wurde.

Damit die Kinder aus den unterschiedlichen Altersgruppen gegeneinander spielen konnten, starteten die Älteren mit einem Handycap. So bekamen die jüngeren Spieler die Differenz der Klasse, gegen die sie spielen mussten, als Tore gutgeschrieben. Gespielt wurde einmal zehn Minuten mit fünf Feldspielern und einem Torwart. In jeder Mannschaft musste aber mindestens ein Mädchen auf dem Platz stehen. Die überzähligen Schüler feuerten ihre Mannschaft mit Sprechchören oder der berüchtigten Vuvuzela an. Stilecht wurden vor jedem Spiel die Nationalhymnen der jeweiligen Mannschaften abgespielt. Dabei bewies allerdings nur die vierte Klasse ihre Textsicherheit.

Nach den zahlreichen Spielen und einem Geschicklichkeitsparcours konnte die heimische Mannschaft mit den Spielern der vierten Klasse den Titel im eigenen Land gewinnen. Auf die Plätze wurden die Niederlande vor den Spaniern und den Franzosen verwiesen. Geschlagen wurden die Weltmeister dann allerdings im letzten Spiel von einer gemischten Mannschaft aus Eltern und Lehrern der Humboldt-Humboldt Grundschule Wallensen.

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Dewezet vom 15.07.2010

Endlich hat die Schule einen Namen

Tag der offenen Tür an der Humboldt-Humboldt Grundschule Wallensen mit 400 Besuchern

Bürgermeister Grießner enthüllt den neuen Namen der Humboldt-Grundschule Wallensen

Bürgermeister enthült den neuen Namen der Humboldt-Humboldt Grundschule Wallensen. Foto: gök

Wallensen (gök). Mit „Glück auf“ beendete Ortsbürgermeister Karl-Heinz Grießner die Zeit der Humboldt Grundschule Wallensen. In der aktuellen Schuldiskussion könnten viele denken, dass die Schule geschlossen wurde. Doch das Gegenteil sei der Fall. Mit dem neuen Namen Humboldt-Grundschule-Wallensen gehe sie in ein neues Zeitalter.

Seit mehr als 400 Jahren werden in Wallensen Schüler unterrichtet. 1931 wurde das neu gebaute Schulgebäude in der Marienwalder Straße eingeweiht und gab 300 Schülern ein Zuhause. Nach dem Krieg war der Bedarf an Unterrichtsräumen mit den Flüchtlingen aus Schlesien erneut gestiegen. 1965 erhielt die Schule den Anbau. Unterricht wurde damals bis zur neunten Klasse in Wallensen gegeben. Grießner betonte, dass es schon damals Schuldiskussionen gab. Denn die Schüler aus Ockensen und Thüste wollten in ihren Orten unterrichtet werden. Liegen die Orte geographisch ein paar Meter auseinander, sind sie doch mittlerweile freundschaftlich fest verbunden und akzeptierten den Schulumzug, damit die drei Orte für Familien attraktiv bleiben. Die Idee zur Umbenennung hatte der Schulvorstand im vergangenen Jahr. Bei der Europawahl konnten die Bürger aus Wallensen, Thüste und Ockensen über den neuen Namen abstimmen. Die Vorschlagsliste war von Schülern und Bürgern erstellt. Der Name Humboldt steht in diesem Fall nicht für den Naturforscher sondern für die Bezeichnung der ehemaligen Gewerkschaft. Die vom Ortsrat beschlossene Umbenennung der Schule wurde mit einem Tag der offenen Tür gebührend gefeiert. Die Schüler hatten in einer Projektwoche passend dazu die Geschichte des Braunkohletagebaus in Wallensen und Umgebung aufgearbeitet und sich mit der Geschichte des Ortes beschäftigt. Im Theaterraum hatten die 64 Grundschüler ihre Arbeitsergebnisse in einer Ausstellung präsentiert. „Hier wird Geschichte anschaulich“, zeigte sich Nadine Tuitufo von der Ausstellung beeindruckt. Ein alter Bergmann – eine Schaufensterpuppe mit Bergmannsuniform – begrüßte die Gäste. Die konnten sich von der Qualität der alten Braunkohle mit der Lupe überzeugen. Verkauft wurde auch die erste Schülerzeitung der Schule unter dem Titel Humboldt-News. Mit professioneller Hilfe von HEF-Computer aus Gronau wurde eine Hochglanzzeitung erstellt, auf die die kleinen Reporter besonders stolz waren. Schulleiterin Silke Stenger freute sich über die 400 Besucher.

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Dewezet vom 05.03.2010

Nach dem Kindergarten direkt in die Vereinigten Staaten

Physikstudent Michael Richter will als Au-Pair in die USA / Erfahrungen mit Kindern sammelt er in der Grundschule

Physikstudent Michael Richter will als Au-Pair in die USA / Erfahrungen mit Kindern sammelt er in der Grundschule Wallensen

Michael Richter ist auch als Praktikant im Unterricht integriert. Foto: gök

Wallensen / Osterwald (gök). Michael Richter ist Physikstudent. Er studiert ein Fach, das viele eher für langweilig und trocken halten. Als Kontrastprogramm hat er jetzt junge Schüler um sich und sehr viel mehr Trubel als während des Physikstudiums. Aber wie kommt ein 22-jähriger Student auf die Idee, das Uni-Leben gegen ein Praktikum in der Schülerbetreuung in Wallensen einzutauschen? „Drei Jahre nach dem Abitur ist mein Englisch doch ein wenig eingerostet.

Englisch ist für das Masterstudium wichtig, da zum Beispiel viel Fachliteratur nur auf Englisch vorhanden ist.“ Um die Fremdsprache wieder etwas aufzufrischen, will Michael Richter als Au-Pair in die USA. Eine für Männer immer noch ungewöhnliche Art des Auslandsaufenthaltes. Erste Gespräche mit einer Au-Pair-Agentur haben bereits stattgefunden. Damit er einen Nachweis im Kinderumgang vorweisen kann, hat er sich das Praktikum in der Humboldt Grundschule Wallensen ausgesucht. Einige Kommilitonen hatten ihn für die Idee des Au-Pair zunächst belächelt.

Inzwischen überlegen aber einige andere auch, auf diese Art eine Abwechslung vom Studium zu erreichen und gleichzeitig ihr Englisch aufzupolieren. Männer seien tendenziell eher schwerer zu vermitteln, machen die Agenturen klar. Michael Richter ist trotzdem zuversichtlich. „Wer trotz einer so kinderreichen Familie auch noch im Berufsleben den Umgang mit Kindern sucht, der hat doch die besten Argumente für eine erfolgreiche Vermittlung als Au-Pair in Amerika.“ Seit er von zu Hause ausgezogen ist, fehlt ihm schon ein wenig das Familienleben, welches er vor der Uni in Osterwald genossen hat. Denn seine eigene Kindheit war sehr unterhaltsam.

Hat er doch acht Geschwister, von denen auch sieben jünger sind als er selber. Nach dem Physikstudium freut er sich darauf, dass wieder ein bisschen Trubel in seinem Leben herrscht. „Das Studium war sehr trocken und auf Effizienz und Konkurrenzkampf getrimmt. Die meisten meiner Kommilitonen haben sich entsprechend benommen, sodass ich derzeit den Umgang mit den Schülern sehr genieße.“ In den letzten drei Jahren hat er in der Uni Göttingen seinen Physik-Bachelor erreicht. Nach dem Auslandsaufenthalt will er sich auf seinen anschließenden Physik-Master vorbereiten. Als Lehrer zu arbeiten, kann er sich nach diesem Praktikum aber auch vorstellen.

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Dewezet vom 01.03.2010

Für die Grundschüler gehört das Netbook zum Alltag

Erstklässler in Wallensen sammeln erste Erfahrungen mit der Arbeit am Computer / Projekt soll ausgebaut werden

Erstklässler in Wallensen sammeln erste Erfahrungen mit der Arbeit am Computer / Projekt soll ausgebaut werden

Lauric ist fasziniert von dem Lernprogramm, das ihn und seine Mitschüler bis zum Ende der Grundschulzeit begleiten wird. Foto: gök

Wallensen (gök).Computer prägen den Alltag, und in kaum einem Beruf kommen die Menschen noch ohne ihn aus. Dementsprechend hat sich in den letzten Jahren auch der Unterricht in den Schulen geändert. Bereits vor einigen Jahren startete eine Laptop-Klasse in der KGS Salzhemmendorf. Mit diesem Wissen im Hinterkopf kam die Schulleiterin der Humboldt-Grundschule in Wallensen, Silke Stenger, auf die Idee, ein ähnliches Projekt in der Grundschule zu starten.

Der Schulvorstand beschloss, dass bereitstehende Gelder in Höhe von 3400 Euro für die Beschaffung von zehn Netbooks – kleine, aber leistungsfähige Ausführungen von Laptops – und entsprechenden Programme ausgegeben werden. Im vergangenen Jahr wurden dann die Netbooks gekauft und entsprechende Software installiert.

Derzeit kommt nur die erste Klasse in den Genuss der Netbooks. Im ersten Halbjahr gewöhnten sich die Schüler erstmal im normalen Unterricht an die Schule. Im zweiten Halbjahr begann nun der wöchentliche Unterricht an den Netbooks. „Zuerst wurden die Schüler mit den Grundfunktionen des Netbook vertraut gemacht und auf den sorgsamen Umgang mit den teuren Geräten hingewiesen“, erklärt die Klassenlehrerin Astrid Oppermann-Grote. Ein Schüler kann es kaum erwarten: „Frau Oppermann-Grote, können wir jetzt endlich anfangen?“, ruft Jan-Peter. Doch der Reihe nach. Zuerst lässt die Lehrerin einige Regeln zu den neuen Netbooks wiederholen. So gibt es feste Regeln, woran sich die Schüler auch halten. „Beispielsweise wird das Netbook immer mit zwei Händen getragen, oder es wird nur angemacht, wenn es die Lehrerin sagt“, so Klassenlehrerin Astrid Oppermann-Grote. Am Anfang haben die Kinder mit der Lehrerin ausgerechnet, wie viel Taschengeld gespart werden muss, um ein Ersatzgerät zu kaufen. „Weil die Kinder auf ein Ergebnis von rund fünf Jahren kamen, gehen sie auch entsprechend sorgsam mit den Geräten um“, ist Oppermann-Grote von dem Projekt überzeugt. Der wöchentliche Unterricht an den Netbooks ist auf 45 Minuten begrenzt, sodass die Kinder langsam an die Technik herangeführt werden und der normale Unterricht nicht zu kurz kommt.

Computerbegriffe und die Benutzung der Maus werden erklärt. Außerdem arbeiten die Kinder nur mit dem Programm Lernwerkstatt. Dabei arbeiten die Schüler unterrichtsbezogen Aufgaben ab, die der Lehrer vorher festgelegt hat. Die Computer-Arbeit ist nur auf das Programm bezogen, welches die Kinder altersgerecht bis zum Verlassen der Grundschule begleitet. Ziel ist, dass am Ende der Grundschulzeit schon erste kleine Präsentationen beispielsweise im Sachkundeunterricht vorgestellt werden können. Die Schüler erhalten Grundkenntnisse in der Textverarbeitung. „Gefördert wird auch der Zusammenhalt der Schüler. Da sich zwei Schüler immer ein Netbook teilen, gibt es rege Diskussionen, und die Schüler helfen sich gegenseitig bei den Aufgaben.“ Für die künftigen Netbook-Klassen wird noch nach einer Finanzierung gesucht. Die angeschafften Geräte sind nämlich nur für den Gebrauch der jetzigen ersten Klasse vorgesehen. Silke Stenger ist aber zuversichtlich, dass noch mehr Netbooks angeschafft werden können, wenn sich genügend Sponsoren finden.

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Dewezet vom 18.02.2010

Weihnachstzauber ein voller Erfolg

Vereinsvertreter freuen sich über den großen Überschuss, Spende für den Elternverein der Grundschule Wallensen.

Die Vereinsvertreter freuen sich über den großen Überschuss. Foto: gök

Wallensen (gök). Damit haben wohl nur die wenigsten gerechnet. Selbst bei 20 Grad unter Null strömten die Bewohner von Wallensen und den umliegenden Orten am letzten Wochenende vor Weihnachten zum ersten städtischen Weihnachtszauber auf den Hof von Christoph und Mirka Stichnothe. Fast alle Vereine hatten sich an dem Markt beteiligt. Im Vorfeld war besprochen worden, dass die Überschüsse dem Elternverein der Humboldt-Humboldt Grundschule Wallensen zur Durchführung der offenen Ganztagsschule gespendet werden. Jetzt trafen sich die Vertreter vom DRK, dem Schützenverein, der Dorfkultour, dem Freibadverein, der Feuerwehr, dem Männergesangverein, dem Kindergarten, dem Jugendtreff und den Vertretern von Elternverein in der Schule in Wallensen. Die Vereine und Familie Stichnothe übergaben dem Elternverein und der Schulleiterin Silke Stenger insgesamt rund 2000 Euro. „Damit steht die Finanzierung der Nachmittagsbetreuung jetzt auf gesunden Füßen“, so Heike Liberti, Vorsitzende des Elternvereins. Alle Beteiligten sind sich einig, dass auch in diesem Jahr der Weihnachtszauber auf dem Hof von Familie Stichnothe durchgeführt werden soll. Als Termin ist erstmal der 18. Dezember vorgemerkt worden.

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Dewezet vom 16.02.2010

Christiane Wilken-Thiele verabschiedet

Verabschiedung Christiane Wilken-Thiele

Christiane Wilcken-Thiele wird von Schulleiterin Silke Stenger verabschiedet.Foto: gök

Wallensen (gök). Die Humboldt Grundschule Wallensen hat Christiane Wilcken-Thiele verabschiedet: In den Anfangsjahren ihres Berufslebens hatte sie im Bereich Göttingen/Seesen gearbeitet; 1975 wurde sie dann als Grund- und Hauptschullehrerin nach Salzhemmendorf an die KGS versetzt. Nach einigen Jahren erfolgte 1982 die Versetzung an die Humboldt Grundschule Wallensen. Die Lehrerin war nicht nur bei ihren Schülern beliebt, ihr Kollegium wählte sie auch zur Vertreterin des Personalrats. Für die Kinder der jetzigen zweiten Klasse war es kein leichter Abschied. Als Überraschung hatten sie eine kleine Tanzaufführung einstudiert.

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Dewezet vom 12.01.2010

Stühlerücken – aus alt mach neu

Aufgemöbelte Sitzgelegenheiten in Wallensen als Geburtstagsthron

Die Geburtstagsstühle werden überreicht

Wallensen (gök). Jedes Jahr werden an den Grundschulen im Flecken zahlreiche Stühle ausgemustert. In Wallensen bekommen die ausgesonderten Stühle meist im Werkraum noch ihr Gnadenbrot, weil hier auch mal Farbe danebengeht und auf dem Stuhl landet. Die Kinder der dritten Klasse brachte dies auf eine Idee: Warum nicht mal absichtlich Farbe auf die Stühle bringen? Silke Stenger, Schulleiterin, die auch Werken unterrichtet, unterstützte die Idee der Kinder sofort. Zunächst mussten vier Wochen lang die Stühle mühsam abgeschliffen werden, damit die Farbe später auch hält. Die Kinder haben sich dann in Gruppen aufgeteilt und jeweils eine Klasse ausgesucht, die sie dann beschenken wollten. Die Stühle wurden in Serviettentechnik mit verschiedenen Motiven wie Strand und Meer, Froschkönig oder auch Bambis beklebt und anschließend lackiert.

Im Rahmen einer Feier wurden den vier Klassen der Grundschule in Wallensen die Geburtstagsstühle übergeben. Sie stehen künftig in den Klassenräumen und werden nur zu besonderen Anlässen genutzt.

Die Stühle werden nur bei besonderen Anlässen genutzt. Wenn ein Kind Geburtstag hat, darf es an diesem Tag auf dem besonderen Stuhl sitzen. Oder aber er wird als Vorlesestuhl verwendet.

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Dewezet vom 23.12.2009

Eistorte zur gelungenen Premiere

Erster Weihnachtsmarkt mit 500 Gästen als Benefizveranstaltung

Die beiden Weihnachstengel Miriam und Sandra

Die beiden Weihnachtsengel Miriam und Sandra vom Freibadverein verteilten kleine Leckereien. Foto: gök

Wallensen (gök). Bei der Begutachtung ihres Bauernhofes kamen Mirka und Christoph Stichnothe auf die Idee, den ersten Wallenser Weihnachtsmarkt anzuschieben. Der Innenhof bot fast komplett eine Überdachung im Rund, so dass Verkäufer noch nicht mal für ein Dach sorgen müssten. Schnell waren die örtlichen Vereine von der Idee überzeugt. Bei der ersten großen Vereinsversammlung kam der Gedanke auf, etwas Gutes zu Weihnachten zu tun und die Einnahmen komplett zu spenden. Aufgrund der aktuellen Situation der Grundschule lag der Gedanke nahe, die Einnahmen zugunsten der Nachmittagsbetreuung dem Elternverein zu spenden.

Doch dass der Weihnachtszauber, so der Name des Marktes, so gut ankommen würde, hätte auch das Ehepaar Stichnothe nicht gedacht. Trotz eisiger Temperaturen von fast 20 Grad unter null besuchten an die 500 Menschen aus meist nahegelegenen Orten den kleinen romantischen Weihnachtszauber. Dabei verbreitete auch die Scheune, in der das DRK seine Kaffeetafel aufgebaut hatte, ein einzigartiges nostalgisches Flair. Allerdings konnten die meisten Gäste der Kaffeetafel ihren Kuchen eher lutschen. Denn die leckeren Torten waren bei den Temperaturen fast gefroren. Naturgemäß war am Glühweinstand dann natürlich am meisten los. Kurzfristig bot der Jugendtreff auch noch Kakao an. So musste bereits nach drei Stunden Nachschub besorgt werden, da die Vorräte an den Getränkeständen aufgebraucht waren.

Für Last-Minute-Geschenkesucher waren auch einige kleine Bastelstände da. Gastgeberin Mirka Stichnothe bot das erste Mal auf einem Markt ihre Honig-Produkte an und zeigte sich erfreut über die große Nachfrage. So waren zum Schluss alle vorbereiteten Geschenke verkauft. Kinder durften Honigkerzen herstellen und behalten. Auch das Team der Kindertagesstätte bot eine Möglichkeit zum Basteln an – da machten sogar Erwachsene mit.

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Dewezet vom 23.12.2009

Gelungene Weihnachtsfeier des DRK Wallensen

Gelungene Aufführung der Theater und Flöten AG beim DRK

Foto: gök

Wallensen (gök).Es ist mittlerweile schon Tradition geworden, dass Rosemarie Brostedt als Vorsitzende des DRK Wallensen die Kinder der Humboldt Grundschule Wallensen zu einem Auftritt bei der Weihnachtsfeier einlädt.
Im Gänsemarsch zog die Flöten-AG zu CCC, Sambafee in das Gemeindehaus in Wallensen ein. Die betreuenden Lehrer Astrid Oppermann-Grote und Kordula Röhr hatten sich abgesprochen.

Direkt nach dem Einzug begann das Theater-Stück Schneewittchen. Zwischen durch wurde „Auf dem Bergle“ geflötet. Nach zwei Zugaben spielten die Flöten-Spielerinnen zum Ausmarsch wieder CCC, Sambafee, nachdem sie vom Nikolaus Geschenke bekommen hatten.

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Dewezet vom 23.12.2009

Wallensens Eltern haben viel vor

Ganztagsbetreuung startet im Februar / „School of Rock“ erfolgreich

Heike Liberti und Silke Stenger (vorn Mitte) mit dem Vorstand des Elternvereins sowie Elternvertreter Jens Kottlarz

Heike Liberti und Silke Stenger (vorn Mitte) mit dem Vorstand des Elternvereins sowie Elternvertreter Jens Kottlarz. Foto: gök

Wallensen (gök). Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Elternverein der Humboldt Grundschule Wallensen. Wie die erste Vorsitzende Heike Liberti berichtete, gab es neben den regelmäßigen Veranstaltungen wie dem gesunden Frühstück zahlreiche Einzel-events. Aktiv dabei waren die Eltern in diesem Jahr unter anderem beim Weberpokalschießen, beim Stadtfest und bei der Europawahl. Als Highlight nannte Liberti das Benefizkonzert „School of Rock“. „Die zahlreichen Bands sorgten für Begeisterung unter den Besuchern. Insgesamt spülte das Konzert bei einem Umsatz von 5000 Euro rund 1500 Euro in die Kasse des Elternvereins.“ Hilfreich unterstützte der Elternverein damit die Schule beim Kauf von Computern und der Ausstattung der Schulküche.

Jetzt steht die Offene Ganztagsschule im Mittelpunkt der Arbeit des Elternvereins. Voraussichtlich zum 1. Februar 2010 startet die Ganztagsschule in Wallensen. Der Elternverein wird die Trägerschaft bis zum Sommer wahrnehmen, ehe sie an die Schule übergeben wird. „Dazu sind noch einige Investitionen nötig“, berichtet Liberti. So sollen die Erlöse vom Weihnachtsmärchen und von einer Sommerveranstaltung für weitere Anschaffungen in der Schule verwendet werden, Auch die örtlichen Vereine beabsichtigen, ihre Einnahmen vom ersten Weihnachtsmarkt in Wallensen für die Ganztagsschule zu spenden. Im Sommer wird wieder ein Tag der offenen Tür unter Mitgestaltung des Elternvereins in der Schule stattfinden.

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Dewezet vom 21.12.2009

Auch die sieben Geißlein haben Nachmittagsbetreuung nötig

Elterntheater schreibt Märchen auf lokale Verhältnisse um

Die Ziegenkinder bei ihrem Freudentanz

Die Ziegenkinder bei ihrem Freudentanz. Foto: gök

Wallensen (gök). „20 Euro mehr Ziegengeld. Für eine Ziegenmutter ist alles nicht so einfach ohne Nachmittagsbetreuung.“ Bezug nehmend auf die anstehende Erhöhung des Kindergeldes und die Wallenser Nachmittagsbetreuung in der Grundschule startete die Ziegenmutter Heike Liberti die moderne Version von „Der Wolf und die sieben Geißlein“ der Laienspielgruppe des Kindergartens Stoppelhopser in der Humboldt Grundschule Wallensen.

Bereits in der neunten Auflage beeindruckte die Gruppe schauspielernder Eltern mit ihrer Verquickung von Märchen und modernen Themen. Die sieben Ziegen stellten wieder Personen des öffentlichen Lebens dar. So spielten zum Beispiel die Ziegen Guido und Angela mit, die eine Karriere als Politiker anstreben, wenn sie groß sind. Beeindruckt zeigten sich die rund 400 Besucher in den zwei Vorstellungen des Theaterstücks von den aktuellen Themen in dem Stück.

So teilten die kleinen Ziegen dem Publikum auch ihre Sorgen mit: „Alle Schweine haben die Grippe, und danach sind bestimmt die Ziegen dran!“ Gefeiertes kulturelles Highlight der beiden Aufführungen waren die Sangesdarbietungen des bösen Wolfs – Frank Liberti – in unnachahmlicher Art. Im Smokie-Stil war er „Tür an Tür mit Ziegen“. „Ziegen, Ziegen, ich fresse gerne Ziegen“, sang das Publikum begeistert mit. Sobald aber die Ziegen einen Angriff überstanden haben oder aus dem Bauch des Wolfs befreit wurden, führten diese ihren Freudentanz auf. Passend zur Melodie vom Ententanz sangen sie: „Mecker, mecker, mecker, meck, der Wolf ist weg, weg, weg.“ Schnell hatten sich bei den Kindern in den ersten Reihen Ohrwürmer gesetzt und die meisten sangen das Lied noch nach der Vorstellung.

Zu den üblichen Verdächtigen der Schauspieltruppe wie Tamara Biskup, Bettina Schulz, Frank und Heike Liberti, Doreen Steputat, Sabine Wölfer, Helga Anders, Ramona Lampe oder Dagmar Pommerening gesellten sich diesmal auch zwei neue Gesichter dazu. Ulla Ilse und Anke Harstick spielten zwei Ziegen und sind vielleicht auch im nächsten Jahr dabei.

Nichtsdestotrotz sucht die Gruppe immer wieder Erwachsene, die Lust und Laune haben, bei einem modernen und teilweise politischen Theaterstück mitzuwirken. Hier kann man Personen des öffentlichen Lebens durch die Blume auch mal etwas „Nettes“ sagen. Wie immer kommen die Einnahmen aus dem Kartenverkauf und der Kaffeetafel einem Verein aus dem Ostkreis zugute. In diesem Jahr wurde der Gewinn von 430 Euro dem Elternverein der Humboldt Grundschule Wallensen zur Durchführung der Nachmittagsbetreuung gespendet.

Sorgt wieder für viele Lacher: Ziegenmutter Heike Liberti.

Sorgt wieder für viele Lacher: Ziegenmutter Heike Liberti. Foto: gök

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Dewezet vom 12.12.2009

Ja zur Ganztagsschule in Wallensen – doch weiter Streit um Schließungen

Eltern bangen kurzzeitig um positives Votum / Heftige Kritik an der Verwaltung

 

Salzhemmendorf (hen). Für einen Moment hielt Jens Kottlarz den Atem an: Der Vertreter des Wallenser Schulvorstandes hatte damit gerechnet, dass der Beschluss zur Ganztagsschule genauso schnell und ohne Diskussion wie zuvor das „Ja“ zur Namensänderung der Schule in „Humboldtschule“ erfolgen würde. Schließlich war das Konzept in den zuständigen Gremien ausführlich vorgestellt und beraten worden.

Doch nachdem SPD-Fraktionschef Walter Kramer sich zu Wort gemeldet hatte und dabei betonte, dass die Entscheidung für die Einrichtung der Ganztagsschule keinen Einfluss auf spätere Schulstandorte haben dürfte, erhob sich Helmut Schmiedekind. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende erklärte, er könne nicht vorbehaltlos zustimmen. Gleichwohl halte er das Engagement der Eltern für „bemerkenswert und lobenswert“. Er gab jedoch zu bedenken, dass ein Schulentwicklungskonzept längst überfällig sei. Mit Blick auf die demografische Entwicklung müsse allen Beteiligten klar sein: Bei einer prognostizierten Zahl von 60 Geburten sei nur eine und gut funktionierende Grundschule möglich – „dazu wird es nicht kommen, aber vier Grundschulen werden wir auch nicht halten können“.

Schmiedekind appellierte, man müsse „mal zur Kenntnis nehmen“, dass von ursprünglich 12000 Einwohnern schon bei der nächsten Wahl nur 10000 blieben, was auch Auswirkungen auf die Größe von Rat und Ortsräten nach sich ziehe. „Das sind Fakten“, so der Grüne, der sich dafür den Vorwurf von Karl-Heinz Grießner (SPD und selbst engagierter Wallenser) einhandelte, ausgerechnet Schmiedekinds Partei trete als Demografie-Mahner auf, statt sich für den Erhalt der Infrastruktur einzusetzen. „Ich dachte, die Sache wäre klar“, zeigte sich der Sozialdemokrat enttäuscht: „Dann dürfte man auch in Oldendorf nicht so viel investieren.“ Eckhard Füllberg, stellvertretender CDU-Chef, erklärte für die Gruppe, es gehe hier nicht um Schulstandorte und appellierte wie Marita Schütte (CDU), schon angesichts des Elternengagements und der Einstimmigkeit im Ortsrat die Ganztagsschule „auf den Weg zu bringen.“ Dietmar Müller sprang seinem Fraktionskollegen zur Seite und betonte: „Wir Grünen haben keinen Fraktionszwang.“

Müller sei für den Beschluss, mahnte aber: „Warum tun wir immer so, als ob es den demografischen Wandel nicht gäbe?“ Die Diskussion wurde immer heftiger geführt; Udo Stenger (BWG) warf der Verwaltung vor, sie sei nicht in der Lage, die von der Politik gewünschten Fachleute zusammenzubringen, um eine Entscheidung über die Zukunft der Schulstandorte sachgerecht vorzubereiten: „Seit vier Jahren beschäftigen wir uns mit dem Thema und kommen nicht weiter. Je näher wir an die Kommunalwahl rücken, umso schwieriger wird das.“ Erstaunte Gesichter und schließlich auch deutliche Kritik erntete Bürgermeister Martin Kempe, als er erklärte, die Verwaltung bemühe sich um die entsprechenden Schulexperten, dies sei aber äußerst schwierig. Stenger: „Das war eine Bankrotterklärung.“ Erst Reinhold Breyers (SPD) Appell, die Argumente seien ausgetauscht, beendete die emotional geführte Debatte.

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Dewezet vom 02.12.2009

Am Nachmittag arbeiten die Lehrer ehrenamtlich

„Das ist in Niedersachsen wohl einmalig“: Udo Stenger sieht deshalb schon Proteste der Verbände

 

Wallensen (gök). „Ein gutes Konzept versetzt Berge. Zwischen den Zeilen erkenne ich großes Engagement“, so Henning Pieper über das Konzept der Humboldt Grundschule Wallensen zur Offenen Ganztagsschule. Nach der Diskussion in den anderen Gremien warb Ortsbürgermeister Fritz Köhne, Ortsbürgermeister von Wallensen, auch im Schulausschuss für die Nachmittagsbetreuung, die „Trend der Zeit und Weg in die Zukunft“ sei. Hierüber waren sich parteiübergreifend alle Mitglieder des Ortsrates Wallensen einig. Dietmar Müller begrüßte die Gleichbehandlung unter den Schulen, da ja die Grundschulen in Oldendorf und Salzhemmendorf bereits den erfolgreichen Weg der Nachmittagsbetreuung gehen. Dennoch hinterfragte er das Konzept auf seine Langlebigkeit.

Seine Sorge sei, dass sich eventuell nicht genug Kinder zu einer Betreuung zusammenfinden und daher die Betreuung nicht wirtschaftlich wäre. Hier konnte Torsten Köhler – als Vertreter der Grundschuleltern im Ausschuss – aber beruhigen. Nach seinen Erfahrungen verlaufen Betreuungsangebote am Anfang meistens schleppend.

In den umliegenden Grundschulen wie Salzhemmendorf, Oldendorf oder Mehle sind jedoch rund 30 Prozent der Kinder in einer Nachmittagsbetreuung. Dies zeige einfach auch den Trend, da es viele Alleinerziehende oder berufstätige Eltern gibt. Von anfänglichen Flauten darf man sich nicht beirren lassen, sondern sollte eine Kontinuität anbieten, damit die Eltern sich darauf verlassen können.

Silke Stenger, Schulleiterin in Wallensen, und Jens Kottlarz vom Schulvorstand stellten das Konzept vor. Eine Betreuung ist bis 17 Uhr vorgesehen.

Besonders beachtenswert sei der Einsatz der Lehrer. Jeder Pädagoge hilft wöchentlich ehrenamtlich eine Stunde am Nachmittag mit und „geht so mit gutem Beispiel voran“, so Kottlarz.

Udo Stenger (BWG) befürchtet hier aber Proteste von Lehrerverbänden, da das wohl einmalig in Niedersachsen ist. Eine Befürwortung des Antrages stand für ihn aber nicht infrage, „da Land, Landkreis und Kommune für eine Vormittagsversorgung in der Schule pro Jahr 260000 Euro ausgeben und eine Nachmittagsbetreuung maximal 10000 Euro kosten würde.“

Bei entsprechendem Bedarf startet der Elternverein das Angebot zum 1. Februar 2010. Hierbei würden dann allerdings Kosten von bis zu 60 Euro plus Essensgeld entstehen, da der Elternverein der Träger wäre. Die kostenlose offene Ganztagsschule – Essensgeld extra – würde ihren Betrieb dann zum neuen Schuljahr beginnen, da das anders rechtlich nicht möglich wäre.

Der Schulausschuss gab dann einstimmig den Vorschlag an den Rat weiter, den Antrag zu genehmigen und eine Nachmittagsbetreuung zu ermöglichen.

Die Identifikation der Schule wird komplettiert durch den neuen Namen der Schule. Anlässlich der Europawahl stimmten die Bürger aus dem Ostkreis auch über den neuen Schulnamen ab. Hierbei setzte sich der Name Humboldt-Humboldt Grundschule Wallensen bei knapp 500 abgegebenen Stimmen eindeutig durch. Den Vorschlag zur Namensänderung gibt der Schulausschuss jetzt auch an den Rat weiter.

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Dewezet vom 25.11.2009

In Wallensen sind kleine Brückenbauer am Werk

Streitschlichter an der Grundschule: Mädchen und Jungen lernen, Konflikte selbst zu bewältigen / 18 Stunden Ausbildung

Zusammen mit der Lehrerin arbeiten die Schüler das Programm aus

Zusammen mit der Lehrerin arbeiten die Schüler das Programm aus. Foto: gök

Wallensen (gök). An der Grundschule in Wallensen sind seit einiger Zeit kleine Brückenbauer unterwegs. Die Rede ist von Streitschlichtern, die sich momentan in einem Workshop zu Streitschlichtern ausbilden lassen und dann „Friedensbrücken“ bauen. Neun Mädchen und Jungen der dritten Klasse nehmen an drei Wochenenden an diesem Workshop teil. Die Ausbildung ist Teil des Konzeptes zur Gewaltprävention an der Schule.

„Unser Konzept beruht auf der Annahme, dass gleichaltrige Kinder untereinander Konflikte wirkungsvoller und anhaltender bearbeiten. Hierbei spricht man von einer Peer-Mediation“, berichtet Astrid Oppermann-Grote, ausgebildete Mediatorin und Leiterin des Workshops. Das Ziel sei, die Eigenverantwortlichkeit der Schüler im Umgang mit Konflikten und die Selbstständigkeit bei der Lösungsfindung zu entwickeln und zu fördern.

In der insgesamt 18-stündigen Ausbildung erwerben die Kinder wichtige kommunikative Fähigkeiten, vertiefen ihre Empathiefähigkeit und lernen, besser mit Aggressionen umzugehen. Nach ihrer Ausbildung werden die Streitschlichter in den großen Pausen ihren Mitschülern bei der Klärung von Konflikten zur Seite stehen. An jedem Freitag können die Streitschlichter an einer Supervision mit Lehrerin Astrid Oppermann-Grote teilnehmen, um Schwierigkeiten zu besprechen, die Ausbildungsinhalte aufzufrischen oder Fragen zu klären.

In weiterführenden Schulen sind Streitschlichterprogramme schon nichts Besonderes mehr. Doch Grundschulen mit Streitschlichtern wie in Wallensen gibt es bislang nur sehr wenige. 

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Dewezet vom 04.11.2009

Schule als Lebensraum – auch ganztags

Wallenser möchten ab Frühjahr 2010 Nachmittagsbetreuung einführen / Beratung in der Politik

Für die Einführung der Ganztagsbetreuung müssten in Wallensen keine Umbauten getätigt werden, meint der Schulvorstand.

Für die Einführung der Ganztagsbetreuung müssten in Wallensen keine Umbauten getätigt werden, meint der Schulvorstand.

Wallensen (hen/gök). „Miteinander leben – miteinander lernen“, lautet das Schulleitbild der Humboldt Grundschule Wallensen. Nach dem Grundsatz „Leben wie in einer Familie“ soll nun auf Betreiben des Schulvorstands eine Ganztagsbetreuung eingeführt werden – unterstützt von Institutionen, der Kinder- und Jugendhilfe und Organisationen aus Kultur und Sport, „die gemeinsam eine Lernkultur schaffen, die die Kinder unterstützt“, so Jens Kottlarz vom Schulvorstand.

Auch die Lehrer versprechen sich von dem Nachmittagsangebot eine weitere Verbesserung der Bildungsqualität und noch mehr individuelle Förderung. Als Ziel hat sich der Schulvorstand gesetzt, dass sich der „Ganztag“ nicht um eine reine Betreuung handelt, „sondern sich ein Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum für die Kinder bildet“, so Kottlarz.

Der Schulstandort Wallensen habe den Vorteil, dass für einen Ganztagsbetrieb keine Baumaßnahmen wie bei anderen Schulen notwendig seien. Räume wie Küche, Betreuungsraum oder Theaterraum seien bereits vorhanden. Das gemeinsam mit Schulleiterin Silke Stenger erarbeitete Konzept sieht vor, dass nach dem normalen Unterricht bis 13.15 Uhr Zeit genug für ein Mittagessen ist, das von der Kindertagesstätte Stoppelhopser geliefert werden kann. Derzeit steht noch nicht endgültig fest, wie lange die Betreuung am Nachmittag dauern soll. Wahrscheinlich ist aber eine Betreuungszeit bis 17 Uhr, die natürlich nach Absprache auch verkürzt werden kann, um berufstätigen Eltern größtmögliche Flexibilität zu ermöglichen.

Das Angebot soll – nach Zustimmung in den entsprechenden politischen Gremien – bereits im Frühjahr 2010 verwirklicht werden. Zunächst würden auf die Eltern Kosten von etwa 60 Euro im Monat plus Mittagessen zukommen. Ab dem neuen Schuljahr im Sommer würden die 60 Euro dann wegfallen, da die Verlässliche Humboldt Grundschule Wallensen dann in eine Offene Ganztagsschule übergehen und entsprechende staatliche Förderung erhalten würde – eine Bewilligung des Antrags vorausgesetzt.

Der Schulträger – in diesem Fall die Gemeinde – muss dem Ansinnen zustimmen; dazu muss die Politik ein Meinungsbild abgeben. Zunächst berät der Ortsrat das Thema in seiner Sitzung am 10. November (Beginn 19 Uhr, WTW-Sportheim Thüste). „Natürlich will man mit einem Ganztagsangebot auch den Schulstandort stärken“, sagt Gemeindebürgermeister Martin Kempe auf Anfrage – vor dem Hintergrund der immer wieder aufkommenden Diskussion um mögliche Schulschließungen, wie sie in anderen Gemeinden bereits vollzogen werden.

Der Bürgermeister hält auch den Zeitpunkt für bewusst gewählt: „Wir sind kurz davor, in einer Arbeitsgruppe über die Zukunft der Schulstandorte zu diskutieren.“ Das heiße aber nicht, dass man dem geplanten Ganztagsangebot negativ gegenüberstehe – im Gegenteil: „Sollte der Antrag kommen, werden wir alles dafür tun, was wir können“, sagt Kempe und fügt hinzu: „Solange wir vier Schulstandorte haben, kann ich nur dafür sein, dass es dort auch Qualität gibt.“

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Dewezet vom 17.9.2009

Lecker: Jetzt kann in der Humboldt Grundschule Wallensen gekocht werden.

Abschmecken der Spaghetti-Soße durch Christiane Wilcken-Thiele.

Abschmecken der Spaghetti-Soße durch Christiane Wilcken-Thiele. Foto: gök

Wallensen (gök). Als Matthias Post den Keller der Humboldt Grundschule Wallensen betrat, fühlte er sich gut 25 Jahre zurück versetzt. Kaum etwas hatte sich am Inventar seit seiner Schulzeit geändert. Doch unter anderem durch seine Hilfe entstand ein neu gestalteter Keller mit einer Wohnküche und Werkraum.

 Die Schulleiterin Silke Stenger hatte sich zusammen mit dem Schulvorstand vorgenommen, zumindest die Küche und den Werkraum im Keller in den Sommerferien schon mal zu sanieren. Die Grundschule plant zurzeit an einer Machbarkeit der Ganztagsbetreuung. Unterstützung erhält sie durch die ortsansässige Kindertagesstätte Stoppelhopser, im Haushalt des Fleckens wurden 5000 Euro für Ausstattung und Mobiliar zur Verfügung gestellt. Die Baumaßnahmen selber schlugen mit 1500 Euro zu Buche.

 Hierfür konnte Stenger zahlreiche Sponsoren gewinnen, so die Sparkasse Weserbergland, die Volksbank am Ith, die Firma DanForm, e.on Westfalen-Weser, Fachbetrieb Fassmann, Firma Roloff, Hagebaumarkt Salzhemmendorf, Firma Oppermann, Schülerforum Salzhemmendorf und Firma Pommerening.

 Auch von den engagierten Eltern der Schule halfen einige wie zum Beispiel Matthias Post, Jens Kottlarz und Jürgen Tripke. Im neuen Schuljahr entstand jetzt die Koch-AG, in der insgesamt acht Kinder alle zwei Wochen neue Gerichte unter Leitung von der Lehrerin Christiane Wilcken-Thiele kennenlernen. Für die Zukunft werden noch Erwachsene aus dem Ostkreis gesucht, die Lust haben, ab und zu mal mit den Kindern zu kochen und einen Koch-Club in der Schule zu gründen.

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Dewezet vom 27.08.2009

Bei Schulschließung droht den Familien Stress

Eltern hoffen weiter auf Unterricht in Wallensen / Schülerzahlen sinken bis 2014 auf 49 Kinder

Die Computer werden gleich getestet

Hoffen, dass die Schule erhalten bleibt: (v.li.) Miriam Wecke, Lilith Wecke, Arnika Stapel, Maja Stapel, Dennis Wecke, Maik Stapel und Hund Bono.Foto: gök

Wallensen (sto). Dennis und Miriam Wecke haben vor drei Jahren ihr Traumhaus in Wallensen gebaut. In der Nachbarschaft gibt’s alles, was eine kleine Familie so benötigt: Einen Supermarkt für die Einkäufe, zum Haareschneiden ist der Frisör nicht weit weg, und der Arzt ist auch gleich um die Ecke. In der Gastwirtschaft kann man die Seele baumeln lassen, und um das Geld muss man sich in der Bank vor Ort auch keine Sorgen machen. Und auch die Kinder sind gut aufgehoben in Kindertagesstätte oder der Schule – jedenfalls noch.

Bei immer kleiner werdenden Schülerzahlen werden die Debatten über mögliche Kombiklassen oder gar Schulschließungen immer lauter. „Trotz niedriger Schülerzahlen muss die Schule bleiben“, sind sich die Weckes einig. „Es besteht auch eine Verantwortung gegenüber den Menschen, die ihre Häuser nicht so einfach verkaufen können und wollen.“

In diesem Jahr wurde noch eine verhältnismäßig normale Klasse mit 17 Schülern frisch eingeschult. Ob aber die 14 Monate alte Tochter der Weckes, Lilith, noch in den Genuss einer Schule im Dorf kommt, ist ungewiss. Im Fall einer Schließung könnte die Familie mit einer Busfahrt in einen anderen Ort leben. Doch wichtiger wäre ihnen die Betreuung. Denn beide arbeiten, damit sie ihr Haus finanzieren könnten. Betreut werden könne die Kinder von den in Thüste lebenden Großeltern, ginge Lilith jedoch in einem anderen Dorf zur Schule, wäre die Organisation dann sehr groß. Eine schulische Betreuung lehnen die Weckes nämlich ab. Dennis Wecke: „Gerade die örtlichen Politiker aus dem Rat sind hier gefordert. Die Pisa-Studie hat doch gezeigt, wie wichtig das Lernen in einem guten sozialen Umfeld ist. Große Klassen bringen gar nichts. Wir haben uns vor dem Bau unseres Hauses mit Politikern aus dem Ortsrat unterhalten. Dabei war immer die Rede davon, dass die Schule nicht geschlossen wird.“

Derzeit gehen in der Humboldt Grundschule Wallensen 60 Schüler in den Unterricht. Für das Jahr 2014/15, wenn also Tochter Lilith eingeschult werden würde, prognostiziert der Landkreis 49 Schüler. Aufgrund des großen und günstigen Immobilien- und Grundstücksangebotes haben sich in Wallensen, Thüste oder Ockensen nicht nur die Weckes niedergelassen, sondern zum Beispiel auch Arnika und Maik Stapel. Das Pärchen hat im Jahr 2000 ein Haus in Wallensen gekauft. Ihre zweijährige Tochter bekommt demnächst noch ein Geschwisterchen. Betreuungspersonen für die Kinder haben die Stapels im Ort. Von einer Schulschließung wären auch sie betroffen. „Das Schließen der Schule würde eine Kettenreaktion auslösen“, sind sie sich sicher. Konkret befürchten sie, dass die Infrastruktur sich verändert und sie sich ein zweites Auto kaufen müssten, was so im Finanzplan eigentlich nicht vorgesehen war.
Die Familien können wohl nur hoffen, dass die Schülerzahl konstant bleibt, damit sie sich mehr Gedanken über den neuen Garten und das Haus machen können als über die Frage nach einem Schulplatz.

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Dewezet vom 29.06.2009

Gemeinde reagiert auf die sinkenden Schülerzahlen

 

Salzhemmendorf (sto). Der demografische Wandel zeigt so langsam aber sicher seine Auswirkungen: bundesweit sinken die Schülerzahlen – auch die Grundschulen im Flecken Salzhemmendorf bleiben von diesem Trend nicht verschont. Aber wie soll mit der Situation umgegangen werden? Und welche Konsequenzen müssen gezogen werden?

Um das herauszufinden, schlägt die Verwaltung allen Beteiligten vor, ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept zu entwickeln. Dort sollen verschiedene Themenschwerpunkte auf breiter Basis behandelt und konsensfähige Ziele erarbeitet werden. Dieser Vorschlag wurde vom Ausschuss für Schulen, Jugend, Senioren, Sport und Soziales einstimmig befürwortet.

Das Konzept soll von einer Gruppe erarbeitet werden, die sich aus vier Elternvertretern (je zwei pro Grundschule), den vier Leitern der Grundschulen Salzhemmendorf, Wallensen, Lauenstein und Oldendorf, vier Lehrern, zwei Vertretern aus dem pädagogischen Bereich der Kindertagesstätten, neun Mitgliedern des Gemeinderats, vier Vertretern der Verwaltung sowie Vertretern der Landesschulbehörde zusammensetzt. Auch die KGS soll in die Arbeit mit eingebunden werden.

Objektivität gewährleisten

Die Gruppe soll von einer externen Person moderiert werden, die keine Verbindungen zur Schule hat, um Objektivität zu gewährleisten. Erste Vorgespräche seien bereits mit dem Regionalmanager der Leader-Region, Heiko Wiebusch, von der Planungs- und Ingenieurgesellschaft (GfL) Hameln, geführt worden. „Wir können froh sein, dass es mit der Entwicklung des Gesamtkonzepts nun endlich losgeht“, sagte Udo Zelck, Leiter der Grundschule Salzhemmendorf.

Themenschwerpunkte, die in den vergangenen Jahren im Grundschulbereich entstanden sind, sind unter anderem: die Bewertung der zukünftigen Schülerzahlen im Flecken Salzhemmendorf, Vorschläge von Maßnahmen, die aufgrund der Schülerzahlen getroffen werden müssen, die Überprüfung der Schulbezirke im Flecken Salzhemmendorf, die sonderpädagogische Grundversorgung (unter Einbeziehung der Spiegelbergschule Coppenbrügge), die Hochbegabtenförderung sowie die Bildung eines Schulverbunds der Grundschulen Salzhemmendorf, Lauenstein, Wallensen und Oldendorf.

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Dewezet vom 27.06.2009

Elternverein spendiert neue Computer

Sechs Rechner für die Humboldt Grundschule Wallensen

Die Computer werden gleich getestet

Die neuen Computer werden gleich von Schülern getestet. Foto: sto

Wallensen (sto). Spendabel war der Elternverein der Humboldt Grundschule Wallensen wieder einmal. Mit Hilfe einer großzügigen Spende konnten sechs Rechner und Flachbildschirme zur teilweisen Erneuerung des Computerraums angeschafft werden.

Die Rechner wurden beschafft und von Harald Einecke, dem Geschäftsführer von N21 (Neue Medien an Niedersachsens Schulen) übergeben. N21 ist ein Aktionsprogramm, das Schulen mit Medien ausstattet und bei seiner Gründung vor neun Jahren bundesweit Pilotcharakter hatte. „Unsere bereits vorhandenen Computer sind veraltet. Insgesamt benötigen wir etwa 15 neue“, so Schulleiterin Silke Stenger. Nach den Ferien werden voraussichtlich 62 Schüler die Humboldt Grundschule Wallensen besuchen, sieben von ihnen seien lernbehindert. Auch sie sollen am PC arbeiten.

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Dewezet vom 23.06.2009

Entdecker im Urwald des Lernens

Pädagogisches Projekt / Theateraufführung der Zweitklässler

Entdecker im Urwald des Lernens

Die Schüler zeigen, dass Lernen Spaß macht.

Wallensen (gök). „Die Grundschule hat ein bewegtes Jahr hinter sich“, sagte Silke Stenger, Schulleiterin der Humboldt Grundschule Wallensen. Rund 250 Besucher waren in den Theatersaal gekommen, die sich für den Jahresabschluss der Humboldt Grundschule Wallensen interessierten.

Entscheidungen zur sonderpädagogischen Grundversorgung, Englisch für die erste und zweite Klasse, gesundes Frühstück und Schnuppertennis prägten das letzte Jahr. Für das kommende Jahr hat sich die Schule viel vorgenommen: Das Förderkonzept Gewaltprävention, die Einrichtung einer Laptopklasse – ohne Kosten für die Eltern – sowie das derzeitige Vorzeigeprojekt „Lernen lernen“.

Unter der Leitung von Tanja Flügel läuft dieses Projekt seit Anfang des Schuljahres. Mit verschiedenen Mitteln verhilft Flügel den Schülern zu Spaß am Lernen und der Nutzung ihrer eigenen Fähigkeiten. Zum Jahresabschluss spielten die Kinder der zweiten Klasse ein Theaterstück ein, in welchem den Besuchern der Inhalt des Projektes näher gebracht wird. In vier Szenen überzeugten die kleinen Schauspieler in ihren Rollen. Beschwingt von den Liedern im Stück zeigten sich die Besucher von dem Können der Kinder begeistert. Tanja Flügel erklärte den Eltern die Einzelheiten des Stückes. Nahezu alle Kinder der Schule waren beteiligt – sei es bei der Herstellung des Bühnenbildes oder dem Verkauf von Dschungel-Cocktails aus verschiedenen Fruchtsäften.

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Dewezet vom 16.06.2009

Bands spielen Geld für Nachmittagsbetreuung ein

Benefiz-Konzert an der Humboldt Grundschule Wallensen mit Musikern aus der Region / Elternverein plant Kinderaufsicht

Loud ´n Proud

Die Trommlerinnen von Loud ´n Proud sorgten auch ohne elektrische Unterstützung für Lautstärke.

Wallensen (gök).

Schon seit langem gibt es an der Humboldt Grundschule Wallensen Überlegungen, eine Nachmittagsbetreuung einzurichten. Doch egal welche Art von Betreuung, sie wird auf jeden Fall mit Kosten verbunden sein. Um einen ersten Teil der Kosten für das künftige Betreuungs-Projekt einzuholen, hatte der Elternverein die Idee, ein Benefiz-Konzert an der Grundschule zu veranstalten.

Nach einem halben Jahr Planungszeit war es soweit: Zahlreiche Besucher fanden sich auf dem vom Schulgelände zum „Festival-Gelände“ umgestalteten Bereich ein. Aber nicht nur für Konzertbesucher, auch für Besucher der Kaffeetafel gab es ein ansprechendes Programm: am Nachmittag trat ein Horst-Schlämmer-Double auf und begeisterte die Anwesenden.

Den Konzertabend begann dann die Band Fence Overturned. Zwar standen die Musiker zuvor erst einmal auf der Bühne, sorgten aber für einen gelungenen Auftritt. Die Band Brotlose Kunst verzauberte die Konzertbesucher mit melancholischen Liedern voller Tiefe. Anschließend brachte die aus dem Umkreis stammende Punkrockband Konfuz die Wallenser so richtig in Schwung. Anonymous Dream hielt das Niveau der Veranstaltung richtig hoch, ehe die Trommlercombo Loud and Proud mithilfe von Fässern und Holzstücken auch ohne elektrische Unterstützung für Lautstärke sorgte. Als letzte Band trat Vedoo auf. Mit Ins trumentalstücken und Musikdarbietungen à la Pink Floyd setzte die Band dem Abend noch das I-Tüpfelchen auf.

Jede Band hat auf ihre Art einen Bezug zur Humboldt Grundschule Wallensen: So spielten Eltern und Lehrer, aber auch ehemalige Schüler oder Lehrerkinder. Schnell waren die Gruppen dazu bereit, kostenlos aufzutreten. Besonders begeistert war der Elternverein von der Hilfe der Bürger, der örtlichen Vereine und Sponsoren. Wie das eingespielte Geld verwendet wird, wird unter anderem in einer Arbeitsgruppe beraten, die sich mit der Planung und Umsetzung einer Nachmittagsbetreuung von Schulkindern in Wallensen befasst. Teilnehmer sind die örtliche Kindertagesstätte und Vertreter der Grundschule.

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Dewezet vom 28.05.2009

Klassentreffen des Einschulungsjahrgangs von 1959

Einschulungsjahrgang 1959

Einschulungsjahrgang 1959

Wallensen (gök). Ein Treffen der besonderen Art fand in der Humboldt Grundschule Wallensen statt. 1959 fanden sich 22 Schüler zur Einschulung. 50 Jahre später betraten die ehemaligen Schüler wieder den Eingangsbereich der Schule. Von den Schülern von einst kamen immerhin 16 Erwachsene, die sich wieder an ihre Schulzeit erinnern durften. Friedhelm Roloff organisierte das Treffen mit einem bunten Rahmenprogramm rund um den Ort im Saaletal. Die weiteste Anreise hatten Michael Hahn aus Neu-Isenburg und Dietmar Wilhelm aus Berlin. Die Schulleiterin Silke Stenger führte die Ehemaligen durch die Räume der Schule und erläuterte die jetzige Nutzung. Zur besonderen Freude der Besucher zeigten die jetzigen Schüler ihr Können in Form eines kleinen Musikstückes, und die Flöten-AG ließ die Musik in den ehrwürdigen Hallen der Schule erklingen.

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Dewezet vom 27.05.2009

In Wallensen wird nicht nur Europa gewählt

Grundschule sucht einen Namen / Vorschläge werden bei der Stimmabgabe am 7. Juni gesammelt

Jonas verteilt in Wallensen eifrig Zettel mit Namensvorschlägen – hier an Hendrik.

Jonas verteilt in Wallensen eifrig Zettel mit Namensvorschlägen – hier an Hendrik.

Wallensen (gök). Ein richtiger Name soll her: Bereits seit längerem ist die Bezeichnung „Humboldt Grundschule Wallensen“ den Bürgern, Schülern, Eltern und Lehrern zu unpersönlich. „Die Identifikation mit der Schule würde noch mehr steigen, wenn die Grundschule einen Namen hätte“, ist Schulleiterin Silke Stenger überzeugt.

Anlässlich der anstehenden Europawahl haben sich die Grundschüler auch im Unterricht mit dem Thema Demokratie auseinandergesetzt. Dabei hatte Silke Stenger die Idee, die Europawahl mit einer Namenssuche für die Grundschule zu verbinden.
Der Schulvorstand einigte sich in seiner letzten Sitzung darauf, dass die Grundschule einen neuen Namen bekommen soll. Dafür arbeitet jede Klasse im Unterricht jetzt zwei Vorschläge aus.

Es gibt auch Kaffee und Kuchen

Zu diesen dann insgesamt acht Vorschlägen kommen zwei Namensvorschläge von den Bürgern der Orte Wallensen, Thüste und Ockensen. Eine Jury wird aus den eingegangenen Vorschlägen der Bürger dann zwei Namen für die Wahl auswählen.
Die vierte Klasse wird in diesen Tagen Vorschlagszettel in Wallensen verteilen. Zusätzlich können kreative Bürger ihre Vorschläge über die Homepage der Grundschule einreichen oder ihre Vorschläge persönlich in der Schule abgeben.

Bei der Wahl werden dann Listen ausgelegt, auf der jeder Bürger sein Kreuz machen kann. Vertreter der Schule werden den ganzen Wahltag anwesend sein und zusätzlich von 14 bis 16 Uhr Kaffee und Kuchen anbieten, um die Motivation der Bürger für die Wahl zu steigern.

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Dewezet vom 18.05.2009

Für den guten Zweck: Bands rocken Wallenser Schule

Benefiz-Konzert am 13. Juni mit überregionaler und lokalen Gruppen / Elternverein erschließt neue Finanzquellen

Meet 6

Wallensen (gök). Um die Attraktivität der Grundschule zu erhalten oder zu verbessern versorgt der Elternverein der Humboldt Grundschule Wallensen die Schule mit zusätzlichen finanziellen Mitteln. Doch auch diese finanziellen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, sind begrenzt, wenn man nur von den Mitgliedsbeiträgen ausgeht. „Allein das gesunde Frühstück des Elternvereins ist ein Zuschussgeschäft“, so die Vorsitzende Heike Liberti. „Daher sind wir immer auf der Suche nach neuen Einnahmequellen zum Wohle der Schüler und der Infrastruktur der Schule.“

Denn allein durch den Schulträger lassen sich Zusatzangebote wie eventuell ein Mittagsangebot oder eine Hortbetreuung nicht verwirklichen. „Der Gemeinde fehlt aufgrund anderer Probleme, wie Straßen- oder Hallenbadsanierung, schlicht das Geld“, ist Heike Liberti überzeugt.
Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen kam dem Vorstandsteam des Elternvereins schließlich Ende des letzten Jahres die Idee eines Benefizkonzertes auf dem Grundschulgelände.

Sponsoren und Vereine helfen

Dazu wurden in den letzten Monaten zahlreiche Bands angesprochen. Das Team schreckte auch nicht davor zurück, international renommierte Bands anzusprechen. Erfreulich waren gerade die Antworten der erfolgreicheren Gruppen. Einige Bandmitglieder riefen sogar persönlich an. Die Idee wurde grundsätzlich immer begrüßt. Leider fand sich keine Charts-Band für den gewählten Termin am Samstag, 13. Juni, aber zahlreiche regionale Bands wie Konfuz, Brotlose Kunst, Loud ’n’ Proud oder Anonymous Dream waren sofort Feuer und Flamme.

Überregional konnte durch persönliche Kontakte eine Band aus Stuttgart, „Meet6“, für das Projekt gewonnen werden.

Die Sponsorensuche brachte auch gleich erste Ergebnisse. So stellt die Firma Gall aus Oldendorf die Bühnentechnik zur Verfügung. Die Geschäftsführer zeigten sich von dem Engagement beeindruckt und sagten eine Unterstützung sofort zu.

Aber auch die Vereine im Ort selber unterstützen das Projekt.
So stellt der Männergesangverein kostenlos seinen Toilettenwagen zur Verfügung und der Freibadverein organisiert den Getränkeausschank. Die Konzertbühne wird von der Gemeinde gestellt.

Auf welch großes Interesse das Projekt bei den Bürgern stößt, zeigt das Internetportal „MeinVZ“. Hier wurde durch das Organisationsteam eine Gruppe gegründet.
Diese zählt jetzt schon 87 Mitglieder, bei denen ein reger Informationsaustausch stattfindet.
Durch persönliche Kontakte konnte „Meet6“, eine Band aus Stuttgart, für das Benefizkonzert
gewonnen werden.

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Dewezet vom 20.04.2009

Internetseite der Grundschule ist spitze

Wallensen beteiligt sich an internationalem Wettbewerb / Zwölfter unter 378 Bewerbern

Marcus Flügel konzipierte die Internetseite.

Marcus Flügel konzipierte die Internetseite.

Wallensen (gök). Bereits zum fünften Mal wurde in diesem Jahr der Schulhomepage-Award auf www.schulhomepage.de vergeben. In einem internationalen Teilnehmerfeld von 378 Schulhomepages aus Deutschland, Österreich und der Schweiz belegte die Internetseite der Humboldt Grundschule Wallensen einen beachtlichen zwölften Platz in der Kategorie Grundschulen Deutschland.

Bereits im letzten Jahr fasste der Schulvorstand den Beschluss, die vielfältigen Aktivitäten und Projektarbeiten an der Humboldt Grundschule Wallensen im Internet zu präsentieren. Für die Gestaltung der Internetseite konnte Marcus Flügel gewonnen werden, dessen Tochter auch die Grundschule besucht.
Marcus Flügel berichtet, dass es zunächst wichtig war, ein Konzept für die Seite zu erstellen, in dem Schüler, Lehrer und Eltern ihren Platz finden. Nachdem erste Inhalte vorgelegen haben, konnte die Seite nach den Sommerferien 2008 veröffentlicht werden.

Der Umfang ist seitdem enorm gestiegen. Viele Lehrer nutzen die Plattform, um die Werke der Schüler sowie Fotos und Berichte von Projekten bekannt zu machen. So können die Eltern der Schüler bequem von Zuhause ihren Kindern bei der Schularbeit zuschauen.

Darüber hinaus ist die Internetseite auch eine organisatorische Hilfe. Dazu werden zahlreiche Dokumente zum Herunterladen – etwa Schulflyer, Einwilligungserklärungen und Geschäftsordnungen – angeboten. Weitere Inhalte sind eine eigene Rubrik für den Elternverein der Schule.

„Um zu sehen, wie wir von anderen bewertet werden, haben wir uns entschlossen, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Dass wir gleich im ersten Anlauf eine so hohe Platzierung erreichen konnten, freut uns sehr. Im Laufe des Wettbewerbs haben wir auch Verbesserungsvorschläge erhalten. Diese wollen wir einarbeiten und sind dann im nächsten Jahr wieder dabei“, so Flügel. Die Internetseite der Humboldt Grundschule Wallensen kann unter der Internetadresse www.grundschule-wallensen.de besucht werden. Hier können sich auch ehemalige Schüler auf der „Ehemaligenseite“ eintragen und wiederfinden.

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Dewezet vom 21.03.2009

Bündelung im Flecken vorerst auf Eis gelegt

Bestehendes Schulmodell bleibt im nächsten Jahr erhalten / „Kinder Gewinner des Abends“

Bürgermeister Martin Kempe beantragte die Absetzung des Tagesordnungspunktes.

Bürgermeister Martin Kempe beantragte die Absetzung des Tagesordnungspunktes. Foto: Flecken Salzhemmendorf

Salzhemmendorf / Wallensen (tk). Der Widerstand der Eltern gegen die geplante Bündelung (Poolung) der sonderpädagogischen Grundversorgung in Salzhemmendorf und Coppenbrügge zeigt offenbar Erfolg. Auf der Ratssitzung am Donnerstag wurde keine Entscheidung gefällt – vielmehr wurde das Thema auf unbestimmte Zeit vertagt.

„Rat ist nicht genügend vorbereitet“

Bürgermeister Martin Kempe hatte einen entsprechenden Antrag gestellt und darin gefordert, den Tagesordnungspunkt über die Regelung der sonderpädagogischen1 Grundversorgung von der Agenda zu nehmen. Zu seiner Begründung erklärte er, dass im Vorfeld die Schulbehörde signalisiert hätte, dass ein Antrag auf Bündelung keine Aussicht auf Erfolg haben würde.

 Erstaunlich: Denn die Schulaufsichtsbehörde war im Vorfeld an allen Entscheidungen des Schulausschusses beteiligt gewesen. „Es liegen nun weitere Stellungnahmen und Initiativen vor, die uns vor eine neue Situation stellen“, sagte Kempe. Der Rat sei daher nicht genügend vorbereitet, um in der Sache weiter entscheiden zu können. Auch müssten sich die Genehmigungsbehörde, die Landesschulbehörde und das Kultusministerium noch abstimmen. Insbesondere die Vorstellung, was unter einer ortsnahen Beschulung zu verstehen sei, müsse noch geklärt werden. Aus der Schulaufsichtsbehörde hieß es dazu, dass das Bündelungskonzept im Flecken Salzhemmendorf keine adäquate Umsetzung einer ortsnahen Beschulung realisiere, sagte Kempe. „Die Schulaufsichtsbehörde präferiert eine Beschulung in den Ortsteilen.“

Vor allem aber sei man bei der Entscheidung für die Poolung von einem Einvernehmen aller Schulen ausgegangen, die Absage der Schule Wallensen an das Modell habe diese Grundlage gekippt, bekräftigte Dietmar Müller von den Grünen den Antrag Kempes. Anfang März hatten Elternrat, Gesamtkonferenz der Humboldt Grundschule Wallensen und der Schulvorstand eine solche Bündelung abgelehnt und damit den Stein ins Rollen gebracht.

Bildungspolitisches Gesamtkonzept gefordert

Walter Kramer, Fraktionsvorsitzender der SPD, die sich bei der Abstimmung ihrer Stimme enthalten hatte, fehlt für eine solche Poolung das Gesamtkonzept. „Erst wenn ein solches für die Grundschulen im Flecken vorliegt, können wir darüber befinden, vorher lehnen wir eine solche Bündelung ab.“
Bei den zahlreich erschienenen Eltern und Elternvertretern der Humboldt Grundschule Wallensen stieß die Entscheidung des Rates auf positive Resonanz. Für die Eltern förderungsbedürftiger Kinder bedeutet sie, dass das bestehende Schulkonzept auch im Schuljahr 2009/10 unverändert weitergeführt wird – Integration damit weiterhin vor Ort geschieht. Jens Kottlarz vom Schulvorstand sprach von den Kindern „als den wahren Gewinnern des Abends“, da die Schule durch diese Entscheidung ihre Arbeit unverändert weiterführen könne. Für die Zukunft sei damit gesichert, dass die Kinder dort beschult würden, wo die Eltern es sich wünschen. Dem in den Gremien vernachlässigten Elternwillen würde damit endlich Rechnung getragen.

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Dewezet vom 19.03.2009

„Yes, we can!“ – Auch die Kleinen lernen Englisch

Humboldt Grundschule Wallensen bietet Sprachunterricht für Erst- und Zweitklässler an / Kooperationsprojekt

Kerstin Löning, Silke Stenger (sitzend), Marita Slawski (stehend) und die erste Klasse bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. Foto: gök

Kerstin Löning, Silke Stenger (sitzend), Marita Slawski (stehend) und die erste Klasse bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. Foto: gök

Wallensen (gök). In Kooperation mit dem Schülerforum Salzhemmendorf bietet die Humboldt Grundschule Wallensen seit dem 16. März Englischunterricht auch für die erste und zweite Klasse an. Schulleiterin Silke Stenger zeigte sich begeistert, dass in Zusammenarbeit mit Kerstin Löning und Marita Slawski vom Schülerforum Salzhemmendorf nun auch Englischunterricht für die jüngsten Schüler angeboten wird. Beide Klassen erhalten jeweils wöchentlich eine Stunde Unterricht durch Marita Slawski.
Die Schüler der beiden Klassen zeigten sich begeistert und genossen bereits die ersten Unterrichtseinheiten. „Die Humboldt Grundschule Wallensen zählt zu den Vorreitern im Landkreis Hameln-Pyrmont und folgt damit dem Beispiel von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, wo bereits die Jüngsten im Englischunterricht beschult werden“, so die Schulleiterin.
Sprachkenntnisse gehören heutzutage zu den wichtigsten Schlüsselqualifikationen. Mit dem frühen Beginn besteht eine große Chance, die Entwicklung einer Mehrsprachigkeit zu unterstützen. Der Englischunterricht in der Grundschule nutzt hierbei die besonderen Potenziale der jungen Schüler. Dazu gehören die Unbefangenheit, mit der sie Neuem begegnen, und die Freude der Kinder am spielerischen Umgang mit Sprache, ihre Spontaneität und ihre hohe Bereitschaft zum Imitationslernen, erklärt die Schulleiterin. „Eventuell wird die hervorragende Zusammenarbeit in den kommenden Jahren noch intensiviert, doch das wird die Zukunft erst zeigen“, meint Kerstin Löning, die die Idee für das Projekt hatte.

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Dewezet vom 18.02.2009

„Förderung muss dahin, wo die Kinder leben!“

Information zur geplanten Änderung des sonderpädagogischen Konzepts beim Ortsrat Wallensen

Rege Diskussion: Jens Kottlarz vom Schulvorstand (v.li.) mit den Politikern Eckhard Füllberg und Friedrich Lücke (beide CDU).

Rege Diskussion: Jens Kottlarz vom Schulvorstand (v.li.) mit den Politikern Eckhard Füllberg und Friedrich Lücke (beide CDU).
Foto: gök

Wallensen (gök). Im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Ortsrates Wallensen hatte der Schulvorstand am Montagabend Gelegenheit, die Politik und interessierte Bürger über seine Argumente gegen eine Verlagerung der sonderpädagogischen Förderstunden weg von den Grundschulen vor Ort zu informieren. Die geplante sogenannte „Poolung“ (siehe Stichwort) wird zurzeit von der Politik diskutiert.

„Vor dem Haus steht die Abrissbirne“

Die neue Schulleiterin Silke Stenger betonte, dass es bei der Diskussion um die sonderpädagogische Grundversorgung „und nicht um den Schulstandort“ gehe. Die Schülerzahlen der nächsten Jahre belegten, dass auch ohne Förderkinder die Schule in ihrer Existenz nicht gefährdet sei. „Wir sind gegen eine Poolung“, sagte Silke Stenger. Bereits nach 14 Tagen im Amt erkenne sie die geleistete Arbeit der Schulgremien: „An dem bestehenden Konzept gibt es nichts auszusetzen.“ Der Antrag auf Poolung beruhe auf einer falschen Grundlage, meint die Schulleiterin. Dabei sei davon ausgegangen worden, dass im Schuljahr 2008/09 lediglich sieben Schüler eingeschult werden und eine Kombiklasse drohte. „Dort wäre eine Integration von Förderkindern nur schwer möglich gewesen. Die Klassenstärke beträgt heute tatsächlich aber 14 Schüler, von denen nur ein Kind Förderbedarf hat“, sagte die Schulleiterin. Außerdem beinhalte der Antrag einen formellen Fehler.

„Eltern haben mittlerweile Angst“

Weder Gesamtkonferenz noch Schulvorstand haben einen Beschluss zum Thema gefasst – dies ist aber laut Stenger und Grießner notwendig. Der Ortsrat hat daraufhin im Protokoll vermerken lassen, dies durch die Verwaltung prüfen zu lassen.
In der politischen Diskussion nach dem Vortrag des Schulvorstandes meinte Ortsratsmitglied Karl-Heinz Grießner, der Vortrag habe das Thema entzerrt. Die neben den Ortsratsmitgliedern anwesenden Politiker von CDU und Grünen – Friedrich Lücke, Eckhard Füllberg und Helmut Schmiedekind – zeigten sich „beeindruckt“, aber auch verunsichert. Lücke zweifelte an, dass ihm „eventuell von dem Expertenkreis nicht die Wahrheit gesagt wurde“. Er wisse nicht, „wem er glauben soll“.

Heike Liberti als Mutter meinte, „betroffene Eltern von Förderkindern haben mittlerweile Angst, ihre Kinder auf Förderbedarf testen zu lassen, weil sie nicht wollen, dass die Kinder die behütete Schule verlassen und ihre sozialen Kontakte verlieren. Die Förderstunden müssen dahin, wo die Kinder leben.“
Nach Angaben von Silke Stenger hat Vera Kirchhoff-Bödecker von der Außenstelle Holzminden durch sie ausrichten lassen, dass auch die Landesschulbehörde gegen eine Poolung an einer Grundschule und für das bestehende Konzept ist.

Stichwort: „Poolung“ von Förderstunden

Die sonderpädagogische Grundversorgung soll ab dem Schuljahr 2009/10 an der Grundschule am Ith in Coppenbrügge beziehungsweise der Grundschule Salzhemmendorf zusammengefasst werden. Diese Bündelung wird als „Poolung“ bezeichnet. An den übrigen Schulen im Gemeindegebiet würden die Stunden abgezogen, die künftigen Integrationskinder nach Salzhemmendorf (beziehungsweise Coppenbrügge) wechseln. Die Gesamtstundenzahl zu ,,poolen“, soll eine effektivere und höhere Stundenbetreuung pro Schüler bringen.

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Dewezet vom 10.02.2009

Eltern machen sich für Verbleib der Förderstunden stark

Schulvorstand in Wallensen hatte zur Informationsveranstaltung geladen / „Poolung wäre Rückfall in alte Zeiten“

Jens Kottlarz vom Schulvorstand

Jens Kottlarz vom Schulvorstand.

Wallensen (gök). Um die Eltern über die Pläne zur sonderpädagogischen Grundversorgung aufzuklären, hat der Schulvorstand der Grundschulen Wallensen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Im mit rund 50 Elternteilen und Verantwortlichen des Kindergartens gut gefüllten Theatersaal standen die Vorstandsmitglieder, Lehrer, die neue Schulleiterin Silke Stenger, Förderlehrerin Simone Klose und Verantwortliche des Kindergartens Rede und Antwort. Jens Kottlarz vom Schulvorstand informierte; es wurden Vorteile aber auch die Nachteile des bestehenden Konzeptes konstruktiv diskutiert.
Nach Meinung des Schulvorstands hatte der Antrag auf eine Poolung der Förderstunden für Unruhe unter den Eltern gesorgt. Wie berichtet, ist es geplant, die Förderstunden zur sozialpädagogischen Grundversorgung an der Grundschule Salzhemmendorf zu bündeln. Dies würde bedeuten, dass an den übrigen Schulen im Gemeindegebiet die Stunden abgezogen und die künftigen Integratioskinder nach Salzhemmendorf wechseln würden.

Vor über vier Jahren war ein Konzept entwickelt worden, durch das die sonderpädagogische Grundversorgung nicht mehr an einer Schule konzentriert wurde, sondern auf die Schulen verteilte. Die Spiegelbergschule in Coppenbrügge sollte die Lehrer abstellen, die dann die Kinder an den verschiedenen Schulen fördern. Durch den Integrationskindergarten in Thüste wechselten relativ viele Kinder in die Humboldt Grundschule Wallensen. Hier konnten die Kinder ihre Freundschaften aus der Kindergartenzeit in der Schule weiterpflegen. Dafür nahmen die Eltern auch weitere Anreisen in Kauf. Diese „Pionierarbeit“ sieht der Schulvorstand durch den neuen Antrag zurzeit gefährdet.
„Eine Poolung in Salzhemmendorf wäre ein Rückfall in alte Zeiten, zu einer Art Spiegelberg-Light“, so die Meinung eines Vaters. Er befürchtet wieder eine Brandmarkung der betreffenden Kinder. In dem jetzigen Konzept sind die Kinder komplett in den Klassen integriert. Eltern erinnerten sich an ihre eigene Schulzeit, in der Kinder mit Förderschulbedarf nach Coppenbrügge wechseln und in der Folge im Dorfleben isoliert leben mussten. Einhellige Meinung unter den Eltern ist, dass so etwas nicht mehr passieren darf. Sie nannten Beispiele, dass in Wallensen zwar auch ein Kind aus Osterwald ist, dieses aber freiwillig zur Schule gehe, weil es zuvor den Integrationskindergarten besucht hat und seine sozialen Kontakte so weiter behalte. „Eher sollen die Lehrer reisen als die Kinder“, sagte eine besorgte Mutter.

In den anderen europäischen Ländern sei es gängige Praxis, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die Regel-Grundschulen integriert werden und es keine Förderschulen wie hier gibt. „Noch in den achtziger Jahren galten Länder wie Portugal oder Spanien in der Schulpolitik als Armenhaus Europas. Doch aufgrund der geringen Förderung hierzulande haben uns diese Länder längst den Rang abgelaufen“, sagte Silke Stenger.

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Dewezet vom 05.02.2009

Silke Stenger neue Schulleiterin in Wallensen

Gestern erster offizieller Schultag / „Auch in Zukunft Schwerpunkt bei der Integration“

Silke Stenger neue Schulleiterin in Wallensen

Seit gestern offiziell an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Humboldt Grundschule Wallensen: Silke Stenger. Foto: gök

Wallensen (gök). In den vergangenen Jahren musste Udo Zelck den Spagat als Schulleiter von zwei Schulen, Wallensen und Salzhemmendorf, vollführen. Mit dem Halbjahreswechsel hat die Humboldt Grundschule Wallensen nun eine neue Leitung: Silke Stenger. Sie hatte sich im vergangenen Jahr auf die Ausschreibungen der Landesschulbehörde beworben. Zunächst ist eine Probezeit von drei Monaten vorgesehen, nach Ablauf dieser Zeit kann ihr die Stelle ganz übertragen werden.

Eltern hoffen auf „ruhigere Gewässer“

Nach ihrem Lehramt-Studium arbeitete Silke Stenger wegen des Lehrer-Einstellungsstopps etliche Jahre in der freien Wirtschaft in verschiedenen Positionen. Die Mutter eines 12-jährigen Sohnes arbeitet nun seit mehr als sechs Jahren wieder als Lehrerin. Bis zur Übernahme des neuen Postens unterrichtete sie an der Wilhelm-Raabe-Schule in Hameln.

Zelck hatte neben seiner Tätigkeit in Salzhemmendorf an der Grundschule in Wallensen beim Aufbau der mittlerweile sehr erfolgreichen sonderpädagogischen Grundversorgung mitgewirkt. Dass er durch die räumliche Nähe der beiden Schulen immer wieder in Gewissenskonflikte kam, bedauerte er sehr. Silke Stenger möchte nun „auf der bereits vorhandenen guten Zusammenarbeit von Elternschaft und Kollegium der Humboldt Grundschule Wallensen aufbauen“, wie sie sagt. „Wir brauchen für die Zukunft ein tragfähiges Konzept, das wir gemeinsam entwickeln werden. Nur dann besteht die Möglichkeit, den Bestand der Grundschule im Ort langfristig zu sichern. Hier ist bereits von allen Beteiligten eine gute Vorarbeit geleistet worden.“ Die Grundschule könne auf gute Erfahrungen in der Kooperation mit dem Kindergarten „Stoppelhopser“ zurückgreifen. Die neue Schulleiterin: „Auch in der Zukunft möchten wir einen Schwerpunkt auf die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf legen. Es gilt, die Erfahrungen und Kompetenzen, die sich sowohl Eltern, Lehrer und Schüler in den letzten Jahren angeeignet haben, kontinuierlich zu fördern und auszubauen. Gemeinsam lernen, gemeinsam leben ist das Leitmotiv der Humboldt Grundschule Wallensen.“ Das schließe die Schule vor Ort als wichtigen Bestandteil des dörflichen Lebens für alle mit ein. „Wir hoffen, dass die Schule durch diese Personalentscheidung wieder in ruhigere Gewässer kommt und der erfolgreiche Weg der Schule fortgesetzt werden darf“, sagt der Elternrat.

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Dewezet vom 25.01.2009

Kritische Stimmen zum Förderkonzept bleiben

Änderung der sonderpädagogischen Grundversorgung diskutiert / Verwaltung soll Schulverbund prüfen

Grundschule Salzhemmendorf

Fotos: (gök) Die Grundschulen Salzhemmendorf , Lauenstein, Oldendorf und Wallensen (v. oben): Politiker diskutieren die Änderung der sonderpädagogischen Grundversorgung und die Frage, ob die Schulen sich zu einem Verbund zusammenschließen sollen.

Wallensen (hen). Mit fünf zu vier Stimmen hat der Schulausschuss des Fleckens Salzhemmendorf dem Rat eine Beschlussempfehlung für die Veränderung der sonderpädagogischen Grundversorgung an den Grundschulen in den Flecken Salzhemmendorf und Coppenbrügge gegeben. Nachdem der Coppenbrügger Rat bereits im Dezember die vorgesehenen Änderungen des Konzeptes nach ausgiebiger Diskussion über die Vor- und Nachteile nur zur Kenntnis genommen hatte, befassten sich jetzt die Salzhemmendorfer mit dem Thema. Geplant ist wie berichtet, die sonderpädagogische Grundversorgung im Schuljahr 2009/10 an der Grundschule am Ith in Coppenbrügge beziehungsweise der Grundschule Salzhemmendorf zusammenzufassen. Die Gesamtstundenzahl zu ,,poolen“, soll eine effektivere und höhere Stundenbetreuung pro Schüler bringen.

Grundschule Lauenstein

Sorge um Wallenser Integrationsmodell

„Wenn jetzt das Pooling kommt, machen wir Wallensen kaputt“, warnte Erich Weber (SPD). Die Verwaltung verwies auf die geplante Übergangslösung: Die Schüler, die sich zum heutigen Zeitpunkt in den Grundschulen Wallensen, Bisperode und Lauenstein befinden, könnten bis nach Abschluss ihrer Grundschulzeit auch dort verbleiben; auf Wunsch der Eltern aber auch vorher in die „Poolschulen“ wechseln.

Christian Göke vom Schulvorstand in Wallensen bat die Politiker zu bedenken, dass zurzeit noch sechzehn Integrationskinder in der Kita Wallensen sind. Die Eltern hätten darauf vertraut, dass die Kinder auch anschließend vor Ort bleiben können. Friedrich Lücke (CDU) entgegnete: „Wir werden hier nicht die Schule Wallensen retten; wir müssen uns auf die Pädagogen verlassen können.“ Gemeint war damit der Arbeitskreis, der die Poolung vorschlägt. Regierungsschuldirektorin Vera Kirchhoff-Bödecker empfahl den Politikern, die Standortfrage loszulösen von der Frage der Poolung.
Zurzeit besuchen nach Angaben der Verwaltung acht Kinder mit 20 Förderstunden die Schule Wallensen, in Salzhemmendorf sind es fünf Kinder mit 16 Stunden und in Lauenstein ein Kind mit sechs Stunden.

Grundschule Oldendorf

Udo Zelck, Schulleiter für Salzhemmendorf und zurzeit auch noch für Wallensen, hält die Pläne aus pädagogischer Sicht für sinnvoll, aber: „Als Wallenser sehe ich das anders.“ Vorteil des Verfahrens sei, dass die Lehrer dann künftig an den Schulen vor Ort und damit auch an allen Gesprächen beteiligt seien. Ein Argument für die Zusammenlegung war auch das Wegfallen der Fahrtzeit für die Lehrer. Reinold Breyer (SPD) sprach sich gegen eine Abstimmung aus, „bevor wir nicht ein Gesamtkonzept haben“.

Einstimmig hat der Schulausschuss dafür gestimmt, dass die Verwaltung eine Vorermittlung zur Bildung eines Schulverbundes für die vier Grundschulen vornehmen soll. Dabei wird eine pädagogische und organisatorische Zusammenarbeit vereinbart, um beispielsweise Lernziele aufeinander abzustimmen. Beantragt hatte das die SPD-Fraktion, die damit das Ziel verfolgt, die einzelnen Schulstandorte zu stärken und zu erhalten. Schulleiter Zelck sagte dazu, er sehe eine Stärkung der Schulen durch den Verbund nicht, und ihm seien auch keine Grundschulen bekannt, die bereits so verfahren. Nun soll die Verwaltung mögliche Vor- und Nachteile aufzeigen.

Grundschule Wallensen

+++Kommentar+++Gesamtkonzept muss her+++

Von Kerstin Hasewinkel

Es wirkt sehr chaotisch, wie zurzeit in Salzhemmendorf diskutiert wird: Schulverbund, sonderpädagogische Grundversorgung, Sicherung von Schulstandorten. Im Schulausschuss wurde deutlich, dass bei all diesen Themen noch viele Fragen offen sind.
Die sonderpädagogische Grundversorgung soll künftig in einem Poolverfahren organisiert werden – heißt: Kinder nicht mehr vor Ort in ihrer Schule zu fördern, sondern sie von Anfang an in bestimmten Schulen zusammenzubringen, an denen die Förderstunden zusammengefasst werden. Ziel ist eine Verbesserung der Quantität und Qualität des Förderunterrichtes. Das hat der Arbeitskreis, in dem immerhin Pädagogen sitzen, so als sinnvoll empfohlen.
Allerdings: Dadurch würde die von allen Seiten hochgelobte Integrationsarbeit an der Humboldt Grundschule Wallensen und die vorbildliche Zusammenarbeit mit dem dortigen Kindergarten auf Sicht zerschlagen – Eltern befürchten, dass damit langfristig auch der Schulstandort Wallensen gefährdet sei. Dass dies das eigentliche Ziel der Politik sei, darf nicht unterstellt werden. Die Mitglieder aller Fraktionen betonen, alle vier Grundschulen erhalten zu wollen; nicht zuletzt sei das Hintergrund des Schulverbundes, dessen Gründung ebenfalls zurzeit angedacht ist.

Die Bedenken der Eltern in Wallensen sind verständlich, und es wäre schlimm, wenn ihr Engagement zunichte gemacht würde. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Eltern sich gerade wegen der dortigen Integrationsarbeit Kita und Schule Wallensen ausgesucht haben.
Angesichts sinkender Schülerzahlen wird in naher Zukunft aber über Schulschließungen diskutiert werden müssen. Wenn man den Eltern jetzt zeigt, dass sie Partner auf Augenhöhe sind, werden sie sicherlich mehr Verständnis für anstehende Veränderungen in der Schullandschaft aufbringen.
Wohin soll die Reise in Salzhemmendorf gehen? Diese Frage muss geklärt sein – da ist es wenig hilfreich, an drei Baustellen gleichzeitig zu arbeiten.
k.hasewinkel@dewezet.de

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Dewezet vom 21.01.2009

Vom Kinderspielkreis zur Landkreisinstitution

Kinderbetreuung in Wallensen und Thüste seit 35 Jahren / Zusammenarbeit mit Humboldt Grundschule Wallensen

Bärbel Kuttig ist seit Anfang an dabei

Bärbel Kuttig ist seit Anfang an dabei. Foto: gök

Wallensen (gök). Das hätten die Gründerväter des Kinderspielkreises der Ortschaft Wallensen wohl kaum für möglich gehalten. Angefangen hatte alles mit einer betreuten Kindergruppe, mit der Müttern die Gelegenheit gegeben werden sollte, wenigstens morgens einer Beschäftigung nachzugehen. Heute ist daraus eine große Kindertagesstätte in Thüste geworden.

Auf Initiative des damals frisch gewählten Ortsbürgermeisters Karl-Heinz Grießner kamen im Januar 1974 mehrere Personen, darunter Jutta Liberti und Marianne Batke, zur Gründungsversammlung zusammen. Der Verein war von Anfang an für alle drei Ortsteile, Ockensen, Thüste und Wallensen, zuständig.
Kinderspielkreise durften seinerzeit nur für drei Stunden am Tag öffnen. Pro Gruppe konnten maximal 20 Kinder aufgenommen werden. Es war nicht notwendig, Erzieherinnen (damals noch „Kindergärtnerin“) zu beschäftigen. Es reichte, wenn pädagogisch geeignete Leute einen VHS-Kurs mit dem Abschluss „Spielkreishelferin“ und in Erweiterung „Spielkreisleiterin“ absolvierten und die Prüfung bestanden.
Betreut wurden die Kinder im ehemaligen Rathaus (Bürgermeisteramt) von Wallensen im Mühlenwall 4. Das Gebäude war durch die Zusammenführung der Kommunalverwaltungen im neuen Rathaus Salzhemmendorf frei. Es mussten nur kleine Umbauten wie in den Toiletten und der Küche erfolgen. Die evangelische Gemeinde stellte durch Pachtvertrag die Außenspielfläche hinter dem Gebäude zur Verfügung. Frauen der ersten Stunde waren Jutta Liberti, Doris Sommerey, Annemarie Otto, Gisela Nickel, Anneliese Löpprich und Walburg Knobloch. Als einzige Mitarbeiterin von damals ist Bärbel Kuttig mit kleinen Unterbrechungen noch heute in der Kita tätig. „Es ist eine Arbeit, die immer Freude macht und sehr abwechslungsreich ist“, so Bärbel Kuttig.

1978 erfolgte die Öffnung des Kinderspielkreises Thüste in der ehemaligen Schule. Mittlerweile waren drei Gruppen entstanden. Mit den Jahren wuchs der Bedarf, so dass man sich in Wallensen, Thüste und Ockensen dazu entschloss, eine gemeinsame Tagesstätte zu bauen. Der Bau wurde unter anderem aufgrund des neuen Rechtsanspruches, der veränderten Raumanforderung und der gestiegenen Anforderungen an das Personal notwendig. Als Bauplatz war schnell das Sportplatzgelände in Thüste ausgemacht. Der „Kindergarten Stoppelhopser“ nahm den Betrieb im Oktober 1996 auf.
Seit 1998 werden auch Integrationskinder aufgenommen. Damit verbunden war die Reduzierung der Gruppen von 25 auf 18 Kinder und die Erhöhung der qualifizierten Mitarbeiter von zwei auf drei. Die Kita arbeitet erfolgreich mit der Schule zusammen, die die Integrationsarbeit weiter fortsetzt.
Um dem Rechtsanspruch auf Betreuung auch für Kinder unter drei Jahren gerecht zu werden, erfolgt nun eine Erweiterung. Die Betriebserlaubnis für die Container, durch die der fehlende Bewegungsraum ersetzt wurde, ist bis 31. Juli verlängert worden – bis dahin muss der Anbau erfolgt sein.

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Dewezet vom 08.01.2009

Entdecker trainieren ihre Stärken

Professioneller Coach lehrt das Lernen / Projekt an der Humboldt Grundschule Wallensen

Mit dem Pilotprojekt „Kleine Entdecker im Urwald des Lernens“ trainiert Tanja Flügel derzeit mit der zweiten Klasse der Grundschule Wallensen, sich auf eigene Stärken zu konzentrieren.

Mit dem Pilotprojekt „Kleine Entdecker im Urwald des Lernens“ trainiert Tanja Flügel derzeit mit der zweiten Klasse der Humboldt Grundschule Wallensen, sich auf eigene Stärken zu konzentrieren.
Foto: gök

Wallensen (gök). Der Schulvorstand der Humboldt Grundschule Wallensen arbeitet ständig an neuen Wegen, die Qualität der kleinen Schule zu erhalten und zu verbessern. So jetzt wieder mit dem Pilotprojekt „Kleine Entdecker im Urwald des Lernens“, das derzeit mit der zweiten Klasse der Schule trainiert, sich auf eigene Stärken zu konzentrieren.
Als professioneller Coach hat Tanja Flügel die Projektleitung übernommen. Sie ist im Schulvorstand, und ihre Tochter Salia besucht selbst die zweite Klasse der Humboldt Grundschule Wallensen. Für das Schulprojekt hat sie ein Konzept entwickelt, in dem modernste lernpsychologische Erkenntnisse aus der Gehirnforschung mit therapeutischen Ansätzen für optimales Lernen verknüpft werden.

Tanja Flügel liest den Kindern über die Urwaldforscher vor

Tanja Flügel liest den Kindern über die Urwaldforscher vor.

Lösungen für Erwachsene

In ihrer Beratungspraxis entwickelt sie im Gespräch zum Beispiel Lösungsansätze mit Erwachsenen, die Schwierigkeiten im Berufsleben haben. So wird nach positiven Erlebnissen in der Vergangenheit gesucht und darauf dann aufgebaut. Die wesentlichen Fragen lauten: Wann hat es schon einmal besser funktioniert? Was und wie hat es funktioniert? Die alten Erfolgserlebnisse werden wieder in das Bewusstsein des jeweiligen Menschen zurückgeholt und konserviert. So wird man sich dann seiner eigenen Stärken bewusst und lernt diese gezielt einzusetzen.
Tanja Flügel: „Auch für erfolgreiches Lernen ist es wichtig, sich wohlzufühlen und sich seiner Stärken bewusst zu sein, daher bietet dieser Ansatz für die Schulkinder Methoden und Wege, sie beim Lernen zu unterstützen.“ Den Kindern soll gezielt Freude am Lernen vermittelt werden. „Es steht fest, dass Kinder Wissen nur bei einer gewissen Lernfreude aufnehmen. Zwanghaftes Lernen vor Tests und Klausuren hat meist nur kurzfristigen Erfolg“, so Tanja Flügel.
Um die kindliche Neugier zu wecken und das kindliche Denken in Bildern zu nutzen, entwickelte Tanja Flügel eine Geschichte über eine Urwaldforschung rund um Professor Ambrosius. In sechs Etappen bestehen Gruppen von sechs Kindern zusammen einige Abenteuer und lernen, als Team zusammenzuwachsen. Beispielsweise lernen die Kinder durch ein Spiel, dass man Wege leichter begehen kann, wenn man den gleichen Weg öfter wählt. Im Umkehrschluss wissen die Kinder dann, warum man Diktate öfter schreiben muss. Auf spielerische Art wird die Lernfreude in den Kindern geweckt. Belohnungen wie die Schokolade am Kakaobaum dürfen in dem Zusammenhang natürlich nicht fehlen und fördern die Motivation der Kinder.
Bei den Geschichten bekommen die Kinder verschiedenste Aufgaben. So sind Reporter, Fotografen, Geräuschemacher, Maler, Lernforscher und Botschaftenentschlüsseler eingesetzt. Jedes Kind bringt sich durch seine persönliche Aufgabe in die Gruppe ein und die Teamarbeit wird gefördert. Tanja Flügel achtet bei der Aufgabenverteilung auf die Stärken der Kinder und überfordert so kein Kind.
Die sechs Sitzungen von je einer Schulstunde beinhalten beispielsweise Aufbau von Selbstvertrauen, Beurteilung der eigenen Stärken bis hin zu klassischen Gedächtnisübungen. Die Kinder lernen Umstände beim Lernen zu beeinflussen.

Berichte für die Eltern

Nach den Sitzungen erstellt Tanja Flügel einen Bericht für die Kinder, deren Eltern und die Klassenlehrerin Susanne Daneshmand. „Erst durch die Unterstützung des Projektes durch Susanne Daneshmand und ihre hohe Flexibilität im Unterricht ist das Pilotprojekt möglich geworden“, erläuterte Tanja Flügel. Schulleiter Udo Zelck freut sich über die „absolute Bereicherung“ an seiner Schule und zeigt sich interessiert über die weitere Entwicklung des Projektes. Nach Abschluss soll in einer Gesprächsrunde des Schulvorstandes über die jetzt schon ersichtlichen Erfolge und die Zukunft des Projektes gesprochen werden. Interessierte Eltern können sich über die Erfolge ihrer Kinder bei Tanja Flügel informieren oder sich auf der Homepage der Schule (www.grundschule-wallensen.de) in das Thema einlesen. 

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