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Dewezet vom 20.12.2008
Ernährungsführerschein: Junges Gemüse trifft junges Gemüse
„Brotgesichter“ und „Kater Cook“ sorgen in der
Humboldt Grundschule Wallensen für praktische Lebensmittelkunde /
Idee von den Landfrauen
Kordula Röhr und Schüler bei der Auswahl des richtigen
„Werkzeuges“. Foto: gök
Wallensen (gök). In der Humboldt Grundschule Wallensen tauchen auf den Tischen der
dritten Klasse seltsame bunte Gesichter mit langen oder
stoppeligen Schnittlauchhaaren oder grünen Bärten auf.
Diese „Brotgesichter“ entstanden in der ersten
Unterrichtseinheit des Projektes „Der aid-Ernährungsführerschein“.
In diesem Unterrichtskonzept, das für dritte Klassen
geplant wurde, steht die Praxis im Mittelpunkt. Hier
soll der Sachkundeunterricht praktisch umgesetzt werden.
Die Schüler lernen mithilfe von „Kater Cook“ eine
Ernährungspyramide kennen und dadurch wichtige
Lebensmittelgruppen.
Sie üben den praktischen und sicheren Umgang mit
Lebensmitteln und Küchengeräten, bereiten kleine gesunde
Gerichte zu und essen sie gemeinsam.
Nico erklärt die Ernährungspyramide mit der Ampel: Grüne
Lebensmittel bedeuten „Freie Fahrt“, gelbe sollte man
nicht so oft essen und rote wie zum Beispiel Süßigkeiten
nur einmal am Tag in kleinen Mengen.
Dabei achten alle Kinder zusammen mit ihrer Lehrerin
Kordula Röhr und der pädagogischen Mitarbeiterin Gertrud
Seebothe auf Hygiene und Tischkultur. Gertrud Seebothe
hatte die Idee für den Ernährungsführerschein vom
Landfrauenverein Coppenbrügge mitgebracht.
In der zweiten Unterrichtseinheit bereitet Kevin mit
seiner Gruppe „knackigen Gemüsespaß mit Kräuterquark“
zu, und Celine und Mitarbeiter arbeiten in der dritten
Einheit am „kunterbunten Nudelsalat“. Nach Weihnachten
müssen alle Köche aus Klasse 3 eine schriftliche Prüfung
ablegen – kein Führerschein ohne praktische Prüfung. Im
Februar 2009 trifft sich die dritte Klasse wie jedes
Jahr mit Eltern, Großeltern und Geschwistern zur
Winterfeier mit Unterhaltungsprogramm. Dann heißt es
zusätzlich „Ärmel hochkrempeln“ und für die Gäste ein
kalt-warmes Buffet zuzubereiten. Wird den Gästen das
heiße Kartoffelgericht schmecken? Die Erdäpfel haben die
Schüler selbst im Herbst im neu angelegten Schulgarten
gerodet. Nach dem Fest werden vielleicht alle rufen:
„Wir haben ihn!“ Wen? Den Ernährungsführerschein.
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Dewezet vom 17.12.2008
Kinder spielen beim DRK in Wallensen
Theater-Gruppe und Flöten-AG der Grundschule zeigen
„Der Wolf und die sieben Geißlein“
Mit „Der Wolf und die sieben Geißlein“ erfreuten die
Schüler die Wallenser DRK-Mitglieder. Foto: gök
Wallensen (gök). Die Mitglieder vom Deutschen Roten Kreuz freuten sich
über die Darbietungen der Schüler von der Humboldt Grundschule Wallensen: Die Theater-Gruppe unter der Leitung von
Lehrerin Kordula Röhr und die Flöten-AG der Lehrerin
Astrid Oppermann-Grote überzeugten bei der Inszenierung
von „Der Wolf und die sieben Geißlein“. Zum Dank
überreichte der Weihnachtsmann den Darstellern und
Leiterinnen noch kleine Geschenke. Die Wallenser
DRK-Vorsitzende Rosemarie Brostedt wünschte sich zum
Abschluss eine Wiederholung im nächsten Jahr.
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Dewezet vom 16.12.2008
In Wallensen ist die Finanzkrise der Zwerge zum Lachen
400 Zuschauer begeistert vom Weihnachtsmärchen / 480 Euro für die
Dorfkultour / Martina Kicke neue „Oma“
Doreen Steputat (Rosenrot), Frank Liberti (Bär), Tamara Biskup (Zwerg),
Dagmar Pommerening (Schneeweißchen).
Foto: gök
Wallensen (gök). Selten wurde in diesen Tagen über die Finanzkrise in der Welt gelacht. Doch
in Wallensen ist mal wieder alles anders. Beim Theaterstück „Schneeweißchen
und Rosenrot“ von der Laienspielgruppe der Eltern der Grundschüler und
Kindergartenkinder kämpften der Zwerg Tamara Biskup und der Bär sowie
spätere Prinz Frank Liberti um den Schatz. Von der schauspielerischen
Leistung her war ein Unterschied zwischen Laienspielgruppe und
hauptberuflichen Schauspielern kaum auszumachen. Zu Beginn erinnerte die
neue Märchenoma Heike Liberti an die ehemalige Märchenoma Martina Kick, die
ins Rheinland gezogen ist: „Oma Kick ist nicht da. Jetzt bin ich so
gekommen, wie ich immer rumlaufe“, entschuldige sie ihr altes Aussehen und
die Zuschauer hielten sich das erste Mal den Bauch vor Lachen.
Es war der Beginn eines Feuerwerkes an Witzen und Sketchen, die in das
Märchen eingebaut waren. Auf gewohnt komödiantische Weise nahmen die
Schauspieler zahlreiche Filme oder Lieder auf die Schippe. Der Zwerg
beispielsweise lief wie Gollum aus Herr der Ringe herum und suchte nach
seinem „Schatz“.
400 Zuschauer in zwei Vorstellungen
Ein Höhepunkt waren sicherlich die Gesangsdarbietungen von Schneeweißchen
Dagmar Pommerening und Rosenrot Doreen Steputat zu der Melodie von „Komm’,
hol das Lasso raus“. Das Publikum sang begeistert mit.
Analog zu Waldorf und Stadler aus der Muppetshow unterhielten die Taube An-drea
Langer und die Ziege Bettina Schulz das Publikum mit ihren Bemerkungen.
Höhepunkt der Geschichte war dann sicherlich der Strip des Bären, der sich
zu den Tönen von „You can leave your hat on!“ zum Prinzen verwandelte.
Animiert von der Märchenoma, grölte die Kinderschar dann zum Abschluss den
bekanntesten aller Märchen-Sätze: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann
leben sie noch heute!“ Passend zur Finanzkrise drohte die Märchenoma dann
noch, den Erlös dieses Jahr für eine fünfjährige Rentenerhöhung zu nehmen.
Doch sie entschied sich anders, und die Dorfkultour freut sich über 480
Euro, die für das Haus an der Stadtmauer verwendet werden sollen. Die
Laienspieler hatten wieder viel Herzblut in ihren Auftritt gelegt. Das
Drehbuch war vor den Herbstferien verteilt worden, und nach den Ferien
probte die Truppe ein- bis zweimal die Woche. Auch beim mittlerweile achten
Theaterstück kam keine Langeweile auf. Die rund 400 Zuschauer der zwei
Vorstellungen freuen sich schon auf nächstes Jahr. Denn mittlerweile gehört
das Märchenstück genauso wie Kirchgang und Gans zur Weihnachtszeit.
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Salzhemmendorf Aktuell vom 16.10.2008
Schulgarten-Projekt wird positiv angenommen
Wallensen (gök). Das erste Erntedankfest der Humboldt Grundschule Wallensen war ein Zuschauermagnet.
Knapp 300 Besucher kamen und nahmen damit die Idee des Schulgarten-Projektes
positiv an. Der Schulgarten entstand mit Unterstützung von Sponsoren und des
Ortsrates. Ortsbürgermeister Fritz Köhne ließ es sich nicht nehmen, die
Sträucher zusammen mit anwesenden Eltern und der Lehrerin Kordula Röhr
selbst einzupflanzen. Aber auch die vier Klassen beteiligten sich am Fest.
So konnten die Gäste unter anderem Kartoffelmännchen zusammenbauen,
Kartoffel-Glatzköpfe basteln, selbst gemachtes Apfelmus genießen und sich
generell über die Kartoffel informieren.
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Dewezet vom 10.10.2008
300 Gäste feierten rund um die Kartoffel
Erstes Erntefest an der Schule Wallensen / Gelände mit neuen Sträuchern
bepflanzt
Simon und seine Mutter Nadine beim Basteln von Kartoffelmännchen.
Wallensen (gök). Damit hätten die Lehrer nicht gerechnet: Es waren knapp 300 Besucher, die das
erste Erntefest der Humboldt Grundschule Wallensen besuchten. Die Idee entstand aus dem
Schulgartenprojekt heraus, das mit Unterstützung von Sponsoren und dem Ortsrat
entstanden ist. Aus den verbliebenen finanziellen Mitteln schaffte die Schule
nun noch zwei Johannisbeersträucher und zwei Stachelbeersträucher an.
Ortsbürgermeister Fritz Köhne pflanzte die Sträucher zusammen mit anwesenden
Eltern und der Lehrerin Kordula Röhr selbst ein. An der vorhandenen Mischkultur
können sich die Schüler dann im nächsten Jahr bedienen.
Aber auch die vier Klassen beteiligten sich an dem Fest. So konnten die Gäste
unter anderem Kartoffelmännchen zusammenbauen, Kartoffelglatzköpfe basteln,
selbst gemachtes Apfelmus genießen und sich generell über die Kartoffel
informieren.
Für Kulinarisches sorgten die Eltern und Lehrer gemeinsam. So übernahmen die
Eltern den Grill- und den Glühweinstand. Die Lehrer beaufsichtigten das
Kartoffelfeuer, das besonders die Kinder faszinierte.
Ortsbürgermeister Fritz Köhne greift zum Spaten.
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Dewezet vom 12.09.2008
Manche Kinder schaffen alles mit links
Psychologen warnen: Umschulung auf die rechte Hand kann Chaos im Gehirn anrichten
Von Christian Göke
Maxi und Leon zusammen mit Ihrer Lehrerin Frau Röhr. Foto: gök
Wallensen. Besorgt fragt Maximilians Mutter, Daniela S., beim Elternabend vor der Einschulung in Wallensen nach. Wie viele andere auch, fürchtet sie, dass Linkshänder wie ihr Sohn unter großen Nachteilen leiden.
Diese Meinung kommt nicht von ungefähr. "Linke" gelten in vielen Kulturen als "nicht normal". So gilt die linke Hand in einigen Völkern als unrein und ist eher negativ behaftet. Ursächlich für die Vorbehalte ist wohl die frühere Aufgabenteilung der Hände: Die rechte diente zum Essen, die linke als "Toilettenhand". Heutzutage wird der Anteil der Linkshänder auf bis zu 20 Prozent der Erdbevölkerung geschätzt. Da früher viele Linkshänder umgeschult wurden, ist die tatsächliche Anzahl aber nur schwer zu schätzen.
Die Wissenschaft ist mittlerweile soweit fortgeschritten, dass zum Beispiel Schüler heutzutage nicht mehr umgeschult werden. Mittlerweile gibt es mehrere Anlaufstellen wie die "Erste deutsche Beratungs- und Informationsstelle für Linkshänder und umgeschulte Linkshänder e.V." in München. Laut der Leiterin der Einrichtung, Johanna Barbara Sattler, wurde Linkshändigkeit erst mit den sozialen Veränderungen zum Gesellschaftsproblem. Linkshänder fielen erst mit der Einrichtung von Schulen und des damit verbundenen Schreibunterrichts oder später bei der Bedienung von Maschinen in Fabriken auf.
Psychologen wie die Schulpsychologin Anna Barnert vom Landkreis Hameln-Pyrmont wissen heutzutage, dass das frühere Umschulen in der Schule teilweise katastrophale Folgen hatte. "Die Umschulung kann im Gehirn ein Chaos dergestalt anrichten, dass sich dieses in Gedächtnisproblemen, Lese- und Rechtschreibschwäche oder Konzentrations- und Wortfindungsstörungen auswirkt," erläutert Barnert. "Selbst psychische Probleme wie ausgeprägte Nervosität oder depressive Verstimmungen werden inzwischen mit einer früheren Rechts-Umschulung in Verbindung gebracht. Mittlerweile können die Kinder in den Schulen ihre Händigkeit individuell ausleben."
Die Lehrer der Humboldt Grundschule Wallensen haben den Eltern der ABC-Schützen die Angst genommen. In seiner Klasse ist Max nicht der einzige Linkshänder - insgesamt gibt es drei in seiner Klasse. Deshalb ist es für Max auch ganz normal, mit links zu schreiben. Laut Sattler ist dieses Selbstbewusstsein nicht selbstverständlich. Sensible Kinder neigten dazu, sich innerhalb einer Gruppe nach der rechtshändigen Mehrheit oder auch nach dem Vorbild rechtshändiger Eltern zu richten. Einfache Maßnahmen wie der richtige Sitzplatz (links am Tisch) oder die richtige aufrechte Körperhaltung beim Schreiben helfen den Kindern, ganz normal mit links sauber zu schreiben.
Max' Eltern sind zwar froh, dass es für Linkshänder mittlerweile auch entsprechende Schulartikel wie Linkshänderlineale gibt, jedoch sind diese verhältnismäßig teuer. So gab Daniela S. für vier kleine Artikel schon zehn Euro mehr aus als Rechtshändereltern.
Die Erfahrungen von erwachsenen Linkshändern besagen, dass Artikel wie beispielsweise Linkshänder-Golfschläger nur sinnvoll sind, wenn ein Linkshänder vorher noch nicht mit dem gleichen Artikel mit rechts gearbeitet hat. Hat er sich erst an den "rechten" Gegenstand gewöhnt hat, macht ein späterer Wechsel meist keinen Sinn mehr. So nutzt der kleine Max zu Hause auch eine Rechtshänder-Maus für den PC und nicht die schon weitverbreitete Linkshänder-Maus. Dies hängt offenbar mit der Familiensituation zusammen, wo sonst nur Rechtshänder im Haus wohnen. Denn "übertreiben wollte ich es nicht, aber wir wollten es ihm einfacher machen," erzählt Max' Mutter Daniela.
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Dewezet vom 15.06.2008
Praktischer Unterricht im neuen Schulgarten
Gartenprojekt: Viertklässler legen Beete an / Passendes Theaterstück auf der Schulbühne
Alina und Jenny bearbeiten fleißig die Beete. Foto: gök
Wallensen (gök). Die Natur mit allen Sinnen genießen – unter diesem Motto standen die Projekttage der Humboldt Grundschule Wallensen, an denen die Schüler der vier Klassen fleißig säten und pflanzten. Mitarbeiter der Jugendwerkstatt Oldendorf hatten zuvor einen Teil der Rasendecke hinter der Schule entfernt, den Boden gefräst und die Wege befestigt, ortsansässige Firmen, der Elternverein und der Ortsrat beteiligten sich an den Kosten für Zaun und Material.
Vorher hatten die Schüler genau geplant, was in ihrem Garten wachsen sollte. Am letzten Projekttag fand am Nachmittag eine Präsentation der Gartenarbeit statt. Die Eltern konnten sich die Beete ansehen und in den selbst gestalteten Gartenheften blättern. Obst- und Gemüsepuzzles und ein Gartenquiz sorgten für Abwechslung. In der Kaffeestube kümmerten sich dann einige Elternteile um das leibliche Wohl aller Gäste. Zur Unterhaltung gab es das Theaterstück „Eddie the earthworm“ (Eddie, der Regenwurm), das die vierte Klasse passend zum Projekt auf der Schulbühne zeigte.
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Dewezet vom 28.04.2008
Neuer Vorstand des Elternvereins
Zusammenarbeit mit Uni Münster / Elterncafé für mehr Zusammenhalt
Frisch gewählt: Heike Liberti, Christian Göke, Martina Kick, Clemens Pommerening
und Ulrike Köhne (v. li.) Foto: gök
Wallensen (gök). Das letzte Jahr stand auch an der Humboldt Grundschule Wallensen im
Zeichen der Pisa-Studie, wie bei der Jahreshauptversammlung des Elternvereins
deutlich wurde, zu der die Vorsitzende Heike Liberti die anderen Mitglieder
begrüßte. So hatte sich der Verein an einem Projekt der Universität Münster
beteiligt, bei dem die Kinder der dritten und vierten Klasse an einem Test
teilnahmen.
Nachdem die Ergebnisse ausgewertet waren, konnten die Kinder gezielt mit
Arbeitsbögen an ihren Schwächen arbeiten. Für diese Studie steuerte der
Elternverein 450 Euro bei, um die kleinen Schüler besser individuell fördern zu
können.
Was sich die Mitglieder als nächstes vorgenommen haben, wurde ebenfalls
berichtet. Beispielsweise soll in Kürze im Rahmen der Inventaraufstockung eine
Pinwand angeschafft werden. Beibehalten wird außerdem das gemeinsame Frühstück,
das bei den Schülern besonders beliebt ist und für das Birgit Beuter immer
wieder mit abwechslungsreicher Kost aufwartet.
Um den Zusammenhalt der „Großen“ untereinander weiter zu stärken, wird künftig
im Vier-Wochen-Rhythmus ein „Elterncafé“ im Clubraum der Schule veranstaltet –
Premiere war am Samstag. Auch am Stadtfest will der Elternverein wieder
teilnehmen. Damit soll laut Heike Liberti weiter „eine rege Teilnahme am
Vereinsleben“ in Wallensen gesichert werden. Geplant ist ein Eisstand, der die
Kinder begeistern soll.
Änderungen hat es in der Zusammensetzung des Vorstandes gegeben. Bestätigt
wurden bei der Wahl in ihren Ämtern Heike Liberti als Vorsitzende und Ulrike
Köhne als stellvertretende Vorsitzende. Martina Kick und Clemens Pommerening
traten von ihren Ämtern als Schriftführer und Kassierer zurück. Neu gewählt
wurden Bettina Wallbaum als Kassiererin und Christian Göke als Schriftführer.
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Dewezet vom 02.04.2008
Zeichen für Erhalt der Integration in Wallensen gesetzt
„Übergang in die Schule gewährleisten“
Karl-Heinz Grießner, Udo Zelck und Marlies Kölling, die Leiterin der Kita
Stoppelhopser, unterschreiben den Kooperationsvertrag. sto
Wallensen/Thüste (sto). Nun haben auch die Humboldt Grundschule Wallensen und die
Kindertagesstätte „Stoppelhopser“ einen Kooperationsvertrag geschlossen, in dem
die seit längerem praktizierte Zusammenarbeit fest vereinbart ist. Hintergrund
sind die Erfüllung eines gemeinsamen Bildungsauftrags sowie die Gewährleistung
der pädagogischen und sonderpädagogischen Grundversorgung. Letztere hat durch
die Integrativkinder in beiden Einrichtungen einen besonderen Stellenwert.
Derzeit besuchen 16 Integrativkinder die Kita Stoppelhopser. „Deren Eltern sind
natürlich in großem Maß bestrebt, dass ein lückenloser Übergang vom Kindergarten
in die Schule erfolgt“, betont Schulleiter Udo Zelck. Sich aus der
Kindergartenzeit zu kennen, trage bei allen Kindern zu einem leichteren
Schulstart bei, wurden doch bereits soziale Kontakte geknüpft. Der Schulleiter
weiß das aus Erfahrung. Viele der derzeitigen Grundschüler, einschließlich der
acht Integrativkinder, seien „Ehemalige“ aus dem Stoppelhopser. Die „große
Kennenlernphase“ habe bei ihnen bereits im Kindergarten stattgefunden.
Kombiklassen noch offen
In welcher Form es nach den Sommerferien in der Humboldt Grundschule Wallensen
weitergehe, ob beispielsweise Kombiklassen oder jahrgangsübergreifende Klassen
eingerichtet werden, müsse noch in Gesprächen mit allen Beteiligten geklärt
werden. Auch die von vielen Eltern gewünschte Hortgruppe in der Grundschule sei
erst „angedacht“.
„Der Kindergarten ist Lieferant der Grundschule, deshalb ist lückenlose
Basisarbeit so wichtig“, drückt Karl-Heinz Grießner, der Vorsitzende des
Trägervereins, das Bestreben der Eltern nach lückenloser Grundversorgung
humorvoll aus. Im Sommer wird im Stoppelhopser das zehnjährige Bestehen des
integrativen Angebots gefeiert.
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Dewezet vom 19.12.2007
Riesenbeifall für Stoppelhopsers Rumpelstilzchen
400 Zuschauer bei satirischem Märchen
Von Ingrid Stenzel
„Prinzenrolle“ und Müllerstochter. Fotos: ist
Wallensen. Glücklich ein Königreich wie das „Wallensinische“,
das sich zu Weihnachten mal eben ein Stroh zu Gold spinnendes Rumpelstilzchen leistet,
auf diese Weise aller Sorgen um streikende Lokomotivführer, die Finanzierung des freien Kindergartenjahres
und des Kindergartenanbaus entledigt ist und ganz nebenbei den König vor dem Hartz IV-Absturz bewahrt
– all das für die belanglose Kleinigkeit, die Müllerstochter mit dem Prinzen zu verheiraten.
Jackpot für Finanzminister! „Deal oder no Deal?“, keine Frage! Aber es ist ja auch nur ein Märchen,
allerdings eins von der süffisant und übermütig sprühenden, ins Hier und Heute gebeamten Art,
in der die Laienspielgruppe der Stoppelhopser Meister ist. Rund 400 Zuschauer aller Altersgruppen –
längst kommen die Erwachsenen auch ohne Kinder – zwängen sich jubelnd und prustend in der Aula der
Humboldt Grundschule Wallensen. Unmöglich zu sagen, wer sich am meisten amüsiert, die Kinder,
die erwachsenen Zuschauer oder die Laienspieler selbst?
Erlös für den Freibadverein
Herrlich grantiges, aber liebenswertes Rumpelstilzchen, dargestellt von Heike Liberti.
„Soll ich wieder singen?“ Die Antwort des Publikums kommt prompt und lautstark, ob Protest oder jubelnde Begeisterung, ist nicht recht auszumachen – spielt aber auch keine Rolle, denn dieses Rumpelstilzchen hätte so oder so sein grauslig deftiges „Heute spinn’ ich…“ inbrünstig hinausgegröhlt, ein herrlich grantiges, dabei aber liebenswertes Rumpelstilzchen, dargestellt von Heike Liberti. Ein Neuzugang bei Hofe aus den neuen Bundesländern ist zu melden – selten hört man ein köstlicheres Sächsisch als das von „Berater“ Doreen Steputat, selten ein derart hinreißend verzweifeltes, jammervolles Schluchzen wie das der Müllerstochter Bianca Ritterbusch am Strohkorb. Selten sind sie alle, die Gags des Laienspielteams um Heike Liberti, auch mit Marcus Flügel als König, Dagmar Pommerening als Königin, Frank Liberti in der Doppelrolle als Bote und Müller, Ramona Lampe als dessen Frau und Martina Witschorek als Strohmann. Eine übermütig sprudelnde Gesellschaft, die Niklas Lampe (9) kurzerhand vom Platz im Parkett zum Prinzen mit Prinzenrolle auf der Bühne auserwählt. Nicht zu vergessen der traditionelle Ruhepol, „Märchenomma“ Martina Kick, die seit sieben Jahren seelenruhig unter ihrer nostalgischen Stehlampe sitzt, ihrem Friseur, das ist unübersehbar, treu geblieben ist. Als lachender Letzter freut sich der Freibadverein Wallensen: In seine leere Kasse fließt der Erlös.
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Dewezet vom 23.10.2007
Gemeinsamer Kampf für Erhalt der Schule
Eltern wählen Schulvorstand in Wallensen / „Spannende Aufgabe erwartet uns“
Der neue (Eltern-)Vorstand der Schule Wallensen (v.li.): Tanja Flügel, Jens
Kottlarz, Holger Schaper und Christian Göke.
Wallensen (red). Im Rahmen der Eigenverantwortlichkeit der Schulen muss ein
Schulvorstand gewählt werden. Dieser besteht zur Hälfte jeweils aus Lehrkräften
und vom Schulelternrat gewählten Eltern. Die Schulelternratsvorsitzende der
Humboldt Grundschule Wallensen Martina Kick freute sich, dass sich vier motivierte
Erziehungsberechtigte gefunden hatten, die sich für die Wahl zum Schulvorstand
zur Verfügung stellten. Bei der Vorstellung der Kandidaten meinte bereits der
zur Wahl stehende Jens Kottlarz, „dass es sich um eine wahrscheinlich sehr
spannende Aufgabe handeln wird, da die Eltern ja jetzt über die wichtigen
Entscheidungen für die Schule mitbestimmen dürfen“. Bei der Wahl gab es dann
auch keine Überraschungen. Die abgegebenen 20 Stimmen verteilten sich zu
gleichen Teilen auf alle zur Wahl stehenden Eltern. Daher setzt sich der
Elternteil des Schulvorstandes aus Tanja Flügel, Jens Kottlarz, Holger Schaper
und Christian Göke zusammen.
Martina Kick betonte nochmals das Ziel der fruchtbaren Zusammenarbeit, um
gemeinsam auch für den Erhalt der Humboldt Grundschule Wallensen zu kämpfen.
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Dewezet vom 17.07.2007
Ein Baum, der jetzt schon Früchte trägt
Kinder der Grundschule wechseln an die KGS
Wallensen (hua). Als vor vier Jahren die kooperative Klasse an der Humboldt Grundschule Wallensen ihre ersten Schritte machte, waren noch nicht alle von der Notwendigkeit der Einrichtung überzeugt. Inzwischen aber hat sich gezeigt: Das Zusammenbleiben von Kindern mit Lernschwierigkeiten und ihren Altersgenossen ist für beide Gruppen sehr förderlich.
Von Beginn ihrer Schulzeit an hatten sie in Mandara Asadi-Bullerdiek ihre Klassenlehrerin gefunden. Sie setzte sich vorbildlich für das Gelingen des Projektes ein. Der Erfolg gibt ihr und den „Vätern“ dieses Experimentes recht. Noch heute haben beide Gruppen gemeinsam Unterricht, bis auf die Fächer Deutsch, Mathe und Teilbereichen des Sachkundeunterrichtes. Die einzigartige Erfolgsgeschichte des Experimentes findet nun ihre Fortsetzung an der KGS Salzhemmendorf.
Ihre Lehrerin wird sie auch weiterhin begleiten, auch sie wechselt zur KGS. Als Abschiedsgeschenk pflanzten die Schüler der Jahrgangsstufe einen Apfelbaum, einen Holsteiner Cox, auf die Schulwiese. Als sichtbare Früchte trägt er schon jetzt die gemalten Äpfel der jeweiligen Schüler.
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Dewezet vom 18.12.2006
Aschenputtel für das Wallensenische Königreich entstaubt
Laienspielgruppe der Stoppelhopser führt Weihnachtsmärchen in der
Grundschule auf / Erlös für guten Zweck
Sprühende, ungezwungene Spielfreude: Die Laienspielgruppe auf der Bühne in
Wallensen. Foto: ist
Wallensen (ist). So liebevoll aber auch resolut der reale Staubwedel zu Beginn der Vorstellung
durch die Reihen des Publikums ging, so liebevoll hat im Vorhinein der imaginäre
Feudel das Aschenputtelmärchen entstaubt und dem "Wallensenischen Königreich" im
21. Jahrhundert kompatibel gemacht. Gut 150 dichtgedrängte, schwitzende
Zuschauer aller Altersgruppen jubeln - und dies ist erst die erste von zwei
Vorstellungen in der Wallenser Grundschule. Seit mittlerweile sechs Jahren ist
der Besuch des Weihnachtsmärchens der Laienspielgruppe der Stoppelhopser
Programm für viele Familien der umliegenden Orte.
Da wird der Hofmarschall zum fülligen "Rezeptor", der seinen Arztbesuch bis zur
endgültigen Verabschiedung der Gesundheitsreform verschiebt, der begehrte Prinz
sorgt sich um etwaige Anschläge mit Polonium "zweihundertsoundso", die
Belegschaft der sortierenden Taubenabteilung ("Die guten ins Töpfchen, die
schlechten ins Kröpfchen") ist bis auf eine Arbeitskraft wegrationalisiert
worden, die allerdings auch allein das angestrebte Ziel erreicht: Das
gebeutelte, von Stiefmutter und Ekelschwestern gemobbte Aschenputtel bekommt,
wie es sich gehört, seinen Prinzen.
Das Publikum ist begeistert. Die Kleinen bangen in der feierlichen Atmosphäre
des Theaters wie eh und je um ihr Aschenputtel, dessen Geschichte sie ja doch
in- und auswendig kennen. Damit die Aufregung nicht gar zu groß wird, nimmt die
"Märchenoma", exakt eine, wie man sie sich als Kind vorstellt, von Zeit zu Zeit
vorlesend alle "an die Hand".
Die Großen genießen die augenzwinkernden Seitenhiebe auf die Aktualität, stimmen
sogar ein in die hinter dem Vorhang im Chor der Truppe gesungene Aufforderung an
Aschenputtel: "Zieh dich aus kleine Maus, mach dich nackicht... ." Das aber
schlüpft doch lieber hinter der Bühne in das Ballkleid aus einer der beiden
Kokosnüsse - wo übrigens diese Kokospalme in Wallensen zu finden ist, fragte
sich mancher. Aber klar, die Lümmeltruppe des Prinzen ist mehr fürs Bowlen mit
Kokosnüssen als fürs Murmeln mit Haselnüssen. Ihre Streifzüge führt sie,
Armbrust geschultert, quer durch das Publikum, denn das hat - entsprechend der
Anweisung der Regie - mit hoch erhobenem Tannenzweig die Rolle des Waldes
übernommen, wobei sich manch ein Vater als besonders kooperativ erweist. Not
macht eben nicht nur erfinderisch, sondern setzt auch knalleffektive Akzente!
In Ermangelung ausreichender Bewerberinnen um die Hand des Prinzen bekommt auch
der Vorsitzende Karl-Heinz Grießner einen Schleier umgelegt und wagt ein
Tänzchen mit dem Königssohn.
Die sprühende, ungezwungene Spielfreude der auf der Bühne agierenden 13 Eltern
von Kindergarten- oder mittlerweile Grundschulkindern unter Regie von Heike
Liberti bietet nach einhelliger Meinung einen vollen Ersatz für die Fahrt ins
"große Stadttheater". Vom Erlös gehen jeweils eine Hälfte an den Kulturverein
und die Eltern für die Druckkosten der von ihnen verfassten Broschüre zum
zehnten Geburtstag der Stoppelhopser.
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Dewezet vom 01.07.2006
130 Pakete für die Versteigerung
Wallenser Vereine hatten sich viel einfallen lassen / 500 Euro gespendet
Wallensen (hua). Ein "kinderfreundliches Dorf": Alle Wallenser Vereine waren mit dabei, als unter Leitung der Elternschaft des Kindergartens "Stoppelhopser" und der Grundschule gefeiert wurde. Das Besondere war sicherlich die Resonanz auf einen Aufruf, etwas für eine Versteigerung zu spenden: 130 Pakete waren abgegeben worden - und sogar ein Trimmrad. Wer Hunger verspürte, wurde von der Hütte-Ostkreis und dem DRK-Ortsverein versorgt. Bei der Freiwilligen Feuerwehr gab es Pommes - sowie die Möglichkeit, die Handdruckpumpe auszuprobieren. Denn nicht Essen und Trinken standen im Vordergrund, sondern die vielfältigsten Aktionen. Angefangen bei den musikalischen Einlagen, Schattentheater und Tanzvorführungen bis hin zur Versteigerung.
Austoben konnten sich die Kinder in der Hüpfburg. Und sie demonstrierten mit der DRK-Bereitschaft Marienau: Auch sie sind in der Lage, Erste Hilfe zu leisten. Umlagert waren ebenso die Negerkusswurfmaschine, mit der der Schwimmbadverein den Kindern viel Freude bereitete. Etwas ernster ging es beim KKSV zu. Hier konnten die Jugendlichen ihre Treffsicherheit an der Laserpistole testen. Abschließend wurde noch ein Luftballonwettbewerb veranstaltet. Für den finanziellen Aufwand, beispielsweise für die Hüpfburg, hatte die Theatergruppe des Kindergartens 500 Euro zur Verfügung gestellt.
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Dewezet vom 01.06.2006
Manege frei für den Grundschul-Nachwuchs
Zirkus "Bellissimo" probt mit Kindern / Fünf Tage Training im Zelt /
Begeisternde Vorstellung
Jüngstes Manegemitglied: Der 15 Monate alte Gordon, der mit Hilfe seines
Vaters, dem Zirkusdirektor, hoch hinaus will. Foto: sto
Salzhemmendorf (sto). Fünf Tage lang hatten die 210 Mädchen und Jungen der Grundschulen Salzhemmendorf
und Wallensen ein eigenartiges Fieber, das sie aber nicht ans Bett fesselte,
sondern sie in Hochform versetzte - handelte es sich doch um das "Zirkusfieber".
Es begann montags und erreichte freitags seinen Höhepunkt,als die Schüler in
drei Vorstellungen in der Manege selbst zu Akteuren im Kinder-Mitmach-Zirkus "Bellissimo"
wurden.
Der aus Bielefeld stammende Zirkus hatte seine Zelte auf dem Parkplatz oberhalb
der Grundschule Salzhemmendorf aufgebaut. Gemeinsam mit den Erst- bis
Viertklässlern der beteiligten Schulen erarbeitete das Bellissimo-Team ein
Programm, das sich sehen lassen konnte und das allen Beteiligten riesigen Spaß
machte, wie an den strahlenden Augen der Kinder abzulesen war. Selbst
diejenigen, denen vorher ein wenig mulmig zumute war, weil sie bisher noch
keineZirkusluft aus unmittelbarer Nähe geschnuppert hatten, fühlten sich bei der
Bellissimo-Familie gut aufgehoben.
Kein Drill, sondern ein harmonisches Miteinander und viel Spaß standen im
Vordergrund bei dem gemeinsamen Training. "Für unsere Schüler waren die fünf
Tage im Zirkuszelt ein tolles Erlebnis", betonte Udo Zelck, Leiter beider
Grundschulen. Die Mitmach-Aktion habe das Selbstbewusstsein der Kinder und ihr
soziales Verhalten gestärkt, denn bei der Zirkusarbeit seien alle beteiligten
Zirkusneulinge aufeinander angewiesen gewesen.
In drei rappelvollen Vorstellungen konnten die Grundschüler dann zeigen, was
ihnen das Bellissimo-Team beigebracht hatte. Die Mädchen und Jungen wurden zu
Clowns, zu Drahtseilartisten, zu Akrobaten, zu geschickten Reitern, zu
Bauchtänzerinnen, zu Jongleuren, zu Luftakrobaten, zu Fakiren, zu Zauberern und
vielem anderen mehr. Das Publikum war mehr als begeistert und dankte mit großem
Applaus. Der vierjährige André und der 15 Monate alte Gordon, die jüngsten
Mitglieder der Bellissimo-Familie, waren in den Beifall mit eingeschlossen,
hatten sie die Grundschüler bei der Vorführung der Kunststücke doch eifrig
unterstützt - und dadurch die Herzen der Zuschauer erobert. Der Elternverein der
Grundschule Salzhemmendorf sorgte für das leibliche Wohl.
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Dewezet vom 16.12.2005
Wie der Prinz soll Kempe die Schule retten
Wallensens Eltern kämpfen für Erhalt und würzen ihr diesjähriges
Märchenspiel mit scharfer Kritik
"Der Prinz konnte den Hofstaat retten. Können wir aber unsere Schule
retten?", fragten die Eltern in ihrem Märchenspiel. Foto: sto
Wallensen (sto). Wie der Prinz mit der Dornenhecke kämpft, um Dornröschen und
den ganzen Hofstaat aus dem 100-jährigen Schlaf zu befreien, wollen die
Wallensener Eltern um den Erhalt ihrer Grundschule kämpfen. Dieses Anliegen
wurde bei der Aufführung des Märchens "Dornröschen" deutlich, das die
Laienschauspielgruppe des Kindergartens Stoppelhopser in der Grundschule
präsentierte.
Ihre beiden Aufführungen des traditionellen Märchens hatten die Eltern gewürzt
mit versteckter, aber dennoch scharfer Kritik an Politik und Verwaltung
hinsichtlich der Schulentwicklungsplanung im Flecken Salzhemmendorf - als Signal
für den Erhalt der Humboldt Grundschule Wallensen, sozusagen.
"Alle, die über die Schließung unserer Schule zu bestimmen haben, müssten jetzt
sehen, wie glücklich die Kinder hier sind und wie sehr sie sich hier wohl
fühlen", wünschte sich "Glücksfee" Heike (dargestellt von Heike Liberti), die
die Aufführung eröffnete. Ohne seine Schule wäre der Ort Wallensen ein ziemlich
armer Ort.
Die gute Fee hatte ein Hufeisen mitgebracht, das nicht nur dem Dornröschen Glück
bringen sollte, sondern auch den Eltern und Kindern aus Wallensen. Dem
Dornröschen (Doreen Steputat) hat es geholfen: Sie und der gesamte Hofstaat
wurden von dem tapferen Prinzen Frank (Frank Liberti) aus dem 100-jährigen
Schlaf erlöst, der ihnen von einer Fee auferlegt worden war. Mit Mut, Ausdauer
und Kraft gelang es dem Prinzen, die Dornenhecke zu zerschlagen und alles wieder
zum Leben zu erwecken "Wie der Prinz den Königsstaat gerettet hat, müsste
Bürgermeister Kempe unsere Schule retten", rief Glücksfee Heike, und die vielen
Zuschauer spendeten zustimmenden Applaus.
Zum Schluss der Aufführung kam ein "Geier" auf die Bühne, der sich als
Pleitegeier und als Gegner der Glücksfee brüstete. Er sagte: "Ich rieche
Verwesung. Das ist gut für mich, dann habe ich immer genug zu essen." Wer wird
den Kampf um die Grundschule gewinnen? Der Pleitegeier oder die Glücksfee?
Tosenden Applaus erhielten die Darsteller für ihre Aufführung, die Kinder und
Erwachsene gleichermaßen begeisterte - wenn auch aus unterschiedlichen
Blickwinkeln. Es war das fünfte Mal, dass die Laienschauspielgruppe ein
Weihnachtsmärchen präsentierte. Als "Neuer" im Ensemble wurde Marcus Flügel - er
spielte den König - vorgestellt.
Der Erlös ist für ein Sommerfest an der Schule gedacht, mit dem ein Signal für
deren Erhalt gesetzt wird.
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Dewezet vom 15.12.2005
Bitte um Spenden für "Kinder in Not" blieb nicht ungehört
Schüler und ihre Eltern sammelten in Oldendorf, Manuela Bretzing und
Stefanie Wehmeyer in Wallensen
Oldendorf/Wallensen (tis). Seit Jahren unterstützen sie die Weihnachsaktion
von "Kinder in Not": Friedhelm Walta und dessen Frau Sonja. Zum zweiten Mal bat
der Elternratsvorsitzende an der Grundschule Oldendorf nun die Schüler und
anderen Eltern: "Macht mit bei der großen Geschenke-Aktion und helft, den
Straßen- und Waisenkindern zu Weihnachten eine Freunde zu machen." Der Erfolg
ließ wiederum nicht auf sich warten. Viele bunte Weihnachtspakete mit
Spielsachen und Kleidung, die die Schüler zu Hause aussortiert hatten, wurden in
der Schule zusammengetragen und vor wenigen Tagen an die Hilfsaktion übergeben.
Dass auch Einzelinitiativen großen Erfolg haben können, zeigen Manuela Bretzing
und Stefanie Wehmeyer. Sie hatten sich entschlossen, die Weihnachtsaktion zu
unterstützen und verteilten daher in Wallensen Zettel an die Haushalte, hängten
Plakate in Geschäften aus, sprachen Freunde und Bekannte an und baten um Spenden
für die "Kinder in Not". "Fortan wurden bei mir an der Haustür viele Spenden an
Kleidung, Spielwaren und Süßigkeiten abgegeben", erzählt Manuela Bretzing.
Zusammen mit Stefanie Wehmeyer wurden daraus an die 100 Weihnachtspäckchen
gepackt. Marvin Bretzing (9) sowie Michelle und Emily (7) Wehmeyer bastelten
zudem noch Weihnachtsmänner aus Pappe, auf denen sie einen bulgarischen
Weihnachtsgruß schrieben. Der dreijährige Jan-Peter Bretzing schließlich war
kaum zu bremsen, als es galt, all die Geschenke in einem Transporter des DRK zu
verladen.
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Dewezet vom 15.12.2004
Hartz IV im Märchen
"Stoppelhopser"-Eltern spielten wieder Theater
"Die Bremer Stadtmusikanten" wurden in einer modernen Fassung gespielt. Foto: sto
Wallensen (sto). Es war einmal eine Gruppe frustrierter Eltern, die sich
ärgerte, dass ihre Kinder immer erst "irgendwohin gefahren" werden müssen, bevor
sie sich Märchenaufführungen anschauen können. "Wir spielen selbst Theater",
beschlossen die Mütter und Väter und riefen vor vier Jahren die Laienspielgruppe
der Kindertagesstätte "Stoppelhopser" ins Leben.
Mittlerweile hat sich das Elterntheater zu einer beliebten, kaum mehr
wegzudenkenden vorweihnachtlichen Einrichtung etabliert. Der Erlös der
Veranstaltung kommt jedesmal einer ortsansässigen Institution zugute. In diesem
Jahr wurde der Verein "Freibad Wallensen" mit einer Summe von 495 Euro bedacht.
Auf dem Spielplan standen "Die Bremer Stadtmusikanten".
An beiden Aufführungen war es in der Aula der Grundschule rappelvoll. "Die
Resonanz ist noch höher als in den Vorjahren", freute sich Karl-Heinz Grießner,
Vorsitzender des Stoppelhopser-Trägervereins.
Insgesamt haben etwa 300 kleine und große Leute die vier "tierischen" Musiker
auf ihrer Wanderung begleitet, wo sich der Esel (gespielt von Frank Liberti),
der Hund (Heike Liberti), die Katze (Doreen Steputat) und der Hahn (Bettina
Ritterbusch) zu einem "Casting" mit Dieter Bohlen treffen wollen. Eine
Räuberbande sorgt unterwegs für Aufregung.
Das Publikum war begeistert von der modernen Darstellung des Grimmschen
Märchens, in dem auch "Hartz IV" nicht fehlte. Selbst die kleinsten Zuschauer
hatten ihren Spaß, wurden sie von den Laiendarstellern doch immer wieder mit
witzigen Tricks überrascht. Am meisten lachten sie, als der "Hund" sein Bein hob
und einen kräftigen Wasserstrahl in die Zuschauerreihen sandte.
"Die Truppe wird immer professioneller", stellte Fritz Köhne, Ortsbürgermeister
und Vorsitzender des Freibad-Vereins, nach einem kräftigen Schlussapplaus
erfreut und lobend fest.
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Dewezet vom 26.04.2004
Udo Zelck leitet künftig zwei Grundschulen
Wallensen bekommt keinen neuen Schulleiter / Weniger Schüler auch in anderen
Orten
Udo Zelck
Salzhemmendorf/Wallensen (uk). Die Humboldt Grundschule Wallensen wird - wie sich
bereits abzeichnete - künftig von Salzhemmendorf aus von Udo Zelck mitgeleitet,
der nach den Sommerferien Wallensen verlässt (wir berichteten). Zelcks bisherige
Leiterstelle in Wallensen wird nicht ausgeschrieben. Das teilten Bürgermeister
Martin Kempe und Zelck jetzt dem Elternverein und dem Schulelternrat der
Wallenser Schule mit.
Zurückgehende Schülerzahlen sind der Grund. "Doch von einer Schließung im
kommenden Jahr, wie es gerüchteweise heißt, kann keine Rede sein", versichert
Kempe. Reagieren muss die Gemeinde dennoch auf den "enormen Rückgang" (Kempe).
Möglich (und wahrscheinlich) ist die Bildung von Kombiklassen, die allerdings
pädagogische Nachteile hätten. Im übrigen, so der Bürgermeister, hätten auch die
Schulen in Salzhemmendorf und Lauenstein mit zurückgehenden Schülerzahlen zu
tun. Einzige Ausnahme sei Oldendorf, wo die Zweizügigkeit noch garantiert sei.
Mit dieser Situation befasst sich gegenwärtig auch die neue Arbeitsgruppe zur
Schulentwicklung, die sich Anfang Juni konstituiert hat. Geplant ist, dass sie
zum Jahresende ein Ergebnis vorlegen soll, auf dessen Grundlage der Rat
Entscheidungen treffen kann.
Die Elternvertreter setzen ihre Hoffnung auf die Integration - also den
gemeinsamen Unterricht von Schülern mit Schülern, die besonderen
Förderungsbedarf haben. "Das würde die Schule stärken", so Birgit Beuter vom
Elternverein der Schule. Doch dafür fehlen gegenwärtig Lehrer, eine neue
Kooperationsklasse mit der Coppenbrügger Spiegelbergschule wird es im nächsten
Schuljahr nicht geben. Außerdem machen die aktuellen Anmeldezahlen den Eltern
Hoffnung. Prognostiziert seien nur 16, tatsächlich aber gebe es zurzeit 21
Anmeldungen, so Frau Beuter. "Es gibt also noch Zuzug von Familien."
Unterstützung erhoffen sich die Wallenser unter anderen von Kultusminister Bernd
Busemann und der Landtagsabgeordneten Ursula Körtner aus Bad Pyrmont. Beide sind
per Brief über die Situation informiert worden.
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Dewezet vom 05.06.2004
Gemeinschaftswerk für Wallensens Kinder
Pausenhof für 11 000 Euro umgestaltet
Wallensen (sto). Die Umgestaltung des Schulpausenhofes, der gleichzeitig auch
als Spielplatz dient, ist beendet. Mit einem bunten Fest für Klein und Groß
wurde am Donnerstagnachmittag die sanierte Spielfläche eingeweiht. "Der
Spielplatz erstrahlt in neuem Glanz. Das ist einem Gemeinschaftswerk zu
verdanken", betonte Gemeindebürgermeister Martin Kempe.
Er bedankte sich bei allen Helfern und Sponsoren. Finanziert worden sei das 11
228 Euro teure Projekt durch den Flecken Salzhemmendorf, die Sparkasse
Weserbergland, die Volksbank am Ith, die Elterninitiative "Sandkiste", den
Ortsrat und durch den Elternverein der Humboldt Grundschule Wallensen. Die Firma
Rheinkalk habe darüber hinaus Steine für ein offenes Klassenzimmer in Aussicht
gestellt.
Möge es in Wallensen immer genügend Kinder geben, die sich auf dem neuen
Spielplatz wohl fühlen, wünschte sich Ortsbürgermeister Fritz Köhne.
Der Wallenser Nachwuchs war begeistert von den drei neuen Spielgeräten. "Cool!",
urteilte ein Grundschüler, während er über die neue "Tibetanische Hängebrücke"
balancierte. Neu sind darüber hinaus ein Spielturm mit Rutsche und
Klettermöglichkeiten sowie eine große Spielbaustelle.
Auch Schulleiter Udo Zelck freute sich über das gelungene Gemeinschaftswerk.
"Bei allen, die geholfen haben, bedanken wir uns mit zwei Theaterstücken", sagte
er und führte die Gäste in die Aula. Dort luden einige Grundschüler zum
"Entlaufenen Pfannekuchen" und zu den "Bremer Stadtmusikanten" ein.
Anschließend konnte sich Zelck nochmal freuen, nämlich über eine Spende der
Theatergruppe von 456 Euro, des Kindergartens von 85 Euro und des Jugendtreffs
von 50 Euro. Unter anderem soll das Geld zur weiteren Sanierung der durch einen
Brand beschädigten Schule verwendet werden.
Fritz Stichweh, der Vorsitzende der aus etwa 20 Mitgliedern bestehenden
"Sandkiste", wies darauf hin, dass die Schlüsselgewalt über den Spielplatz dem
Verein obliege, der sich auch um Ordnung und Pflege kümmern werde. Beim
Wallenser Stadtfest hatte die im Herbst 2003 gegründete "Sandkiste" 2000 Euro
erwirtschaftet und für die Umgestaltung des Platzes zur Verfügung gestellt.
Der Spielplatz wurde mit einem abschließbaren Tor versehen, in der Hoffnung,
dadurch Vandalismus zu verhindern, der hier schon oft Sorgen gemacht hat.
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Dewezet vom 24.10.2003
Auch die Eltern halfen beim Aufräumen in der Schule mit
Montag beginnt auch in Wallensen der Unterricht / Keine Schadstoffe
Die Handwerker sorgen in diesen Tagen dafür, dass in der Schule ab Montag
wieder unterrichtet werden kann. Foto: uk
Wallensen (rd/uk). Nach dem Feuer in der Grundschule in Wallensen sind die
Reinigungs- und Sanierungsarbeiten so weit gediehen, dass am Montag nach Ende
der Herbstferien der Unterricht im alten Gebäudeteil wieder beginnen kann. Eine
gravierende Schadstoffbelastung durch den Brand habe es nicht gegeben, teilte
die Gemeindeverwaltung mit.
Durch die Rauchentwicklung war das gesamte Gebäude verrußt und musste aufwändig
gereinigt werden. Sehr schnell wurde beschlossen, die Renovierungsarbeiten
zunächst auf den Eingangsbereich und den Altbau zu konzentrieren. Der Flur zum
Brandherd wurde zunächst verschlossen, da hier umfangreichere Sanierungsarbeiten
notwendig sind und diese sich noch einige Wochen hinziehen werden. Davon
betroffen ist ein Unterrichtsraum sowie die Aula der Schule.
Die Gemeinde hatte bei einem chemischen Sachverständigen ein Gutachten erstellt.
"Die Prüfergebnisse haben bei der Schadenaufnahme in den Klassen- und
Funktionsräumen keine gravierenden Schadstoffbelastungen ergeben", teilte die
Gemeindeverwaltung gestern mit. Das Gutachten enthalte außerdem für jeden Raum
detaillierte Sanierungsempfehlungen, nach denen die Arbeiten durchgeführt worden
seien.
Mit der Reinigung wurde ein Fachunternehmen betraut. Gereinigt werden mussten
nicht nur die Wände und Böden, sondern auch sämtliches Inventar, soweit dies
wirtschaftlich zu rechtfertigen war. "Danach wurden sämtliche Wand- und
Deckenflächen sowie Heizkörper gestrichen, so dass der Ruß vollständig entfernt
wurde", hieß es gestern.
Weitere chemische Untersuchungen hält die Gemeindeverwaltung für nicht
notwendig. Zur Sicherheit werde der beteiligte Chemiker im Auftrag des Fleckens
Salzhemmendorf am Freitag noch eine Sanierungskontrolle vornehmen.
Es sei leider nicht ausgeblieben, dass viele selbsterstellte
Unterrichtsmaterialien, Basteleien der Kinder, Bilder und ähnliches entsorgt
werden mussten. "Dieser Schaden ist durch Geld nicht zu ersetzen und wird wohl
erst im Laufe der nächsten Monate durch viel Arbeit behoben werden können", so
Clemens Pommerening von der Gemeindeverwaltung. Der Schaden belaufe sich auf
rund 100 000 Euro.
Besonders bedankt hat sich die Gemeinde bei den Eltern, die sich an den
Aufräumungsarbeiten beteiligt haben, und bei den beteiligten Firmen für den
schnellen und reibungslosen Ablauf der Renovierungsarbeiten. "Die Eltern haben
unter anderem die vielen Kleinigkeiten gereinigt, die wir sonst hätten wegwerfen
müssen und die wir nicht ersetzt bekommen hätten", so Schulleiter Udo Zelck. Und
die Handwerker hätten bis zu zwölf Stunden am Tag gearbeitet, um pünktlich
fertig zu werden.
Für weitere Informationen steht bei der Gemeindeverwaltung Clemens Pommerening,
Telefon 05153/808-13, zur Verfügung.
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Dewezet vom 09.10.2003
Jungen für Brand in Schule verantwortlich
Zwölfjährige spielten mit Feuer / Polizei unterstellt keine Absicht /
Reinigung sehr aufwändig
Wallensen (tis/uk). Die Ursache des Brandes in der Humboldt Grundschule Wallensen ist
geklärt. Zwei zwölfjährige Jungen aus dem Ort sind für das Feuer verantwortlich,
das besonders durch Ruß für einen erheblichen Schaden gesorgt hat.
Zeugen hatten die beiden Jungen, die nicht mehr die Schule in Wallensen
besuchen, am Nachmittag auf dem Schulgelände beobachtet. Die Polizei war der
Spur nachgegangen und hatte die beiden Schüler befragt. Die Jungen gaben zu, im
Bereich des Abstellraums mit Feuer gespielt und dabei den Brand verursacht zu
haben. "Über die genaue Brandursache möchten wir keine Angaben machen, damit wir
keine Nachahmer finden", so Kriminaloberkommissar Bernd Mensing. Eine Absicht,
den Brand zu legen, unterstellt die Polizei den beiden Jungen nicht. Der Brand
sei vielmehr durch Fahrlässigkeit bei dem Umgang mit offenen Feuer entstanden.
Als die beiden das Schulgebäude gegen 16.30 Uhr verließen, hatten sie noch kein
Feuer bemerkt. Dies versicherten sie glaubwürdig gegenüber den Polizeibeamten.
Der Brand dürfte eine ganze Weile geschwelt haben, bevor er sich ausbreitete.
Die Polizei geht bei dem Feuer von einem Schaden in Höhe von 50 000 Euro aus.
"Die Summe kann sich aber auch noch leicht verdoppeln, weil wir noch gar nicht
wissen, wie hoch die Kosten für die Reinigung des gesamten Schulgebäudes
werden", berichtete Kriminaloberkommissar Mensing. Für die Regulierung müssten
die Eltern der Jungen beziehungsweise - sofern vorhanden - ihre Versicherungen
aufkommen.
Schulleiter Udo Zelck geht davon aus, dass der Schaden um mindestens 100 000
Euro höher ist. "Jeder Raum und jeder einzelne Gegenstand, der sich darin
befindet, muss gereinigt werden, das ist ein immenser Aufwand." Geplant sei,
zuerst den alten Gebäudetrakt zu reinigen, damit nach den Herbstferien der
Unterricht wieder beginnen könne. Anschließend werde der neue Trakt gereinigt,
so Zelck.
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Dewezet vom 08.10.2003
Kein Unterricht möglich: Schule in Wallensen ist völlig verrußt
Auch Ferien werden für Reinigung benötigt / Polizei geht von Brandstiftung
aus
Schulleiter Udo Zelck inspiziert den Brandherd in dem hinteren Abstellraum.
Der Ruß des dort wütenden Feuers hat das gesamte Schulgebäude verunreinigt.
Foto: Wal
Wallensen (tis). Für die Schüler an der Humboldt Grundschule Wallensen bedeutet der
Brand in einem Abstellraum ihres Schulgebäudes vom Montagabend vorgezogene
Herbstferien. Zurzeit kann laut Schulleiter Udo Zelck an der Schule kein
Unterricht stattfinden. Die Ermittlungen der Polizei Bad Münder zur Ursache des
Feuers laufen in Richtung Brandstiftung.
"Wir müssen zunächst das gesamte Schulgebäude von einer Spezialfirma reinigen
lassen, bevor hier wieder Unterricht stattfinden kann", berichtete Zelck
gestern. Dies werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Daher wird bis zu den
Herbstferien ab Montag der Unterricht ausfallen müssen, "vorausgesetzt, die
Bezirksregierung stimmt dem zu". Durch das Feuer sind sämtliche Flure und
Treppenhäuser mit Ruß verunreinigt, es bildete sich ein schmieriger, dicker
Belag. "Selbst in den verschlossenen Klassenzimmern liegt überall ein feiner
Rußfilm", erzählt der Schulleiter, den die Folgen dieses relativ kleinen Feuers
erschrocken haben. Nun soll die Zeit auch in den Herbstferien genutzt werden, um
das Schulgebäude wieder herzurichten. "Danach kann hoffentlich der Unterricht im
gewohnten Rahmen wieder aufgenommen werden", erklärt Zelck.
Der Schuldirektor lobt Armin Specht, Mitglied in der Ortswehr Wallensen, der in
der Nähe der Schule wohnt und das Feuer entdeckt hatte. Der Hauptfeuerwehrmann
hatte am Montagabend Rauch in der Schule entdeckt. Bei einer näheren Erkundung
sah er Flammen in einem Raum, der übrigens direkt an das Feuerwehrhaus grenzt,
und verständigte sofort die Feuerwehreinsatzleitstelle. Um 17.51 Uhr wurde die
Ortswehr alarmiert. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Walter Wiegmann
war einer der ersten Feuerwehrmänner am Brandort. Da inzwischen aus allen
Fenstern eine starke Rauchentwicklung zu sehen war, ließ er die Wehren
Salzhemmendorf, Thüste und Ockensen nachalarmieren. 60 Einsatzkräfte waren vor
Ort.
Drei Feuerwehrtrupps unter Atemschutz hatten das eigentliche Feuer in einem
Abstellraum schnell unter Kontrolle. Danach wurde das Gebäude noch intensiv
belüftet, um die giftigen Rauchgase zu vertreiben. Messungen des später von
Gemeindebrandmeister Erwin Hennemann angeforderten Messwagens der Ortswehr
Lauenstein ergaben dann auch keine Hinweise mehr auf Schadstoffe in der Luft.
Neben den Schäden durch den Ruß ist der Abstellraum komplett ausgebrannt. In dem
Raum lagerten Lehr- und Sport-, aber auch Putzmittel. Der Vorraum im Treppenhaus
wurde durch Hitze stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei schließt
mittlerweile einen technischen Defekt aus. "Derzeit werden von uns Ermittlungen
in Richtung einer Brandstiftung geführt. Diese dauern noch an", berichtete
Kriminalhauptkommissar Jürgen Keller. Angaben zur Schadenshöhe gestalten sich
sehr schwierig, da die Kosten für die Reinigung noch nicht beziffert werden
können. Wahrscheinlich wird die Schadenssumme im sechsstelligen Bereich liegen.
Die Gemeinde hat den Schaden ihrer Versicherung gemeldet.
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Dewezet vom 28.06.2003
"Das würde ich auch sehr gerne selber machen"
Kreisschulausschuss und Gemeinderat stimmen Kooperationsklasse zu
Coppenbrügge/Wallensen (uk). Die neue Kooperationsklasse der Coppenbrügger
Spiegelbergschule an der Humboldt Grundschule Wallensen ist auf dem Weg. Einstimmig hat
der Schulausschuss des Kreistages dem Vorhaben zugestimmt. Auch der Rat des
Fleckens Salzhemmendorf gab am Donnerstag seine Zustimmung mit großer Mehrheit.
Nun wird erwartet, dass abschließend auch der Kreisausschuss dem Vorhaben
zustimmt.
Die Leiterin der Spiegelbergschule, Christiane Schröder-Hinz, zerstreute im
Schulausschuss noch einmal die Bedenken wegen der Unterrichtsversorgung, die
nicht gut sei, sich aber wegen der Kooperationsklasse nicht verschlechtern
werde. Sie nannte eine gegenwärtige Quote von 86 Prozent. Vergangene Woche hatte
sie gegenüber der Dewezet allerdings noch von einer "guten"
Unterrichtsversorgung gesprochen. Die Pädagogin warb für das Vorhaben, dass
wunderbar geeignet sei, die Integration, die bereits am Kindergarten Wallensen
geleistet werde, an der Grundschule fortzusetzen. "Das ist sehr spannend, wenn
ich hier nicht Schulleiterin wäre, würde ich das gerne selber machen", bekannt
sie.
Mit der Kooperationsklasse betreten die beiden Schulen Neuland. Nach dem Wissen
von Schulleiter Udo Zelck aus Wallensen gibt es Kooperationsklassen bislang nur
mit Schulen für geistig Behinderte, eine Kooperation mit einer Schule für
Lernhilfe, wie es die Spiegelbergschule ist, sei neu. Die räumliche Entfernung
zwischen Coppenbrügge und Wallensen ist für SchröderHinz kein Hindernis.
"Bislang mussten die Schüler fahren, künftig fahren die Lehrer."
Auch im Salzhemmendorfer Rat stieß das Vorhaben auf große Zustimmung. Allerdings
gab Günter Wendlandt (SPD) zu bedenken, dass auch eine Unterrichtsversorgung von
86 Prozent noch kein Grund zum Jubeln sei (noch vergangene Woche lag die Quote
an der Spiegelbergschule nach seinen Informationen bei nur 71 Prozent). "Wäre
sie bei 100 Prozent, dann hätten die Kooperationsverträge mit allen anderen
Grundschulen weiter Bestand. Das das nicht so ist, bedauern wir sehr", so
Wendlandt, derSchulleiter in Lauenstein ist.
Nur Udo Stenger (BWG) hatte Einwände gegen die neue Kooperationsklasse, die als
eigenständige, ausgelagerte Klasse der Spiegelbergschule geführt wird, deren
Schüler aber - das soll die Entwicklung zeigen - auch mit regulären
Grundschülern gemeinsam unterrichtet werden können. Wenn es eine Überzahl von
Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (maximal 9) in so einer Lerngruppe
gebe, könne er die anderen Kinder nur bedauern, sagte Stenger und stimmte als
einziges Ratsmitglied gegen den Kooperationsvertrag.
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Dewezet vom 27.06.2003
Statt einstündiger Busfahrt: Pia (7) soll in Wallensen zur Schule
Mutter kämpft für Umschulung in neue Kooperationsklasse / Lehrer sind
dagegen
Wallensen/Coppenbrügge (uk). Um ihrer Pflegetochter Pia eine täglich
einstündige Busfahrt von Wallensen nach Coppenbrügge zu ersparen, drängt Heike
Liberti auf einen Schulwechsel. Mit anwaltlicher Hilfe möchte sie erreichen,
dass die Siebenjährige nach den Sommerferien die geplante Kooperationsklasse der
Coppenbrügger Spiegelbergschule in Wallensen besuchen kann.
Im vergangenen Jahr wurde Pia an der Sonderschule für Lernhilfe in Coppenbrügge
eingeschult, weil bei ihr ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt
worden war. Das sei mit einer anstrengenden Busfahrt verbunden, die ihre Tochter
- so schildert es ihre Mutter - "ohne Aufsicht und teilweise stehend" hinter
sich bringen müsse. Heike Liberti bemüht sich jetzt darum, Pia in der neuen
Kooperationsklasse unterzubringen.
Problem: Ihr Kind müsste dort in die Klasse 1 zurückgestuft werden. Doch das
lehnen ihre Lehrer ab. Pia sei eine sehr leistungsstarke Schülerin, die bei
einer Wiederholung der Klasse 1 unterfordert sei, habe man ihr geschildert.
"Außerdem fühlt sich Pia bei uns wohl", so Schulleiterin Christiane SchröderHinz.
Die Wallenserin bezweifelt das, sieht sehr wohl einen weiteren Förderbedarf für
Pia und glaubt ihre Tochter an der Humboldt Grundschule Wallensen besser aufgehoben.
"Hier sind ihre Freunde, hier gibt es eine Integration mit Regelschülern." Mit
Hilfe ihre Anwalts Rüdiger Zemlin aus Hameln hat sie - schon das ist unüblich -
erreicht, dass das Mädchen noch einmal überprüft wird. Darauf hoffend, dass
diese Überprüfung eine Umschulung nach Wallensen ermöglicht. Ihr Anwalt nennt
die Integration die bestmögliche Art des Unterrichts für lernbehinderte Schüler.
"An Sonderschulen werden sie zu wenig, im regulären Unterricht zu viel
gefordert", sagt Zemlin, der darum auch eine flächendeckende - wie in
Salzhemmendorf und Coppenbrügge für nächstes Jahr geplante - sonderpädagogische
Grundversorgung befürwortet.
Eine Unterrichtung in Wallensen der 1. und Klasse 2 gemeinsam, wie es auch an
der Spiegelbergschule geschehe und von Heike Liberti für ihre Tochter gefordert,
sei aus organisatorischen Gründen nicht möglich, so Schröder-Hinz. Dass sie dem
Wunsch der Mutter nur deshalb nicht nachkomme, weil dann auch andere Eltern
nachziehen könnten und damit der Erhalt der 1. bis Klasse 4 an der
Spiegelbergschule gefährdet sei, wie die Mutter meint, weist die Schulleiterin
zurück. "Ich bin schon glücklich, wenn wir die Klasse 1 in Wallensen bekommen,
die wahrscheinlich mit maximal neun Schülern starten wird." Unter den Eltern
habe bislang nur Frau Liberti den Wunsch nach einer Versetzung ihres Kindes nach
Wallensen geäußert.
Regierungsschuldirektor Ulrich Schoppe will öffentlich lediglich auf
grundsätzliche Belange eingehen. "Die neue Kooperationsklasse werden nur Schüler
besuchen, die entweder eingeschult werden, oder die nach der Entscheidung der
Lehrer die Klasse 1 wiederholen sollten", erläutert er. So sehr der Wunsch der
Mutter verständlich sei, so dürfe ein langer Schulweg bei dieser Entscheidung
keine Rolle spielen, so Schoppe. Heike Liberti will sich mit einer Ablehung
ihrer Forderung nicht abfinden. "Notfalls setze ich mich in Hannover aus Protest
vor das Kultusministerium", sagt sie.
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Dewezet vom 13.03.2003
Wallensen will nicht ohne Spielplatz sein
Wallensen (sto). "Der Spielplatz muss im Mittelpunkt von Wallensen
entstehen!" Darüber war sich die Bürgerinitiative (BI) "Kinderspielplatz
Wallensen" bei ihrem ersten Treffen einig. In die engere Auswahl wurden der
Platz vor der Grundschule oder der kleine Pfarrgarten gezogen.
Den Platz vor der Schule, den auch die Gemeinde und Ortsbürgermeister Fritz
Köhne vorgeschlagen hatten, halten die Eltern allerdings nicht für sehr
sinnvoll. "Während der Schulstunden könnte es zu laut für die Schüler werden",
befürchteten einige Mütter und Väter. Idealer Platz, eine Spielfläche anzulegen,
sei hingegen der kleine Pfarrgarten bei der Kirche. Den Spielplatz im
Feuchtbiotop einzurichten, wurde abgelehnt. Auch von einer Erweiterung der
Spielfläche auf dem Schulhof konnten sich die 16 anwesenden Mütter und Väter
nicht begeistern. Dieser Platz sei nicht immer zugänglich und außerdem müsste
ein dort befindlicher Teich gesichert werden, hieß es.
Während der Veranstaltung wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, zu der Stefanie
Wehmeyer, Jessica Sommerey, Daniela Laube-Göke und Daniela S. gehören. Auf
Vorschlag des Ortsbürgermeisters werden sie ihr Anliegen auf der nächsten
Sitzung des Ortsrates Wallensen am 21. März (um 19 Uhr in Thüste, Gaststätte Zum
Bahnhof) vortragen. Köhne appellierte darüber hinaus an alle anderen Eltern,
ebenfalls diesen Termin wahrzunehmen.
Die Eltern betonten, dass sie zwar bereit seien, mit anzupacken, falls es an der
Bereitstellung finanzieller Mittel fehle und sie auch Spenden sammeln wollen,
vorrangig jedoch die Gemeinde gefordert sei. Es könne nicht sein, dass es in
Wallensen nicht einen einzigen Spielplatz gebe, während in anderen Orten gleich
mehrere Plätze vorhanden seien. Auch dann, wenn im Neubaugebiet von Wallensen
ein Spielplatz entstehen sollte, werden die Eltern an ihrer Forderung, im
Ortskern einen Spielplatz einzurichten, festhalten. "Das eine hat mit dem
anderen nichts zu tun!" waren sich alle Anwesenden einig.
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Dewezet vom 07.01.2003
Arbeitskreis will Integration spätestens zum Schuljahr 2004
Karl-Heinz Grießner "Keine unzumutbar weiten Anfahrwege"
Salzhemmendorf/Coppenbrügge (sto). Spätestens zum 1. August 2004 sollen an
den Grundschulen im Flecken Salzhemmendorf die seit Jahren diskutierten
Integrationsklassen für eine sonderpädagogische Förderung eingerichtet werden.
Das strebt der im Auftrag der Gemeinde arbeitende Arbeitskreis für das Konzept
"Lernen unter einem Dach" an.
"Wir hoffen, dass wir dieses Ziel so bald wie möglich erreichen", berichtet
Sprecher Karl-Heinz Grießner. Ob an jeder Grundschule eine Integrationsklasse
eingerichtet werden könne, stehe aber noch nicht fest. Bis der Startschuss für
die Integrationsklasse falle, werde der Arbeitskreis ein "Vorschaltmodell" in
Form einer Kooperationsklasse vorschlagen. Das ist eine Klasse der Sonderschule,
die an eine Grundschule ausgelagert wird. Sinn der Kooperationsklassen ist eine
enge pädagogische Zusammenarbeit durch gemeinsame Projekte mit Grund- und
Kooperationsschülern. Der Arbeitskreis möchte die Kooperationsklasse an der
Humboldt Grundschule Wallensen einrichten. Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf
aus dem Flecken Salzhemmendorf, die derzeit die Spiegelbergschule in
Coppenbrügge besuchen, könnten dann auf Elternwunsch in Wallensen unterrichtet
werden. "Die weiten, besonders für Grundschüler unzumutbaren Anfahrtswege hätten
endlich ein Ende", so Grießner. Die Regelung soll durch einen
Kooperationsvertrag beider Schulen besiegelt werden.
Um eine Kooperationsklasse einrichten zu können, müssen mindestens fünf Kinder
angemeldet sein. "Der Bedarf im Flecken Salzhemmendorf ist sogar größer", so
Grießner. Der Grund, warum eine Kooperationsklasse vorgeschaltet wird, liegt
darin, dass die Frist zur Anmeldung einer Integrationsklasse bei der
Bezirksregierung in vier Wochen abläuft. "Bis dahin schaffen wir es nicht mehr,
denn vorher müssten die Schulträger und die Gesamtkonferenzen ihre Zustimmung
geben."
Das Regionale Integrationskonzept "Lernen unter einem Dach" räumt den Regionen
die Möglichkeit ein, Modelle zur sonderpädagogischen Förderung zu entwickeln.
Angestrebt wird ein Schulunterricht, der Schülern mit Lernschwierigkeiten die
Möglichkeit gibt, allgemeinbildende Schulen zu besuchen. Dabei sollen
benachbarte Gemeinden durchaus zusammen arbeiten. In Coppenbrügge werde das
Thema aber zurzeit nicht diskutiert, so Bürgermeister Helmut Zeddies. "Wir
wollen die Entwicklung in Salzhemmendorf abwarten." Er persönlich halte eine
Integrationsklasse nicht für sinnvoll. "Dabei bleiben die lernschwachen Schüler
auf der Strecke", befürchtet Zeddies, der 28 Jahre Lehrer an der
Spiegelbergschule war. Nur an einer Sonderschule können Kinder mit
sonderpädagogischem Förderbedarf optimal versorgt werden und Erfolgserlebnisse
erfahren. Einziger Grund, Integrationsklassen einzurichten, seien weite
Schulwege. Durch die zentrale Lage der Spiegelbergschule hätten die Schüler aus
Coppenbrügge dieses Problem jedoch nicht.
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Dewezet vom 25.05.2002
Die Hecke soll weg - Kindergarten protestiert
Mehr Unkraut als Hecke: der Grünstreifen zwischen Wallensen und Thüste. Foto: uk
Wallensen (uk). Salzhemmendorf muss und will sparen. Dass dieser Sparwillen
möglicherweise auf Kosten der Sicherheit geht, hat in Wallensen zu Protesten
geführt. Es geht um eine Hecke entlang der Kreisstraße zwischen Wallensen und
Thüste, die einer Rasenfläche weichen soll. Nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub
am Montag soll Bürgermeister Martin Kempe das Vorhaben stoppen.
Hüfthoch steht dort das Unkraut entlang der Hecke, die den kombinierten Rad- und
Fußweg von der Kreisstraße trennt, weil der Pflegeaufwand sehr hoch ist und die
Gemeinde nicht mehr das entsprechende Pflegepersonal hat. Damit dieser
Grünstreifen künftig pflegeleichter ist, will die Gemeinde die Hecke nun
entfernen und dort eine Rasenfläche einsähen.
Doch gegen dieses Vorhaben hat der Vorsitzende des Kindergartenvereins der
Ortschaft Wallensen, Karl-Heinz Grießner, auch im Namen der Kindergartenleitung
und der Elternvertretung energisch protestiert. "Die dort seit Jahren vorhandene
Bepflanzung dient als natürlicher Schutz der Kinder, die unseren Kindergarten
von Wallensen kommend aufsuchen. Die Gefährdung der Kinder wird durch die
vorgesehene Maßnahme auf ein unvertretbares Maß erhöht", schreibt Grießner an
Bürgermeister Martin Kempe und fügt hinzu: "Die durch die Wegnahme der
Bepflanzung sicherlich erhoffte Kosteneinsparung kann doch nicht mit einer
Ausweitung der Gefährdung der Kindergartenkinder erkauft werden."
Klaus Schwee, zuständiger Amtsleiter in der Gemeindeverwaltung, kann die
Aufregung nicht verstehen. "Schon seit längerer Zeit wird der Pflegezustand dort
moniert. Außerdem ist noch nichts entschieden. Herr Grießner hat mir keine
Gelegenheit gegeben, mit ihm darüber zu sprechen, denn wir wollen natürlich
vorher die Meinung der Kindergartenvertreter einholen." Unabhängig davon vertrat
Schwee die Meinung, dass der Autoverkehr nicht so gravierend sei, dass die
Entfernung der Hecke nicht vertretbar sei.
Grundsätzlich, so Schwee, überprüfe die Gemeindeverwaltung zurzeit, wo
gemeindeeigene Flächen, die nicht mehr gepflegt werden können oder wo die Pflege
nicht mehr funktioniere, in Rasenflächen umgewandelt werden können. "Denn mit
dem Rasenmäher lässt sich so etwa leichter pflegen."
Mit dem Leiter der Grundschule, Udo Zelck, hat Schwee bereits gesprochen und
weiß darum, dass auch der Bedenken hat. "Ich sehe ein, dass der Flecken sparen
muss, aber aus Gründen der Sicherheit muss die Hecke bleiben", so Zelck
gegenüber der Dewezet. "Da wir die Sporthalle hinter dem Kindergarten nutzen,
benutzen die Schüler diesen Weg zweimal täglich."
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Dewezet vom 04.01.2002
Integration im Kindergarten ja - doch was geschieht danach?
Salzhemmendorf (uk). Seit 1997 gibt es in Wallensen/Thüste einen
Integrationskindergarten. Hier werden Kinder gemeinsam mit zwölf Kindern
betreut, die einer sonderpädagogischen Fürsorge bedürfen. Soweit so gut: Doch
was kommt nach dem Kindergarten, denn der Bedarf der sonderpädagogischen
Betreuung endet nicht automatisch mit dem letzten Kindergartentag.
"Wir brauchen ein Konzept für den ganzen Flecken - möglichst darüber hinaus
gemeinsam mit Coppenbrügge - und einen Ansprechpartner", lautet die Forderung
von Karl-Heinz Grießner, Vorsitzender des Wallenser Kindergartenvereins
"Stoppelhopser". Integrationsklassen an Grundschulen gibt es im Flecken
Salzhemmendorf bislang noch nicht. Doch solch eine Klasse wäre für Marlies
Kölling, Leiterin des Wallenser Kindergartens, die optimale Lösung, um eine
durchgängige Betreuung der behinderten Kinder zu gewährleisten. Eine
Einzelbetreuung wie seit kurzem an der Salzhemmendorfer Schule hält sie aus
ihrer Erfahrung für weniger sinnvoll.
Zurzeit wendet sie immer wieder einen Teil ihrer Arbeitszeit dafür auf, für
Kinder, die den Stoppelhopser verlassen, einen Platz in einer geeigneten
Sonderpädagogischen Einrichtung zu suchen. Bis nach Hannover ist sie dafür schon
gefahren. Der Platz, den sie hier für einen Jungen gefunden hat, bietet zwar die
Bedingungen, die das Kind braucht, doch ob die tägliche Fahrt in die
Landeshauptstadt für den Kleinen auf Dauer zumutbar ist, steht auf einem ganz
anderen Blatt.
Um nicht in jedem Einzelfall immer wieder von vorne anfangen zu müssen,
plädieren Grießner und Kölling für ein regionales Integrationskonzept. Dass Frau
Köllings Wunschpartner die Grundschule in Wallensen ist, liegt nicht nur
räumlich nahe. "Hier kenne wir uns, das erleichtert die Zusammenarbeit im
Interesse der Kinder", sagt sie.
Doch das Kollegium der Schule hat bislang abgewinkt. "Dass ist einfach nicht zu
leisten", machte Schulleiter Udo Zelck deutlich. Gerade einmal zwei Stunden pro
lernbehindertem Schüler und Woche betrage der Orientierungswert für den Einsatz
von Sonderschullehrerstunden in Integrationsklassen, so Zelck. Aus diesem Grund
kooperiert die Humboldt Grundschule Wallensen bislang mit der Spiegelbergschule in
Coppenbrügge, einer Schule für Lernhilfe, die Zelck anders als Grießner als
Ansprechpartner für die Region sieht. Doch die Einschulung in Coppenbrügge
funktioniert nur, wenn sich die Eltern überzeugen lassen.
Zelck sieht das Problem und hat bereits Schulen, Eltern und Gemeindevertreter an
einen Tisch gebracht. In Arbeitsgruppen von jeweils zwei Schulen soll nun an
einem Integrationskonzept gearbeitet werden, dass - so hofft Zelck - im
Schuljahr 2003/04 greifen könnte.
Karl-Heinz Grießner reicht das noch nicht aus. Nicht nur, weil auf keinen Fall
der Schwarze Peter bei den Schulen bleiben dürfe. Er hält es für notwendig, dass
sich die Gemeindeverwaltung intensiver um das Thema kümmern müsste. Als
Schulträger hätte nicht zuletzt die Gemeinde und damit der Rat die Entscheidung
zu treffen. "Und der Rat benötigt eine Beratungsgrundlage," so Grießner.
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